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Heinrich Gottlieb von Lindenau

kursächsischer Wirklicher Geheimer Rat, Kammerherr und Oberstallmeister

Heinrich Gottlieb von Lindenau, seit 1765 Graf von Lindenau, (* 3. Juli 1723; † 11. Oktober 1789 in Machern) war kursächsischer Wirklicher Geheimer Rat, Kammerherr und Oberstallmeister sowie Besitzer der Rittergüter Gotha und Kossen. Er wurde am 8. August 1765 in Wien vom Kaiser in den Reichsgrafenstand erhoben.

Sein Vater war Gottfried Anshelm von Lindenau (1693–1749) aus der Familie von Lindenau, der die Rittergüter Machern und Zeititz besaß. Die Mutter war Christiane Elisabeth von Ziegler und Klipphausen (1700/01–1774).

Von seinem Stief-Großvater, dem Hauptmann Adolph Ernst von Berger, kaufte er am 24. Dezember 1744 dessen Rittergüter Gotha und Kossen.

Am 2. Mai 1754 heiratete er Auguste Charlotte verw. von Kühlewein, geb. von Seydewitz (1729–1764). Aus dieser Ehe ging der Sohn Carl Heinrich August Graf von Lindenau hervor, durch dessen kinderlosen Tod die gräfliche Linie derer von Lindenau im Jahre 1842 im Mannesstamm erlosch.

Durch seine Heirat mit der Kühlewein-Witwe gelangte Graf von Lindenau in den Mitbesitz des berühmten Auerbachs Keller in der Messestadt Leipzig.

Durch die Bombardierung Dresdens im Siebenjährigen Krieg verlor er seine dortigen "Mobilien". Die 1761 in Erb- und Allodialgüter umgewandelten Lehngüter Gotha und Kossen verkaufte Lindenau im gleichen Jahr an den Geheimen Kriegsrat Ernst Friedrich von Hagen.

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