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Johann Speth

deutscher Organist und Komponist
(Weitergeleitet von Johannes Speth)
Titelblatt von Speths Ars Magna Consoni et Dissoni. (Augsburg, 1693)

Johann Speth (* 9. November 1664 in Speinshart, Oberpfalz; † nach 1719) war ein deutscher Organist.

LebenBearbeiten

Johann Speth erhielt wohl Orgelunterricht bei seinem Vater bzw. wurde in der Musik- und Sängerknabenschule des Prämonstratenser-Klosters seines Heimatortes ausgebildet. 1692 bewarb er sich um den Posten als Domorganist in Augsburg. Dafür legte er die Sammlung „Ars Magna Consoni et Dissoni. Das ist: Organisch-Instrumentaler Kunst-Zier- und Lust-Garten“ vor, die 10 Toccaten, 8 Magnificats und 3 Partiten (Variationsreihen) enthält. Speth erhielt die Anstellung, wobei er auch Aufgaben in der Kanzlei des Domkapitels zu erfüllen hatte. Die Stücke wurden „bey Lorenz Kroninger und Gottl. Göbels seel. Erben“ verlegt und bei Lotter gedruckt. Der Titel spielt möglicherweise auf das 1650 erschienene musikwissenschaftliche Werk von Athanasius Kircher an. Speths Orgelwerke kann man durchaus in eine Reihe mit den Besten dieser Zeit in Süddeutschland stellen. Sie zeigen deutlich Einfluss des damals in Augsburg populären italienischen Stils (venezianische Schule, Frescobaldi).

LiteraturBearbeiten

  • T. Fedtge (Hrsg.): Johann Speth. Ars Magna Consoni et Dissoni. Bärenreiter, Kassel 1973, DNB 997151633.
  • V. Lukas: Reclams Orgelmusikführer. 5., rev. u. erw. Auflage. Reclam, Stuttgart 1986, ISBN 3-15-008880-1.

WeblinksBearbeiten