Hauptmenü öffnen

Kathryn C. Thornton

US-amerikanische Astronautin, Hochschullehrerin in Virginia
(Weitergeleitet von Kathryn Ryan Cordell Thornton)
Kathryn Thornton
Kathryn Thornton
Land: USA
Organisation: NASA
ausgewählt am 23. Mai 1984
(10. NASA-Gruppe)
Anzahl: 4 Raumflüge
Start des
ersten Raumflugs:
23. November 1989
Landung des
letzten Raumflugs:
5. November 1995
Zeit in Weltraum: 40 d, 15 h, 14 min
EVA-Einsätze: 3
EVA-Gesamtdauer: 21h 11min
ausgeschieden am 1. August 1996
Raumflüge

Kathryn Ryan Cordell Thornton (* 17. August 1952 in Montgomery, Bundesstaat Alabama) ist eine ehemalige US-amerikanische Astronautin.

Inhaltsverzeichnis

AusbildungBearbeiten

Thornton erhielt 1974 einen Bachelor in Physik von der Auburn University und 1977 einen Master in Physik von der University of Virginia. 1979 erhielt sie einen Doktortitel in Physik von der University of Virginia.

1979 erhielt Thornton ein Stipendium der NATO, um ihre Forschungen am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg fortzusetzen. 1980 kehrte sie in die USA zurück und wurde Physikerin am U.S. Army Foreign Science and Technology Center.

AstronautentätigkeitBearbeiten

Im Mai 1984 wurde Thornton von der NASA als Astronautenanwärterin ausgewählt.

STS-33Bearbeiten

Am 22. November 1989 startete Thornton als Missionsspezialistin mit der Raumfähre Discovery zum ersten Mal ins All. Während des Fluges wurde ein Satellit des Verteidigungsministeriums ausgesetzt. Nach 79 Orbits kehrte die Discovery am 27. November zur Edwards Air Force Base zurück.

STS-49Bearbeiten

 
Thornton und Akers bei einer EVA

Am 7. Mai 1992 flog Thorton als Missionsspezialistin auf dem Jungfernflug der Raumfähre Endeavour zum zweiten Mal ins All. Ziel dieser Mission war es, den zwei Jahre zuvor gestarteten Kommunikationssatelliten Intelsat VI-F3 für eine Reparatur zu bergen. Erst mit dem dritten Außenbordeinsatz (EVA) konnte der Satellit schließlich von Hand eingefangen werden. Daraufhin erhielt Intelsat einen neuen Apogäumsmotor, damit er eine vorgesehene geostationäre Umlaufbahn erreichen konnte. Bei einer weiteren EVA wurden Strukturen und Werkzeuge getestet.

STS-61Bearbeiten

 
Thornton (oben) installiert das COSTAR-Modul bei einer EVA

Thornton flog am 2. Dezember 1993 als Missionsspezialistin mit der Raumfähre Endeavour zum dritten Mal ins All. Es war die erste Reparaturmission des Hubble-Weltraumteleskops (HST). Der Hauptspiegel des dreieinhalb Jahre zuvor gestarteten Observatoriums war fehlerhaft, was zu unscharfen Bildern führte. Thornton nahm an zwei der fünf Außenbordarbeiten (EVAs) teil, die erforderlich waren, um das Korrekturinstrument COSTAR und die WF/PC-II-Kamera zu installieren. Ferner wurden die Solarpaneele zur Stromversorgung des HST ersetzt.

STS-73Bearbeiten

Am 20. Oktober 1995 startete Thornton als Missionsspezialistin mit der Raumfähre Columbia ins All. Auf dieser 16-tägigen Spacelab-Mission unter der Bezeichnung „United States Microgravity Laboratory (USML) 2“ wurden 16 Hauptexperimente in den Forschungsdisziplinen Material-, Verbrennungswissenschaften, Flüssigkeitsphysik und Biotechnologie durchgeführt.

Nach der NASABearbeiten

Am 1. August 1996 verließ Thornton die NASA und wurde Professorin für Physik an der University of Virginia. Sie ist auch Direktorin des dortigen Center for Science, Mathematics and Engineering Education.

PrivatesBearbeiten

Kathryn Thornton ist verheiratet und hat fünf Kinder, davon zwei Stiefsöhne.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kathryn C. Thornton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien