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József Szájer

ungarischer Politiker, MdEP
József Szájer

József Szájer (* 7. September 1961 in Sopron, Ungarn) ist ein ungarischer Politiker und seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments für die rechtskonservative Partei Fidesz, die zur Fraktion der Europäischen Volkspartei gehört.

József Szájer studierte bis 1986 an der Fakultät für Politikwissenschaften und Recht der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest und war anschließend als Lehrkraft an dieser Universität tätig. Er zählte 1988 zu den Gründungsmitgliedern der Fidesz-Partei, der er bis heute angehört. Von 1990 bis 1994 und von 2002 bis 2004 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender, von 1994 bis 2002 Fraktionsvorsitzender seiner Partei im ungarischen Parlament und von 1996 bis 2003 Vizepräsident der Partei. 2004 wurde er für Fidesz ins Europäische Parlament gewählt, wo er seitdem die Position des stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion der Europäischen Volkspartei innehat. Im Europaparlament hat er bislang in den Ausschüssen für Rechtsfragen (seit 2004), Binnenmarkt und Verbraucherschutz (2004 bis 2007) und Verfassungsfragen (seit 2007) mitgewirkt, außerdem in den Delegationen des Europaparlaments für die Beziehungen zu den USA (seit 2009) und den Mercosur-Staaten (seit 2004).

Szájer war 2011 als Vorsitzender des Verfassungsausschusses maßgeblich an der Ausarbeitung der neuen ungarischen Verfassung beteiligt.[1] Gleichzeitig war er Vorsitzender des Nationalen Konsultationsausschusses, der die ungarische Bevölkerung mittels Fragebögen zu einzelnen Aspekten der neuen Verfassung befragte.[2]

József Szájer ist verheiratet. Seine Ehefrau ist Tünde Handó, Präsidentin des Ungarischen Landesgerichtsamtes.[3] Das Ehepaar hat eine Tochter.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Szájer zu Ungarns neuer Verfassung: „Ein erhebendes Gefühl“. In: EurActiv, 19. April 2011. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  2. Gabriella Dobrin: Verfassunggebung in Ungarn 2010/2011: Fragebogen zur neuen ungarischen Verfassung. VSR Europa Blog der Fakultät für Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaften der Andrássy Universität Budapest, 8. März 2011. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  3. Klüngel-Vorwürfe: Neue oberste Richterin nährt Furcht um Ungarns Justiz. In: Die Zeit, 13. Dezember 2011. Abgerufen am 24. Januar 2012.

WeblinksBearbeiten