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Hans Pavia Rosing

Grönländischer Politiker

Hans Pavia Rosing (* 22. Juni 1948 in Nuuk;[1]9. Juli 2018) war ein grönländischer Politiker (Siumut).

LebenBearbeiten

Der Sohn von Nikolaj Rosing (1912–1976) und Marie Ane Bodil Lynge (1911–2008)[1] machte 1965 seinen Realschulabschluss, lernte anschließend in Kopenhagen an einer Übersetzerschule und schloss 1970 eine EDV-Ausbildung ab. Von 1973 bis 1977 war er Verwaltungsmitglied im Rat junger Grönländer, davon ab 1974 als Vizevorsitzender. 1975 gründete er den World Council of Indigenous Peoples mit, wo er von 1977 bis 1980 Verwaltungsmitglied war. Von 1975 bis 1977 war er Verwaltungsmitglied im grönländischen Beratungsbüro in Kopenhagen. Zeitgleich war er auch Verwaltungsmitglied im Haus der Grönländer in Kopenhagen. Von 1977 bis 1979 war er Konsulent und danach ein Jahr Sekretariatschef beim grönländischen Informationsverbund. Danach leitete er die Informationsabteilung der grönländischen Hjemmestyre. Von 1980 bis 1986 war er Präsident der Inuit Circumpolar Conference. Von 1982 bis 1986 war er Verwaltungsmitglied beim Grönländischen Verlag. Von 1988 bis 1992 war er Vorsitzender der Grönlandsgerberei, von 1988 bis 1996 Vorsitzender im Haus der Grönländer, von 1988 bis 1991 Verwaltungsmitglied beim IUCN und von 1989 bis 1992 bei den Parliamentarians for Global Action. Dazu war er auch seit 1994 Verwaltungsmitglied bei der dänischen Organisation Natur und Volk im Norden und von 1995 bis 1998 in Knud Rasmussens Højskole in Sisimiut. Ab 1997 war er Mitglied im Komitee von Grönlands Kulturhaus Katuaq und Mitglied der Peary-Land-Stiftung, der Grönlandsstiftung, der grönländisch-dänischen Kulturstiftung und Vorsitzender der dänisch-grönländischen Delegation bei der Conference of Parliamentarians of the Arctic Region.

1983 wurde er ins Inatsisartut gewählt, das allerdings in dieser Zusammensetzung nur bis 1984 bestand. Im Februar 1986 wurde Rosing ohne Parlamentszugehörigkeit als Nachfolger von Moses Olsen als Wirtschaftsminister ins Naalakkersuisut berufen. Er saß auch im nächsten Kabinett als Wirtschaftsminister, wurde aber im September 1987 durch Emil Abelsen ersetzt, weil er in den Folketing gewählt wurde, wo er bis 2001 blieb. Während seiner Parlamentszeit war er in mehreren Ausschüssen. In der Siumut war er Kassenwart von 1984 bis 1986 und Hauptverwaltungsmitglied von 1984 bis 1996. 1993 war er Vorsitzender der dänischen Generalversammlungsdelegation bei den Vereinten Nationen, nachdem er die beiden Jahre zuvor schon einfaches Mitglied gewesen war.

1965 war er Coautor des Schauspiels Fiasko 65. 1976 schrieb er den Fernsehfilm Den Blåøjede Satan mit, bei dem er auch die Hauptrolle spielte. 1985 erhielt er den Grönländischen Friedenspreis. Er war außerdem Ehrenbürger von Nuuk.[2][3][1] Am 27. Dezember 2007 wurde ihm der Nersornaat in Silber übergeben.[4]

Zusammen mit seiner Frau, der Vizeschulinspektorin Esther (* 1954),[5] hatte Hans Pavia Rosing die Söhne Jakob, Rasmus und Malik.[6] Er verstarb am 9. Juli 2018 im Alter von 70 Jahren an durch einen Thrombus verursachten Komplikationen.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Biografier: Rosing, Hans-Pavia, fhv. landsstyremedlem. Folketing, 26. August 2009, abgerufen am 11. Juli 2018 (dk).
  2. Hans-Pavia Rosing 60 år. In: Sermitsiaq. 22. Juni 2008, abgerufen am 11. Juli 2018 (dk).
  3. Hans-Pavia Rosing. In: Den Store Danske. Archiviert vom Original am 20. Mai 2018; abgerufen am 11. Juli 2018 (dk).
  4. Jan René Westh: Ordenshistorisk Tidsskrift. Hrsg.: Ordenshistorisk Selskab. Band 36, Dezember 2010, ISSN 0904-5554, S. 61.
  5. Torben Lodberg: Grønlands Grønne Bog 1988. Hrsg.: Grønlands hjemmestyres informationskontor. Kopenhagen 1988, ISBN 87-982902-9-0, S. 74 f.
  6. Hjalmar Dahl: Af hjertet tak for din indsats in der Sermitsiaq
  7. Tidligere folketingsmedlem Hans-Pavia Rosing er død – 70 år. In: stiften.dk. 10. Juli 2018, abgerufen am 11. Juli 2018 (dk).