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Kaew Pongprayoon (thailändisch แก้ว พงษ์ประยูร, RTGS Kaeo Phongprayun; * 28. März 1980 in der Provinz Kamphaeng Phet) ist ein thailändischer Amateurboxer. Er ist Asienmeister 2009 und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 in London im Halbfliegengewicht.

KarriereBearbeiten

Kaew machte erstmals bei den Südostasienmeisterschaften 2001 in Kuala Lumpur auf sich aufmerksam, bei welchen er die Silbermedaille im Papiergewicht (bis 45 kg) errang. 2003 gewann er bei denselben Meisterschaften in Hanoi die Goldmedaille, 2005 in Bacolod die Bronzemedaille und 2007 in Korat die Goldmedaille jeweils im Papiergewicht. Nachdem Kaew 2009 den King's Cup in Bangkok gewonnen hatte, wurde er für die Asienmeisterschaften in Zhuhai nominiert. Bei dieser holte er nach Siegen gegen Li Jiazhao, China (5:4), Ri Chung Il, Nordkorea (4:1) und Nanao Singh, Indien (9:8) die Goldmedaille im Halbfliegengewicht. Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr in Mailand ging er somit als amtierender Asienmeister an den Start, musste sich aber nach Siegen gegen Adlet Kapezov, Kasachstan (14:4) und Nanao Singh, Indien (16:4) im Achtelfinale dem Spanier Kelvin de la Nieve geschlagen geben (3:9). Am Ende des Jahres gewann er in Vientiane abschließend noch die Südostasienmeisterschaften im Halbfliegengewicht.

2010 gewann Kaew den King's Cup im Bangkok und belegte den zweiten Platz beim Popenchenko Memorial in Moskau und 2011 wurde er Zweiter beim Konstantin Korotkow Memorial in Khabarovsk. Mit diesem Erfolgen im Rücken nahm er im selben Jahr in Baku an den Weltmeisterschaften teil und kam bei diesen nach Siegen gegen Hamza Touba, Deutschland (14:8) und Salman Alisade, Aserbaidschan (23:8) ins Viertelfinale. In diesem verlor er zwar gegen den Olympiasieger von 2008 und Weltmeister von 2005 und 2007 (nach dieser Meisterschaft auch von 2011) Zhou Shiming, China (8:14), konnte sich aber für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren. 2011 gewann er auch nochmals die Südostasienmeisterschaften, diesmal in Palembang. Bei den olympischen Testwettkämpfen in London im selben Jahr wurde er Dritter nach einer Halbfinalniederlage gegen Birschan Schaqypow, Kasachstan (8:15).

Bei den Olympischen Spielen 2012 erreichte Kaew nach Siegen über Mohamed Flissi, Algerien (19:11), Carlos Quipo, Ecuador (16:10), Alexandar Alexandrow, Bulgarien (16:10), und im Halbfinale knapp über David Hajrapetjan, Russland (13:12), das Finale, welches er jedoch gegen den Titelverteidiger Zhou Shiming, China (13:10), verlor und damit die Silbermedaille gewann.

SonstigesBearbeiten

Kaew Pongprayoon ist 1,60 m groß.[1] Er gehört dem thailändischen Heer an. In Anerkennung seines Olympia-Erfolgs wurde er vom Feldwebel zum Leutnant befördert. Nach den Olympischen Spielen in London erklärte er das Ende seiner Boxkarriere und kündigte an, jüngere Boxer zu trainieren.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kaeo Pongprayoon – BBC Sport: Olympics, 13. August 2012.
  2. Terry Frederickson: Kaew gets promotion; retires from boxing. In: Bangkok Post, 16. August 2012.

WeblinksBearbeiten

Anmerkung zu thailändischen Namen: Dieser Artikel spricht Personen mit ihrem Vornamen an.