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Hans Ruch (* 8. September 1898; † 8. August 1947) war ein deutscher Fußballspieler.

KarriereBearbeiten

Der Stürmer, der als wendiger Rechtsaußen beschrieben wurde, spielte zunächst für Union 92 Berlin. Dieser Verein spielte in Deutschland zwar mittlerweile keine große Rolle mehr, dennoch gelang es ihm, 1925 den Spieler Hans Ruch zum Nationalspieler zu machen. Zwei Länderspiele absolvierte er, nämlich gegen Schweden und Finnland.

Ruch aber wechselte dann zu Hertha BSC, mittlerweile ein erstklassiger Verein. Die Berliner hatten ein recht starkes Team beisammen. Hanne Sobek, Karl Tewes und Willi Kirsei waren zusammen mit Ruch neu in der Mannschaft. 1926 kam Ruch dann auch schon zum Einsatz in seinem ersten Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Obwohl er das Führungstor gegen die SpVgg Fürth schoss, verlor Hertha mit 1:4. Auch im Jahr darauf reichte es wieder nur zur Vizemeisterschaft. Gegen den 1. FC Nürnberg unterlag man mit 0:2. Und die Endspielniederlagen gingen weiter: 1928 hatte das Team gegen den Hamburger SV bei der 2:5-Niederlage keine Chance; 1929 hieß der Gegner wieder SpVgg Fürth, die diesmal den 3:2-Siegtreffer erst in der 85. Minuten erzielten. Davor hatten die Berliner aber den Vorjahresmeister Nürnberg mit dem gleichen Ergebnis bezwungen.

Erst 1930 konnte man bei den Herthanern die Meisterschaft bejubeln. Bei 40 Grad im Schatten lieferten sich Holstein Kiel und Hertha BSC einen regelrechten Kampf um den Titel. Stand es zur Halbzeit schon 3:3, dann führte Hertha 4:3, die Kieler verloren Johannes Ludewig durch Platzverweis und kamen dennoch zu einem 4:4. Als sich alles schon mit einer Verlängerung abgefunden hatte, kam Hans Ruch in der 87. Minute freistehend vor dem Kieler an den Ball und ließ Torwart Alfred Kramer keine Chance. 5:4 lautete das Endergebnis.

Schon vorher hatte Ruch nochmal in der Nationalmannschaft spielen dürfen. Beim 1:1 gegen Schottland in Berlin hatte Ruch das deutsche Tor erzielt, seine Nationalmannschaftskarriere war damit aber dennoch vorbei.

1931 holten die Berliner den nächsten Titel. 1860 München wurde im Endspiel mit 3:2 bezwungen, wobei das Siegtor durch Kirsei auch erst in der zweitletzten Minuten fiel. 1932 kamen die Herthaner in der regionalen Endrunde nur auf Platz 2 hinter Minerva 93 Berlin und gar nicht in die Endrunde. Minerva Berlin flog auch schon in der ersten Runde aus dem Wettbewerb.

Die Karriere von Hans Ruch endete 1935 nach einem doppelten Schienbeinbruch. Zwölf Jahre später starb der gelernte Elektriker an einer tückischen Krankheit.

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Deutsche Meisterschaft, Gauliga, Oberliga. Zahlen, Bilder, Geschichten. Agon-Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1.