Hauptmenü öffnen

Immenrode (Sondershausen)

Gemeindeteil von Sondershausen

Immenrode ist ein Ortsteil der Kreisstadt Sondershausen im Kyffhäuserkreis (Thüringen).

Immenrode
Kreisstadt Sondershausen
Koordinaten: 51° 22′ 2″ N, 10° 44′ 13″ O
Höhe: 401 m
Einwohner: 393 (Okt. 2018)
Eingemeindung: 12. Oktober 2006
Eingemeindet nach: Sondershausen
Postleitzahl: 99706
Vorwahl: 036330
Karte
Lage des Ortsteils Immenrode
in der Stadt Sondershausen
Die Dorfkirche von Immenrode
Die Dorfkirche von Immenrode

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Ort liegt auf der Südabdachung der Hainleite unmittelbar südlich dessen höchster Erhebung, der Wettenburg. Durch den Ort verläuft der Rittelsgraben, ein linksseitiger Nebenarm der Helbe.

Im Norden der Ortschaft liegt Straußberg, östlich Sondershausen, südlich Himmelsberg und westlich Großberndten.

GeschichteBearbeiten

Der Name könnte vom Namen des Rodungsherrn Immo abgeleitet sein oder das Wort Immen für Bienen könnte Pate gestanden haben. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1127.

Ab dem 16. Jahrhundert siedelten sich Bürger jüdischen Glaubens an, wovon eine kleine Synagoge, eine Schule und der Jüdische Friedhof Immenrode zeugen. Die Kirche wurde an Stelle eines 1872 bei einem Feuer zerstörten Vorgängerbaus aus dem Jahr 1778 errichtet. Bis 1918 gehörte der Ort mit Straußberg als Exklave zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Beim Novemberpogrom 1938 schändeten Dorfbewohner den jüdischen Friedhof. Während des Zweiten Weltkrieges mussten Kriegsgefangene aus Serbien sowie Frauen und Männer aus Polen und der Ukraine in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[1]

Das ursprünglich selbstständige Dorf wurde am 1. Januar 1996 Ortsteil der Großgemeinde Schernberg[2], die ihrerseits am 1. Dezember 2007 in die Stadt Sondershausen eingemeindet wurde.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 175, ISBN 3-88864-343-0
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996
  3. StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2007