KazMunayGas

Unternehmen
KazMunayGas

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN KZ1C49280015
Gründung 27. Februar 2002
Sitz Nur-Sultan, Kasachstan
Leitung
Mitarbeiterzahl 83.116 (2018)[1]
Umsatz 6,99 Bio. Tenge (2018)[1]
Branche Mineralölunternehmen
Website www.kmg.kz
Stand: 31. Dezember 2018

KazMunayGas (KMG) (russisch КазМунайГаз; kasachisch ҚазМұнайГаз, deutsche Transkription QasMunaiGas) ist ein Unternehmen aus Kasachstan mit Sitz in Nur-Sultan. Es ist an der Kasachischen Börse gelistet. 100 Prozent der Aktienanteile sind im Besitz des kasachischen Staatsunternehmens Samruk-Kazyna. Nach Unternehmensangaben sind rund 83.000 Mitarbeiter bei KMG beschäftigt. Der Umsatz des Mineralölunternehmens betrug im Geschäftsjahr 2018 rund sieben Billionen Tenge.

GeschichteBearbeiten

 
Neuer Hauptsitz von KMG in der kasachischen Hauptstadt Nursultan

Das Unternehmen wurde am 20. Februar 2002 auf Beschluss des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew gegründet. Es entstand durch die Fusion der beiden Staatsunternehmen National oil and gas company Kazakhoil und NC Transport of Oil and Gas. Zunächst förderte das staatseigene Unternehmen nach Vereinbarungen mit dem Nachbarstaat Russland im Norden des Kaspischen Meeres. Nach weiteren Vereinbarungen mit Russland und der Volksrepublik China wurde der Bau von Pipelines vorangetrieben.

Im August 2007 erwarb das Unternehmen 75 Prozent der Anteile am rumänischen Erdölliefernaten Rompetrol für rund 3,6 Milliarden Dollar.[2]

Ende 2009 erwarb das Unternehmen zusammen mit der China National Petroleum Corporation 100 Prozent der Anteile am kasachischen Mineralölunternehmen Mangghystaumunaigas.[3]

Bei Demonstrationen von Arbeitern des Ölfelds in Schangaösen für bessere Arbeitsbedingungen kam es am 16. Dezember 2011 zum Schangaösen-Massaker, bei dem mindestens 14 Menschen getötet wurden.

UnternehmensstrukturBearbeiten

TochterunternehmenBearbeiten

Zum Konzern KazMunayGas gehören in der Mineralölbranche die Unternehmen KazTransOil, KazTransGas und KazRosGas. Das Tochterunternehmen KazMunayGas Exploration Production ist das größte börsennotierte Unternehmen Kasachstans; es ist im KASE Index gelistet.

Das Schifffahrtsunternehmen Kazmortransflot gehört ebenfalls zu KMG. KazMunayTengiz ist das Unternehmen, das am Kaspischen Meer und am Aralsee aktiv ist. Das Telekommunikationsunternehmen KazTransCom ist auch im Besitz von KazMunayGas. Die Produkte des Konzerns werden durch den Tankstellenbetreiber KazMunayGas Önimderi vertrieben.

AnteilseignerBearbeiten

Anteilseigner von KazMunayGas:[4]

Anteil [%] Anteilseigner
90,42 Sovereign Wealth Fund Samruk-Kazyna
9,58 Kasachische Nationalbank

UnternehmensführungBearbeiten

Vorstandsvorsitzende von KazMunayGas seit 2002:

Name Zeitraum
Lässat Qiynow 2002–2003
Usaqbai Qarabalin 2003–2008
Serik Bürkitbajew 2008
Qajyrgeldi Qabyldin 2008–2011
Bolat Aqscholaqow 2011
Lässat Qiynow 2011–2013
Sauat Myngbajew 2013–2018
Alik Aidarbajew seit 2018

ProjekteBearbeiten

Das größte Projekt des Unternehmens ist das erst im Jahr 2000 entdeckte Ölfeld Kaschagan nahe Atyrau. Mit der Förderung von Öl soll zwischen 2012 und 2014 begonnen werden. An diesem Projekt sind neben KazMunayGas (Anteil: 16,81 %) auch internationale Konzerne beteiligt. Zu ihnen gehören Eni (Anteil: 16,81 %), Royal Dutch Shell (Anteil: 16,81 %), Total (Anteil: 16,81 %), ConocoPhillips (Anteil: 8,4 %) und INPEX (Anteil: 7,56 %).[5]

Weitere große Projekte sind die Ölfelder Tengiz und Karatschaganak. Daneben unterhält KazMunayGas mehrere kleinere Öl- und Gasfelder am Kaspischen Meer und am kasachischen Festland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b KazMunayGas: Annual Report 2018, abgerufen am 20. Juli 2019 (PDF, englisch).
  2. Reuters: RLPC-KazMunaiGas signs $3.1 bln loan for Rompetrol buy
  3. Website von KMG: CNPC and KazMunayGas acquire 100 % of MangistauMunaiGas shares through open trade on Kazakhstan Stock Exchange
  4. Kazakhstan Stock Exchange: National company „KazMunayGaz“ JSC (KMGZ), abgerufen am 25. August 2018 (englisch).
  5. Forbes: Eni to share Kashagan operator status with other consortium members UPDATE