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Jevany (deutsch Jewan) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt elf Kilometer östlich von Říčany und gehört zum Okres Praha-východ.

Jevany
Wappen von ????
Jevany (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Praha-východ
Fläche: 1292 ha
Geographische Lage: 49° 59′ N, 14° 49′ OKoordinaten: 49° 58′ 31″ N, 14° 49′ 17″ O
Höhe: 380 m n.m.
Einwohner: 788 (1. Jan. 2019)[1]
Postleitzahl: 281 66
Kfz-Kennzeichen: S
Verkehr
Straße: Stříbrná SkaliceVyžlovka
Nächster int. Flughafen: Flughafen Prag
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslav Švejda (Stand: 2006)
Adresse: Černokostelecká 49
281 66 Jevany
Gemeindenummer: 533378
Website: www.obecjevany.cz
Lage von Jevany im Bezirk Praha-východ
Karte

GeographieBearbeiten

Jevany befindet sich im Mittelböhmischen Bergland inmitten eines Rotbuchenwaldes. Durch den Ort fließt der Bach Jevanský potok, der in einer Kaskade von Teichen gestaut wird und in Stříbrná Skalice in den Fluss Sasau mündet. Unmittelbar am Dorf liegt der Teich Jevanský rybník.

Nachbarorte sind Kozojedy im Norden, Kostelec nad Černými Lesy im Nordosten, Prusice und Nučice im Osten, Konojedy im Südosten, Černé Voděrady im Süden, Struhařov im Südwesten, Svojetice im Westen sowie Louňovice und Vyžlovka im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

 
Dorf Jevany
 
Gottland – Karel-Gott-Museum in Jevany

Das Dorf wurde das erste Mal im Jahre 1415 erwähnt.

In den 1920er Jahren entwickelte sich Jevany zu einer beliebten Wochenendsiedlung der Prager Oberschicht. Dieser Ruf wurde durch den Architekten Josef Fanta und die Schriftstellerin Gabriela Preissová begründet, die sich als erste hier niederließen.

GemeindegliederungBearbeiten

Für die Gemeinde Jevany sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Jevany gehören die Fluren der erloschenen Dörfer Aldašín (Waldaschin) und Bohumil.

PersönlichkeitenBearbeiten

In Jevany wohnten eine Reihe prominenter tschechischer Künstler, etwa Karel Svoboda bis zu seinem Tod und Karel Gott von 1969 bis 2005.

Auf dem Waldfriedhof von Aldašín befinden sich die Grabstätten des Regisseurs Jan Špáta (1932–2006) und von Karel Svoboda.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Das Museum Gottland über Leben und Werk von Karel Gott in der von ihm zuvor bewohnten Villa nordwestlich von Jevany bestand von 2006 bis 2009.[2]
  • Kirche St. Georg des erloschenen Dorfes Aldašín, erbaut 1352
  • Totenkammer in Aldašín, spätbarocker Bau von 1770

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jevany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  2. Eine Meldung des ORF vom 1. März 2009: news.orf.at