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Hans Geissberger

Schweizer Bildhauer und Maler
Hans Geissberger (1921–1999) Bildhauer und Maler, Skulptur «Die Sinnende» in Arlesheim
Skulptur «Die Sinnende» in Arlesheim
Die Gellertkirche wurde von Architekten Curt P. Blumer geplant und am 8. Nov. 1964 eingeweiht. Der Glockenträger erinnert an eine Hand, die in den Himmel zeigt. Am untersten Teil einer Turmrippe sind drei Bronze-Engelfiguren, geschaffen vom Hans Geissberger (1921–1999) Bildhauer und Maler, angebracht. Sie stehen in einem äusseren Zusammenhang mit dem Geläute, denn in verkleinerter Form zieren sie den Mantel der drei Glocken selbst, deren Ton sie durch ihre Bewegung herunter auf die Erde bringen wollen. Darum greift der oberste Engel mit erhobenen Armen nach oben, um symbolisch den Klang zu erfassen, der mittlere Engel hält ihn tragend fest, und der unterste führt ihn hinab auf die Erde, Die drei Glocken sind auf Ges, As und hochgestrichenes Ces gestimmt. Beim Läuten erfährt der Turm eine Schwankung von maximal 2,5 cm in elliptischer Form.
Bronze Engelfiguren, Gellertkirche

Hans Geissberger (* 24. Juni 1921 in Basel; † 26. März 1999 in Dornach) war ein Schweizer Bildhauer und Maler.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Hans Geissberger arbeitete erst als Volontär in einer Maschinenfabrik, besuchte kurz das Technikum Winterthur und entschloss sich dann, Bildhauer zu werden. Das Handwerk erlernte er während anderthalb Jahren bei Ernst Suter in Basel. Darauf folgten zwei Jahre in Zürich bei der französischen Bildhauerin Germaine Richier, einer Schülerin Antoine Bourdelles. Hier lernte er lockeres und grosszügies Arbeiten. Zur gleichen Zeit besuchte er die Zeichenakademie von Henry Wabel.

1948 erhielt Hans Geissberger eine Anstellung als Kunstlehrer in Basel. Parallel dazu arbeitete er regelmässig im eigenen Atelier, führte zahlreiche Aufträge aus und nahm an Wettbewerben teil. Er schuf u. a. ein Relief über dem Eingang der Basler Kantonalbank, eine Grossplastik im Park beim St.-Alban-Tor und fünf Reliefs am Rathaus in Riehen. Eine Vielzahl seiner Plastiken und Reliefs schmücken öffentliche und sakrale Gebäuden der Stadt Basel.

Ab 1964 beteiligte er sich nicht mehr an Wettbewerben, veranstaltete eigene Ausstellungen und widmete sich Privataufträgen. Er plastizierte Kinderportraits, schuf mehrere Portraits, wie das von Edgar Bonjour im Auftrag der Universität Basel. Aus gesundheitlichen Gründen ging er um das Jahr 1967 zur Malerei über.

PublikationenBearbeiten

  • Menschen und Wesen: 14 originalgrosse Kunstdrucke von Aquarellen. Brunner-Verlag, Dornach 1994, ISBN 3-9520705-0-5.
  • Er-Findlinge: bemalte Kieselsteine. Goetheanum, Dornach 1993, ISBN 3-7235-0672-0.
  • Übergänge: Aquarelle. Urachhaus, Stuttgart 1990, ISBN 3-87838-641-9.
  • 22 Aquarelle: aus der Liebe zur Welt. Verlag Walter Keller, Dornach 1976.
  • Plastiken: von der Liebe zum Nächsten. Verlag Walter Keller, Dornach 1973.

LiteraturBearbeiten

  • Hans Geissberger: Märkisches Museum der Stadt Witten, 15. Januar bis 5. Februar 1967. Märkisches Museum, Witten 1967.

WeblinksBearbeiten