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Klaus-Dieter Scheurle

deutscher politischer Beamter, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium
Klaus-Dieter Scheurle (2019)

Klaus-Dieter Scheurle (* 31. Oktober 1954 in Bad Cannstatt) ist ein deutscher Jurist, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Deutschen Flugsicherung und Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.[1]

LebenBearbeiten

Klaus-Dieter Scheurle studierte Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1983 legte er sein zweites juristisches Staatsexamen in Bayern mit Prädikat ab. Er trat anschließend in den Staatsdienst im Bundesministerium der Justiz ein. Ab 1985 war er im Bayerischen Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten tätig. Von 1989 bis 1993 engagierte er sich in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Büroleiter des Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, bis Ende 1994 war er Büroleiter des letzten Postministers Wolfgang Bötsch (CSU). 1995 wurde er Leiter der Grundsatzabteilung im Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT), von 1997 an Leiter der Abteilung Regulierung. Am 1. Januar 1998 wurde er Gründungspräsident der aus dem BMPT und dem Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) neu gegründeten Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) (ab 2005 "Bundesnetzagentur"); Hauptaufgabe war die Regulierung des Telekommunikationsmarktes in Deutschland, in deren Umsetzung er sich für eine Versteigerung der UMTS-Lizenzen entschied. Diese erzielte als Ergebnis 98 Milliarden DM.[2][3]

Bis 2008 war er für die Schweizer Investmentbank Credit Suisse tätig. Seit 2005 ist er Honorarprofessor an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität in München.[4]

Am 5. November 2009 wurde Klaus-Dieter Scheurle von Peter Ramsauer zum beamteten Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) berufen. In dieser Eigenschaft war Scheurle Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn AG. Diese Position hatte er bis zum 21. Oktober 2012 inne; zu seinem Nachfolger wurde am 22. Oktober 2012 Staatssekretär Michael Odenwald ernannt.

Zum 1. Januar 2013 wechselte Scheurle als Vorsitzender der Geschäftsführung zur Deutschen Flugsicherung (DFS), deren Aufsichtsratsvorsitz er zuvor als Staatssekretär innehatte.[5]

Scheurle ist Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung. Seit 1975 ist er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Markomannia Würzburg im CV.

SchriftenBearbeiten

  • Klaus-Dieter Scheurle und Thomas Mayen: Telekommunikationsgesetz (TKG), Verlag C. H. Beck, ISBN 3-406-52691-8
  • Herrmann-Josef Piepenbrock, Klaus-Dieter Scheurle, Gernot Lehr, Thomas Mayen: Telekommunikationsgesetz, C.H. Beck 1997, ISBN 3406418007
  • Alexander Schaub, Klaus-Dieter Scheurle, Otto Schlecht, Dieter Wolf, Berthold Sillich: Wettbewerb in vernetzten Märkten, Sinus 2001, ISBN 3882894172

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorstandschaft des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. In: Website des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V., abgerufen am 8. Juni 2019 (deutsch).
  2. „Klaus-Dieter Scheurle – Der 99-Milliarden-Mann hinterlässt viele Fragen“ (Memento vom 17. März 2012 im Internet Archive), Manager-Magazin, 24. November 2000
  3. „Klaus-Dieter Scheurle – Kämpfer für den freien Markt“, Der Spiegel, 20. Dezember 2000
  4. Profil Scheurle bei der LMU (Memento vom 23. April 2008 im Internet Archive)
  5. „Prof. Klaus-Dieter Scheurle neuer Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung“ (Memento des Originals vom 15. November 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dfs.de, Pressemeldung DFS, 9. Oktober 2012