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Universität für Musik und darstellende Kunst Graz

Universität in Österreich
(Weitergeleitet von Kunstuniversität Graz)

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, auch Kunstuniversität Graz (KUG), ist eine österreichische Universität. Sie geht auf die im Jahr 1816 gegründete Musikschule des Akademischen Musikvereins zurück.

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
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Gründung 1963 (Vorläufer 1816)
Trägerschaft staatlich
Ort Graz
Bundesland Steiermark
Land OsterreichÖsterreich Österreich
geschäftsführender Vizerektor Eike Straub
Mitarbeiter 746 / 487,8 Jahresvollzeitäquivalente
davon Professoren 114
Netzwerke AARC[1]
Website www.kug.ac.at
Palais Meran: Sitz der Universitätsleitung, der Stabsstellen, des Studiencenters, der Veranstaltungsabteilung und der Institute Musikästhetik, Alte Musik & Aufführungspraxis sowie Jazzforschung
Das Foto zeigt das am 1. März 2009 eröffnete Haus für Musik und Musiktheater (MUMUTH) der Kunstuniversität Graz in Veranstaltungsbeleuchtung
ehemaliges Logo

GeschichteBearbeiten

1963 wurde das Konservatorium des Landes Steiermark zu einer staatlichen Einrichtung des Bundes aufgewertet – zur Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz. Ihr Präsident (1963–1971) war Erich Marckhl. Durch das Kunsthochschulorganisationsgesetz 1970 wurde die Akademie in die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz umgewandelt.[2] Zum ihrem ersten Rektor wurde 1971 Friedrich Korcak gewählt.

Seit dem Jahr 1983 hat die KUG (damals noch Hochschule) das Sponsionsrecht. 1986 wurde erstmals ein Doktoratsstudium angeboten. Am 21. Juni 1991 fand die erste feierliche Promotion statt.

Ihren derzeitigen Namen erhielt die KUG im Jahre 1998, als alle österreichischen Kunsthochschulen mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Organisation der Universitäten der Künste (KUOG ’98) in „Universitäten“ umbenannt wurden.

Im Wintersemester 2018/2019[3] waren an der KUG 1925 ordentliche Studierende (davon 1544 mit Hauptzulassung an der KUG und 395 in gemeinsam eingerichteten Studien mit Hauptzulassung an der Partnereinrichtung als „amtswegige Mitbelegung“) sowie 315 außerordentliche Studierende gemeldet. Der Frauenanteil lag bei 47 %. Der Anteil nichtösterreichischer Studierender lag bei 60 % (bezogen auf ordentliche Studierende mit Hauptzulassung an der KUG) bzw. knapp 50 % (unter Berücksichtigung von „amtswegiger Mitbelegung“ und außerordentlichen Studien, insbesondere den Angeboten zur Nachwuchsförderung bzw. für Kinder und Jugendliche).

Seit 1989 veranstaltet die KUG alle drei Jahre den Internationalen Kammermusikwettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne.[4]

LeitungBearbeiten

Ab Oktober 2018 war die Rückkehr von Georg Schulz als Rektor angekündigt.[6] Aufgrund eines Einspruchs des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen wegen vermuteter Diskriminierung der während des Verfahrens noch amtierenden Rektorin Freismuth auf Grund des Geschlechts, des Alters und der Weltanschauung wurde statt dessen ab 1. Oktober 2018 ein Interimsrektorat unter Leitung des geschäftsführenden Vizerektors Eike Straub eingesetzt.[7]

Institute der KunstuniversitätBearbeiten

  • Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren
  • Klavier
  • Saiteninstrumente
  • Blas- und Schlaginstrumente
  • Musikpädagogik (IMPG)
  • Kirchenmusik und Orgel
  • Gesang, Lied, Oratorium
  • Jazz
  • Schauspiel
  • Musiktheater
  • Bühnengestaltung
  • Oberschützen
  • Ethnomusikologie
  • Musikästhetik
  • Alte Musik und Aufführungspraxis (IAP)
  • Jazzforschung (IJF)
  • Elektronische Musik und Akustik (IEM)

Studienrichtungen der KunstuniversitätBearbeiten

  • Bühnengestaltung
  • Communication, Media, Sound and Interaction Design – Sound Design (gemeinsam mit der Fachhochschule Joanneum)
  • Computermusik
  • Darstellende Kunst / Schauspiel
  • Dirigieren: Chor, Musiktheaterkorrepetition, Orchester sowie Chordirigier-Pädagogik
  • Doktoratsstudium künstlerisch-wissenschaftlich (doctor artium)
  • Doktoratsstudium wissenschaftlich (PhD)
  • Elektrotechnik-Toningenieur (gemeinsam mit der Technischen Universität Graz)
  • Gesang
  • Instrumental(Gesangs)pädagogik: Klassik, Jazz und Volksmusik
  • Instrumentalstudien: Klassik und Alte Musik
  • Jazz
  • Katholische und Evangelische Kirchenmusik
  • Komposition und Musiktheorie: Komposition, Komposition – Musiktheater, Musiktheorie sowie Kompositions- und Musiktheoriepädagogik
  • Lehramtsstudium: Unterrichtsfächer Musikerziehung, Instrumentalmusikerziehung sowie Technische und Textile Gestaltung (im Lehramtsverbund Süd-Ost)
  • Musikologie (gemeinsam mit der Karl-Franzens-Universität Graz)

In fast allen Studienrichtungen (außer Bühnengestaltung und Darstellende Kunst, beides 4-jährige Diplomstudien) werden die Studien in der Bologna-Systematik (3- oder 4-jährige Bachelorstudien, 2-jährige Masterstudien, 3-jährige Doktoratsstudien) angeboten.

Ehrenmitglieder der Universität (mit Jahr der Ernennung)Bearbeiten

EhrendoktoratBearbeiten

Ehemalige Studierende und AbsolventenBearbeiten

ProfessorenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Members of AARC. In: www.alps-adriatic.net. Rector's Conference of the Universities of the Alpes Adriatic Region, abgerufen am 11. September 2019 (englisch).
  2. a b Geschichte der KUG. In: kug.ac.at. Abgerufen am 30. Oktober 2018.
  3. Wissensbilanz 2018. (PDF; 2,7 MB) In: kug.ac.at. April 2019, S. 40–41, abgerufen am 26. Juli 2019.
  4. Schubert-Wettbewerb an Kunstuni Graz. In: orf.at. 18. Februar 2018, abgerufen am 16. November 2018.
  5. Bildung: Georg Schulz ab 2020 neuer Kunstuni-Rektor. In: ORF.at. 18. September 2019, abgerufen am 18. September 2019.
  6. Kleine Zeitung: Kunstuni Graz: Georg Schulz kehrt als Rektor zurück. Artikel vom 29. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018.
  7. Universitätsrat der KUG bestellt Interimsrektorat. In: kug.ac.at. 26. September 2018, abgerufen am 30. Oktober 2018.
  8. Kunstuni: Sheila Jordan wird Ehrenmitglied. In: steiermark.orf.at. 13. Januar 2016, abgerufen am 20. September 2019.
  9. Erstes Ehrendoktorat der Kunstuni Graz geht an Phil Collins. In: tt.com. 10. Mai 2019, abgerufen am 21. September 2019.

Koordinaten: 47° 4′ 21″ N, 15° 27′ 1″ O