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Hessische Zentrale für Datenverarbeitung

IT-Dienstleister des Landes Hessen
Hessische Zentrale für Datenverarbeitung
Rechtsform Landesbetrieb
Gründung 1970
Sitz Mainzer Straße 29, 65185 Wiesbaden
Mitarbeiterzahl 748 (VZÄ, 2015)[1]
Umsatz 178 Mio. € (2015)[2]
Website www.hzd.hessen.de

Die Gebäude der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung in Wiesbaden

Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) ist der zentrale IT-Dienstleister für die Hessische Landesverwaltung. Sie hat ihren Hauptsitz in Wiesbaden und eine Außenstelle in Hünfeld. Zu ihren Aufgaben zählen:[3]

  • IT-Projekte
  • IT-Verfahren
  • IT-Kommunikationsdienste
  • IT-Beschaffungen
  • IT-Vergaben

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1970 trat das hessische Datenverarbeitungsverbundgesetz in Kraft. Ein Kernpunkt war die Gründung der HZD. Durch die in der HZD zusammengefasste landeseigene Informationsverarbeitung wollte das Land den Weg in das „Computer-Zeitalter“ wagen. 1989 wurde die HZD Landesbetrieb nach § 26 der Hessischen Landeshaushaltsordnung. Die Nutzung ihrer Leistungen war damit entgeltpflichtig. Im Gegenzug erhielt die HZD keine Landeszuschüsse mehr. Im Jahr 1990 wurde die Außenstelle in Hünfeld eröffnet, die vor allem für die IT der hessischen Justiz zuständig war und ist. Seit 2006 nimmt die HZD die Aufgabe der zentralen IT-Beschaffungsstelle des Landes Hessen wahr. In diesem Zusammenhang geriet die HZD Ende 2010 wegen Fehlern bei der Vergabe in die Kritik.[4] Als Folge wurden die organisatorischen Strukturen bei der Vergabe verändert, die Vergabestelle selber verblieb aber in der HZD.

OrganisationBearbeiten

Die HZD ist ein Landesbetrieb nach § 26 der Hessischen Landeshaushaltsordnung. Sie untersteht der Dienst- und Fachaufsicht des Hessischen Ministeriums der Finanzen. Soweit sie Aufgaben der Verwaltung oder der Gerichte und Staatsanwaltschaften wahrnimmt, die nicht zu dem Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums der Finanzen gehören, untersteht sie der Fachaufsicht der dafür zuständigen obersten Landesbehörde. Die Kontrolle der Tätigkeit der HZD auf die Einhaltung aller Bestimmungen, die der Gewährleistung der IT-Sicherheit der Daten der hessischen Justiz dienen, erfolgt durch die IT-Stelle der hessischen Justiz.[5]

KooperationenBearbeiten

Viele Verwaltungsaufgaben sind in den Bundesländern grundsätzlich vergleichbar. Auf vielen Gebieten bietet sich deshalb die Zusammenarbeit nach § 91c des Grundgesetzes an. Die HZD kooperiert unter anderem mit der ekom21, dem größten kommunalen IT-Dienstleistungsunternehmen in Hessen, in den Bereichen Netze und Druckzentren; mit dem Landesbetrieb für Daten und Information Rheinland-Pfalz (LDI), mit dem die HZD sich ein Rechenzentrumsgebäude in Mainz teilt sowie mit anderen Bundesländern u. a. innerhalb der Finanzverwaltung (Konsens), der Justiz (elektronische Aufenthaltsüberwachung (EAÜ)) und im Entwicklungs- und Pflegeverbund für den elektronischen Rechtsverkehr, e².

Im Rahmen der Ausbildung bestehen zudem Kooperationen mit den Hochschulen RheinMain und Mainz.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hessische Zentrale für Datenverarbeitung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jahresbericht 2015, Personalentwicklung, S. 7
  2. Jahresbericht 2015, Jahresabschluss 2015, S. 53
  3. Jahresbericht 2015, S. 7
  4. Schlamperei bei Vergabe von IT-Aufträgen Die Welt vom 6. April 2011
  5. Jahresbericht 2015, Organisation, S. 7

Koordinaten: 50° 4′ 25,8″ N, 8° 14′ 51,4″ O