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Josef „Jüppken“ Elting (* 29. Dezember 1944 in Bocholt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorwart. Der Torhüter absolvierte in den Jahren von 1965 bis 1974 für den FC Schalke 04 und den 1. FC Kaiserslautern insgesamt 151 Spiele[1] in der Fußball-Bundesliga. Mit dem 1. FC Kaiserslautern stand er am 1. Juli 1972 im DFB-Pokalfinale gegen seinen alten Verein FC Schalke 04 (0:5).

Josef Elting
Ajax tegen Schalke 04 (vriendschappelijke wedstrijd) Danielson (links) in aktie, Bestanddeelnr 922-2247.jpg
Torhüter Josef Elting (unten)
beim Spiel gegen Ajax Amsterdam, März 1969
Personalia
Geburtstag 29. Dezember 1944
Geburtsort BocholtDeutschland
Größe 180 cm
Position Torwart
Junioren
Jahre Station
1. FC Bocholt
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1962–1964 1. FC Bocholt 44 0(0)
1964–1970 FC Schalke 04 64 0(0)
1970–1974 1. FC Kaiserslautern 87 0(0)
1974–1975 Real Murcia 21 0(0)
1976–1977 Wuppertaler SV 16 0(0)
1979–1980 1. FC Bocholt
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Inhaltsverzeichnis

LaufbahnBearbeiten

„Jüppken“ Elting kam 1964 als 19-Jähriger vom Landesligisten 1. FC Bocholt zu den Schalker Knappen und spielte die Saison 1964/65 in der Amateurmannschaft von Schalke. Zur Runde 1965/66 wurde er in den Lizenzspielerkader aufgenommen und verdrängte im Rundenverlauf den routinierten Horst Mühlmann aus dem Tor. Am ersten Rundenspieltag begann Trainer Fritz Langner mit Mühlmann bei einer 0:1-Auswärtsniederlage beim VfB Stuttgart im Tor, am zweiten Spieltag debütierte der junge Elting am 21. August 1965 bei einem 0:0-Remis gegen den Karlsruher SC in der Bundesliga und am dritten Spieltag stand Routinier Josef Broden im Schalker-Tor. Ab dem achten Spieltag, den 16. Oktober 1965, Schalke gewann das Heimspiel gegen den Hamburger SV mit 2:1, war Elting dann die Nummer 1. Vor Rundenbeginn hatte Schalke den Verlust von mehreren Leistungsträgern zu verkraften - Willi Schulz, Egon Horst, Reinhard Libuda, Hans Nowak, Waldemar Gerhardt, Willi Koslowski - und hatte im Gegenzug den Kader überwiegend mit Amateuren, Jugendspielern und Regionalligakräften wie Klaus Fichtel, Heinz-Dieter Lömm, Heinz Pliska, Dieter Bedürftig, Gerhard Neuser, Klaus Senger, Siegfried Werner, Werner Weikamp und dem ehemaligen Herner Oberligaspieler Alfred Pyka aufgefüllt. Dass mit 27:41-Punkten der Klassenerhalt gelang war eine große Leistung und der junge Torhüter Elting hatte daran seinen Anteil.

Zwei Jahre später sollte Elting etwas Ähnliches widerfahren, als mit Norbert Nigbur ein jüngerer Schlussmann kam und ihm den Stammplatz streitig machte. 1970 wechselte er daraufhin zum 1. FC Kaiserslautern und wurde auf dem Betzenberg Nachfolger von Wolfgang Schnarr. Er stand u. a. am 20. Oktober 1973 beim legendären 7:4 seiner Lauterer gegen den FC Bayern München im Tor.

In der Saison 1976/77 absolvierte er nach seiner Rückkehr aus Spanien noch 16 Partien für den Wuppertaler SV in der 2. Bundesliga.

Seine Karriere beendete Josef Elting 1980 bei seinem Heimatverein 1. FC Bocholt mit der Meisterschaft in der Oberliga Nordrhein.

Sein Cousin Friedel Elting war ebenfalls Fußballspieler und -trainer.

LiteraturBearbeiten

  • FC Schalke 04 (Hrsg.): Königsblau. Die Geschichte des FC Schalke 04. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2015. ISBN 978-3-7307-0204-8.
  • Dominic Bold: 1. FC Kaiserslautern. Die Chronik. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2013. ISBN 978-3-7307-0046-4.
  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963–1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 121.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball. Das Lexikon. F.A. Herbig. München 2008. ISBN 978-3-7766-2558-5. S. 177

WeblinksBearbeiten