JetSmart

Chilenische Billigfluggesellschaft

JetSmart ist eine chilenische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Santiago. Gegründet wurde sie von der US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Indigo Partners, die auch die US-amerikanische Frontier Airlines, die mexikanische Volaris und die ungarische Airline Wizz Air kontrolliert. Die Hauptbasis von JetSmart ist der Flughafen Santiago de Chile. Die Fluglinie startete den kommerziellen Betrieb am 25. Juli 2017 mit der Verbindung Santiago – Calama.[1]

JetSmart
JetSmart Logo
Pinguino CC-AWG 17R.jpg
IATA-Code: JA
ICAO-Code: JAT
Rufzeichen: ROCKSMART
Gründung: 2017
Sitz: Santiago de Chile
Heimatflughafen: Flughafen Santiago de Chile
Flottenstärke: 17 (+ 75 Bestellungen)
Ziele: 32
Website: jetsmart.com

GeschichteBearbeiten

JetSmart beantragte ihr Air Operator Certificate (AOC) am 26. Januar 2017; es wurde im Juni 2017 erteilt.[2] Sie nahm den Betrieb mit drei Airbus A320ceo mit Flügen innerhalb Chiles auf. Es ist geplant, den Betrieb auf den südamerikanischen Markt zu erweitern. In der Zukunft will JetSmart den neuen A320neo einsetzen.[3]

Am 4. Dezember 2019 wurde Norwegian Air Argentina von der Muttergesellschaft Norwegian Air Shuttle für einen nicht genannten Betrag an JetSmart verkauft, die mit sofortiger Wirkung den Betrieb der Fluggesellschaft übernimmt. Für die Monate nach dem Verkauf hatte JetSmart geplant, die Marke Norwegian auslaufen zu lassen und die Fluggesellschaft in die eigene argentinische Fluggesellschaft JetSmart Argentina zu integrieren. Die drei Boeing 737-Flugzeuge von Norwegian Air Argentina, die sich im Besitz von Norwegian Air Shuttle befinden, jedoch in Argentinien registriert waren, gehörten nicht zu den Vermögenswerten des Unternehmens, die an JetSmart verkauft wurden. Es ist geplant, dass sie wieder in den europäischen Betrieb von Norwegian Air Argentina zurückkehren, während JetSmart an ihrer Stelle Flugzeuge der Airbus A320-Familie einsetzen wird.[4][5]

FlugzieleBearbeiten

JetSmart plant, die Flotte 2018 auf bis zu 10 Flugzeuge auszubauen. Hauptkonkurrenten sind LATAM Airlines, Sky Airline und Latin American Wings.[6]

JetSmart startete 2017 mit Verbindungen nach Antofagasta (Flughafen Antofagasta), Calama (Flughafen Calama), Copiapó (Desierto de Atacama Airport), Concepción (Flughafen Concepción), La Serena (Flughafen La Florida), Puerto Montt (El Tepual International Airport), Santiago (Flughafen Santiago de Chile, Hub), Temuco (La Araucanía International Airport), Punta Arenas (Carlos Ibáñez del Campo International Airport|), Iquique (Diego Aracena International Airport), alle in Chile gelegen, und Lima (Jorge Chávez International Airport) in Peru.

Stand 2020 verkehrt die Fluggesellschaft zu insgesamt 32 Flughäfen in Chile, Argentinien, Peru, Brasilien und Kolumbien.

FlotteBearbeiten

 
Ein JetSmart Airbus A320 am Flughafen Santiago de Chile

Mit Stand Juni 2022 besteht die Flotte der JetSmart aus 17 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 3,6 Jahren:

JetSmart Flotte
Flugzeugtyp Anzahl[7] Bestellt[8] Anmerkungen Sitzplätze Durchschnittsalter[7]
Airbus A320-200 11 vier betrieben unter der Marke JetSmart Argentina, mit Winglets ausgestattet 186 4,2 Jahre
Airbus A320neo 06 49 186 2,4 Jahre
Airbus A321neo 14 Auslieferung beginnt 2020 - offen -
Airbus A321XLR 12 - offen -
Total 17 75 3,6 Jahre

BestellungenBearbeiten

Im November 2021 gab Airbus bekannt, das US-Unternehmen Indigo Partners habe 255 Flugzeuge des Typs Airbus A321 bestellt. Davon solle JetSmart 23 Maschinen erhalten. Der Beginn der Auslieferung sei für das Jahr 2025 geplant.[9]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: JetSmart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chile's JetSMART launches service. FlightGlobal. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
  2. DGAC otorga autorización a línea aérea JetSmart para iniciar operaciones en Chile. La Tercera. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
  3. Chile's new low-cost airline JetSmart plans to sell $1.50 tickets. Reuters. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
  4. Norwegian sells Argentinian unit to JetSmart. In: flightglobal.com. 4. Dezember 2019, abgerufen am 23. Dezember 2019 (englisch).
  5. Norwegian Air sells Argentinian subsidiary to JetSMART. In: reuters.com. 4. Dezember 2019, abgerufen am 23. Dezember 2019 (englisch).
  6. JetSMART’s debut in Chile offers a test case for LCC staying power in Latin America. CAPA Centre for Aviation. Abgerufen am 29. Dezember 2017.
  7. a b JetSMART Fleet Details and History. In: planespotters.net. 28. Juni 2022, abgerufen am 7. Juli 2022 (englisch).
  8. worldairlinenews.com
  9. Airbus erhält Milliardenauftrag auf www.spiegel.de, 14. November 2021