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Harry von Arnim (General)

deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor im Zweiten Weltkrieg

LebenBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Er entstammte einem märkischen Adelsgeschlecht von Arnim und war der Sohn des späteren preußischen Landwirtschaftsministers Bernd von Arnim und dessen Ehefrau Margarete Freiin von Arnim (1859–1940).[1]

MilitärkarriereBearbeiten

Arnim trat im Frühjahr 1912 als Fahnenjunker in das 1. Garde-Ulanen-Regiment der Preußischen Armee ein und wurde dort am 18. August 1913 mit Patent vom 19. August 1911 zum Leutnant befördert. Während des Ersten Weltkrieges kam er mit dem Regiment an der Westfront zum Einsatz und fungierte als Beritt-, Zug- und Eskadronführer. Am 5. Oktober 1916 zum Oberleutnant befördert und agierte zeitweilig auch als Kompanieführer in einem Garde-Infanterie-Regiment. Neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes erhielt Arnim das Verwundetenabzeichen in Silber, das Ritterkreuz II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen mit Schwertern, das Kreuz für Auszeichnung im Kriege II. Klasse sowie das Lippische Kriegsverdienstkreuz. Die Verbündeten Österreicher würdigten ihn durch die Verleihung des Militärverdienstkreuzes III. Klasse mit Kriegsdekoration.[2]

Nach dem Krieg wurde Arnim im Oktober 1919 in die Vorläufige Reichswehr übernommen und diente im Reiter-Regiment 4, dem späteren 4. (Preußisches) Reiter-Regiment in Potsdam. Mit seiner Beförderung zum Rittmeister am 1. Februar 1924 wurde Arnim zum Chef der 6. Eskadron ernannt. In gleicher Funktion folgte am 1. Juni 1930 seine Versetzung in das 15. (Preußisches) Reiter-Regiment in Neuhaus/Westfalen. Ab 1. Oktober 1932 war er für ein Jahr beim Stab des 14. Reiter-Regiments in Ludwigslust, wurde am 1. Oktober 1933 Major und war als solcher Lehrer an der Kavallerieschule Hannover.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 1935 folgte seine Ernennung zum Abteilungskommandeur im Reiter-Regiment 13 sowie am 1. April 1936 die Beförderung zum Oberstleutnant. Ein Jahr später, zum 1. Oktober 1936, wurde von Arnim Kommandeur der Turnier- und Rennabteilung der Kavallerieschule Hannover. Zum 1. Oktober 1938 nahm er seinen Dienst beim Stab des Höheren Kavallerie-Offiziers 4 (Philipp Kleffel) in Hannover auf, wurde jedoch bereits wenige Monate später mit einer neuen Aufgabe betraut. Als Oberst wurde Arnim am 1. April 1939 zum Kommandeur der Wehrkreis-Reit- und Fahrschule Warendorf ernannt.

Diesen Posten behielt Arnim über den Beginn des Zweiten Weltkriegs hinaus bis zum Ende Mai 1940. Am 30. Mai 1940 wurde er zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 479 der 258. Infanterie-Division ernannt, mit dem er ab Juni 1941 am Ostfeldzug teilnahm. Dort fiel er am 26. Oktober 1941 bei Naroforminsk. Postum wurde Arnim am 1. März 1943 mit Rangdienstalter vom 1. Oktober 1941 zum Generalmajor befördert.

LiteraturBearbeiten

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Karl-Friedrich Hildebrand, Markus Rövekamp: Die Generale des Heeres 1921–1945. Die militärischen Werdegänge der Generale, sowie der Ärzte, Veterinäre, Intendanten, Richter und Ministerialbeamten im Generalsrang. Band 1: Abberger–Bitthorn. Biblio Verlag, Osnabrück 1993, ISBN 3-7648-2423-9, S. 100–101.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Reinhard Stumpf: Die Wehrmacht-Elite. Rang- und Herkunftsstruktur der deutschen Generale und Admirale 1933–1945. (Militärgeschichtliche Studien), Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1982, ISBN 3-7646-1815-9, S. 264.
  2. Reichswehrministerium (Hrsg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres. E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1930, S. 138.