Ku’damm 63

Fernseh-Dreiteiler

Ku’damm 63 ist ein dreiteiliger deutscher Fernsehfilm, der als Fortsetzung von Ku’damm 56 und Ku’damm 59 produziert wurde.[1] Er wurde am 20. März 2021 in der ZDFmediathek erstveröffentlicht und ab dem 21. März im ZDF gesendet.

Film
OriginaltitelKu’damm 63
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2021
Länge 3 Filme je 90 Minuten
Stab
Regie Sabine Bernardi
Drehbuch Marc Terjung
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Ku’damm 59

HandlungBearbeiten

Teil 1Bearbeiten

Berlin, Weihnachten 1962: Die Familien feiern gemeinsam Heiligabend. Es ist eher hektisch und die Stimmung ist wenig besinnlich. Dann verbrennt der Braten im Ofen, der geschmückte Weihnachtsbaum fällt wegen eines geöffneten Fensters um. Auf dem Weg zur Currywurstbude wird Caterina Schöllack von einem Bus angefahren und schwer verletzt.

Teil 2Bearbeiten

Am Tag des Besuchs von John F. Kennedy in West-Berlin fängt Joachim Monika ab und überredet sie zu einem Kurztrip an die Ostsee. An der Küste lieben sich die beiden im Auto. Am nächsten Morgen sagt er Monika, dass er noch etwas bleiben möchte. Monika fährt alleine los und am Ende von Teil 2 begeht Joachim Suizid in der Ostsee.

Teil 3Bearbeiten

Während weder Monikas Mutter, die sich wieder ganz der Tanzschule widmet, noch ihre Schwestern und nicht einmal ihr Vater Fritz Assmann einen Zugang zu ihr finden, ist es schließlich der kurzfristig aus London zurückgekehrte Freddy, der ihr wieder Halt gibt, indem er sich um Dorli kümmert. Nachdem Monika als Joachims Alleinerbin an einer Sitzung in den Franck-Werken teilnimmt und sich in ihrer Verzweiflung ausgerechnet von Vorstandsmitglied Junkers erstmals richtig verstanden fühlt, da sich sein Bruder ebenfalls wegen Depression das Leben genommen hatte, schafft sie es sogar, die Kraft zum Komponieren eines neuen Stückes zu finden. Mit diesem begeistert sie das Publikum und sendet gleichzeitig eine große Liebeserklärung an den verstorbenen Joachim, von dem sie erneut schwanger ist. Dennoch gewinnt den Vorentscheid weder Monika noch Hannelore Lay.

Als Helga sich weigert, ihre Affäre mit Tanzlehrer Amando zu beenden, kündigt Caterina dem Tanzlehrer und findet ihn mit Geld ab. Er verlässt fluchtartig die Stadt, Helga findet keine Spur mehr von ihm. Helga erklärt Wolfgang daraufhin, dass sie es war, die der Stasi von Hans Liebknecht berichtete. Wolfgang ist erschüttert, obwohl er das Handeln seiner Frau versteht. Er macht sich in Ost-Berlin auf die Suche nach Hans, der in einem Chemiewerk arbeitet, und gesteht ihm seine Liebe. Da Hans sein Land nicht verlassen will, um weiter gegen die Stasi zu kämpfen, verabschiedet sich Wolfgang von Helga und folgt ihm in die DDR.

Bei einem Familienessen lässt Helga eine gewaltige Schimpftirade gegenüber ihrer Mutter ab, durch die sie sich gleichzeitig zum ersten Mal von dem Druck ihrer Mutter befreit fühlt.

Bei einem Streit stößt Eva Faßbender, der die Treppe hinunterfällt und durch einen Genickbruch stirbt. Eva wird festgenommen und vor Gericht gestellt. Bei der Gerichtsverhandlung interveniert Caterina zwar, indem sie alle Schuld auf sich nimmt und das Tonband als Beweismittel ins Spiel bringt. Dennoch wird Eva zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Monika überträgt mit Junkers Unterstützung ihre Anteile an den Franck-Werken auf einen Fonds für psychische Erkrankungen und begibt sich mit Dorli wieder in Freddys Nähe zurück in seinen Club, welchen sie ihm inzwischen abgekauft hat. Während Helga wieder die Tanzschule übernimmt, fahren Caterina und Fritz zur Erholung nach Italien – auch damit Caterina lernt, ihre Töchter endlich loszulassen.

ProduktionBearbeiten

Die Dreharbeiten begannen am 10. Februar 2020, wurden im März pandemiebedingt unterbrochen und ab September bis zum 8. Oktober 2020 fortgesetzt.[2]

RezeptionBearbeiten

KritikenBearbeiten

„Das Team hinter der »Ku’damm«-Trilogie hat schon früh eine Art Extrahierung von Zeitgeschichte im Stile der Serien betrieben, die auf US-Streamingdiensten wie Netflix laufen […]. Es wird detailsatt die damalige Zeit nachgestellt – aber aus einem heutigen Bewusstsein. So wird in »Ku’damm« das historische Setting genutzt für Themen wie Patchwork-Familien, weibliche Selbstermächtigung oder schwule Selbstfindung.“

EinschaltquotenBearbeiten

Der Film erreichte an allen drei Ausstrahlungstagen gute Quoten für das ZDF.

Datum Zuschauer
(gesamt)
Marktanteil Zuschauer
(14- bis 49-Jährige)
Marktanteil
(14- bis 49-Jährige)
21. März 2021[4] 5,24 Millionen 14,7 % 0,77 Millionen 7,6 %
22. März 2021[5] 5,43 Millionen 16,5 % 0,81 Millionen 9,0 %
24. März 2021[6] 4,79 Millionen 15,1 % 0,57 Millionen 6,6 %

WeblinksBearbeiten

   Ku’damm 63 (1/3) in der ZDF-Mediathek. Video (89 Min.), abrufbar bis 19. März 2022

   Ku’damm 63 (2/3) in der ZDF-Mediathek. Video (91 Min.), abrufbar bis 19. März 2022

   Ku’damm 63 (3/3) in der ZDF-Mediathek. Video (94 Min.), abrufbar bis 19. März 2022

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pressemeldung ZDF: Ku’damm 63
  2. Ku’damm 63 bei crew united, abgerufen am 10. Februar 2021.
  3. Christian Buß: Neue »Ku'damm«-Staffel im ZDF. Rock'n'Roll im Stützkorsett. In: Kultur. Der Spiegel, 20. März 2021, abgerufen am 22. März 2021.
  4. Laura Friedrich: Primetime-Check: Sonntag, 21. März 2021. Quotenmeter.de, 22. März 2021, abgerufen am 15. Mai 2018.
  5. Veit-Luca Roth: Primetime-Check: Montag, 22. März 2021. Quotenmeter.de, 23. März 2021, abgerufen am 15. Mai 2018.
  6. Laura Friedrich: Primetime-Check: Mittoch, 24. März 2021. Quotenmeter.de, 25. März 2021, abgerufen am 15. Mai 2018.