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Hohenlauft ist ein Ortsteil der Stadt Roßwein im Landkreis Mittelsachsen im Freistaat Sachsen. Mit anderen Ortsteilen bildet es die Ortschaft Niederstriegis.[1]

Hohenlauft
Stadt Roßwein
Koordinaten: 51° 4′ 13″ N, 13° 9′ 0″ O
Fläche: 2,06 km²
Eingemeindung: 1874
Eingemeindet nach: Etzdorf
Postleitzahl: 04741
Vorwahl: 034322
Hohenlauft (Sachsen)
Hohenlauft

Lage von Hohenlauft in Sachsen

Die Dorfstraße von Hohenlauft
Die Dorfstraße von Hohenlauft

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Hohenlauft liegt westlich von der Altstadt Roßweins an der Einmündung der Striegis in die Freiberger Mulde.

GeschichteBearbeiten

Hohenlauft ist ein ehemaliger Herrensitz und wurde urkundlich 1293 mit einem Eintrag Pezoldus dictus Holeufer erstmals erwähnt. Der Name ist mittelhochdeutschen Ursprungs und bedeutet Siedlung zum oder am hohen (Wasser-)Lauf.[2] Im 14. Jahrhundert ist der Ort urkundlich als Holoufer, das gut zum Hollauf und zumb Hohloufte belegt, mit Hohnlaufft im Jahr 1552 hatte der Ortsname bereits starke Ähnlichkeit mit der heutigen Form.[3] Das Einzelgut mit Häuslerabbau gehörte bis Mitte des 19. Jahrhunderts zum Amt Nossen. Es wurde vor 1875 nach Etzdorf (seit 1994 Gemeinde Striegistal) eingemeindet und zum 1. Juli 1950 dann nach Niederstriegis umgegliedert.[4][5][6] Mit der Eingemeindung von Niederstriegis kam Hohenlauft am 1. Januar 2013 zur Stadt Roßwein.

Hohenlauft war der kleinste Ortsteil von Niederstriegis und gliederte sich aus dem alten Vorwerk, der alten Feldscheune Hohenlauft, zwei Neubauten und einigen Häusern, die kreisförmig um das alte Vorwerk angelegt sind. In einem der Häuser befand sich der Gasthof „Nonnenberg“. Er wurde jedoch schon vor Jahren geschlossen. Der Name könnte vom Flurnamen "Nonnenholz" her kommen.[7] Heute wohnen in Hohenlauft zwei Bauernfamilien, die sich für die Instandhaltung des alten Vorwerks und für die Bewirtschaftung der Ländereien rund um den Hohenlauft einsetzen.

WirtschaftBearbeiten

In Hohenlauft befindet sich die Kreisabfallanlage Hohenlauft.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hohenlauft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hauptsatzung Roßweins
  2. Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Band I, Berlin 2001, ISBN 3-05-003728-8, S. 432f.
  3. Hohenlauft im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  4. Statistisches Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren (Hrsg.): Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen. 1904.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  6. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere. 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  7. Eduard Beyer: Das Cisterzienser-Stift und Kloster Alt-Zelle in dem Bisthum Meißen. Dresden 1855, S. 27, Anmerkung 5.