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Iso Baumer

Schweizer Religionswissenschaftler

Iso Baumer (* 4. April 1929 in St. Gallen) ist ein Schweizer Religionswissenschaftler und war Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg (Schweiz).

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Iso Josef Bernhard Baumer wuchs im Quartier St. Gallen-Heiligkreuz auf. Dort hatte der Bildhauer und Jugendführer Albert Oesch (1907–1936) die katholische Knabenjugendorganisation Tarzisiusbund gegründet, deren Mitglied Baumer ab 1937 wurde. Von 1944 bis 1948 verfasste Baumer als Jugendlicher eine umfassende Biographie von Oesch, welche jedoch nur einem beschränkten Kreis zugänglich wurde. Während dieser Zeit absolvierte Baumer das Literarische Gymnasium der Kantonsschule St. Gallen. Anschliessend studierte er Sprach- und Literaturwissenschaft in Bern, Freiburg, Paris (Sorbonne) sowie Rom und wurde 1956 zum Dr. phil. promoviert. Er heiratete 1959 Verena Müller, eine Tochter des Rechtshistorikers Emil Franz Josef Müller-Büchi. Baumer war Gymnasiallehrer in Bern und Lehrbeauftragter für Ostkirchenkunde einerseits an der Universität Freiburg (1988–1999)[1] als Nachfolger des Dogmatik-Professors und späteren Kardinals Christoph Schönborn[2][3] sowie andererseits an der theologischen Schule der Abtei Einsiedeln (2002–2008).[4][5] Von 1994 bis 2000 war er Generalsekretär der Catholica Unio Internationalis.[6]

Er ist Begründer des Fonds Baumer an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg.[7]

Baumer befasste sich früh mit Theologie und verfasste viele Publikationen zur westlichen und östlichen Kirchengeschichte (religiöse Volkskunde, Ostkirchenkunde). Er ist bekannt für sein Netzwerk, seine Kenntnis der christlichen Kirchen sowie seine ausgewogenen Analysen.[8][9]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten