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Hans-Joachim Abel

deutscher Fußballspieler

Hans-Joachim „Jochen“ Abel (* 25. Juni 1952 in Düsseldorf) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Stürmer war vor allem bei Vereinen aus Nordrhein-Westfalen aktiv. In den 1970ern galt er als einer der bekanntesten Spieler des Ruhrgebiets.

Jochen Abel
Personalia
Name Hans-Joachim Abel
Geburtstag 25. Juni 1952
Geburtsort DüsseldorfDeutschland
Größe 180 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
SC Schwarz-Weiß 06 Düsseldorf
0000–1971 VfL Benrath
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1971–1974 Fortuna Düsseldorf 6 0(1)
1974–1977 Westfalia Herne 102 (63)
1977–1982 VfL Bochum 144 (60)
1982–1984 FC Schalke 04 63 (23)
1985–1987 VfR Baumholder
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1973 Deutschland Amateure 1 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1987–1991 FC Balzers (Spielertrainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Der gelernte KfZ-Mechaniker[1] Jochen Abel spielte zu Beginn seiner Laufbahn beim Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.
Unter Trainer Heinz Lucas kam er in der Runde 1972/73 zu zwei Einwechslungen in der Bundesliga. In seiner zweiten Bundesligarunde, 1973/74, kamen vier weitere Einsätze mit einem Tor hinzu. Reiner Geye, Klaus Budde, Wolfgang Seel und Dieter Herzog waren seine etablierten Konkurrenten für einen Platz in der Angriffsformation. Abel hatte insgesamt sechs Bundesliga-Einsätze mit einem Tor für die Fortuna.

Zur Runde 1974/75 wechselte Abel in die damals drittklassige Verbandsliga Westfalen zu Westfalia Herne. Bei der Tankstellenkette Goldin des Herner Mäzens Erhard Goldbach hatte er neben dem Fußball die berufliche Chance als Tankstellen-Revisor bekommen. Mit Westfalia Herne stieg er auf in die 2. Bundesliga, Gruppe Nord. Zu diesem Erfolg hatte Abel mit 32 Saisontoren in 29 Einsätzen beigetragen. Im Debütjahr in der 2. Bundesliga, 1975/76, belegte Herne den zehnten Rang und Abel erzielte in 33 Einsätzen 17 Tore. Insgesamt absolvierte er für die Westfalia von 1975 bis November 1977 73 Spiele mit 31 Toren in der 2. Bundesliga. Er galt zu dieser Zeit als Liebling der Fans.

Im Oktober 1977 wechselte Abel in die Nachbarstadt zum Erstligisten VfL Bochum, bei dem er bis 1982 spielte. In seiner ersten Saison erzielte er in 20 Spielen 15 Tore. Wie zuvor in Herne galt Abel beim VfL als Publikumsliebling. Von den Fans wurde er mit „Hee Jochen Abel, bumbum, lalala...“ besungen.[2]

1982 wechselte er zum FC Schalke 04, der jedoch ein Jahr später aus der Bundesliga abstieg. In der folgenden Zweitliga-Saison hatte Abel mit 14 Toren zwar großen Anteil am direkten Wiederaufstieg des Vereins, eine komplizierte Rückenverletzung war jedoch mitverantwortlich dafür, dass sein Vertrag 1984 nicht verlängert wurde.

Insgesamt spielte Abel 183-mal in der Bundesliga für Fortuna Düsseldorf, den VfL Bochum und Schalke 04 und erzielte dabei 70 Tore. Seine 60 Bundesligatore für den VfL Bochum bedeuteten Vereinsrekord. Zudem bestritt Abel am 23. Mai 1973 ein Spiel für die nationale Amateurauswahl[1] beim 2:1-Sieg gegen Österreich.

Abels Spezialität waren Elfmeter. In der 1. und 2. Bundesliga schoss er 22 Elfmeter (16 für den VfL Bochum) und verwandelte alle.[1] Dieser Rekord wurde in der Bundesliga bisher nicht übertroffen. Im DFB-Pokal verschoss Abel jedoch drei Elfmeter.

Nach einer Pause spielte Abel dann für den VfR Baumholder in der dritthöchsten Amateurliga und zog 1987 nach Balzers in Liechtenstein, um dort Spielertrainer zu werden.[3] Anschließend arbeitete er dort als Lagerist bei einer Firma, die Steckverbindungen für die Audio-Industrie vertreibt.[4]

StatistikenBearbeiten

  • Bundesliga (183 Spiele / 70 Tore)
  • 2. Bundesliga (103 Spiele / 45 Tore)
  • DFB-Pokal (30 Spiele / 21 Tore)
  • Europapokal (1 Spiel / 0 Tore)

ErfolgeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ralf Piorr (Hrsg.): Viel mehr als nur ein Spiel. 100 Jahre SC Westfalia 04 Herne. FRISCH-Texte Verlag. Herne 2004. ISBN 3-933059-38-0, S. 245–250
  • "Ich wollte den Leuten in guter Erinnerung bleiben" – Interview mit Jochen Abel, in: Reviersport 85/2011, S. 61

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c http://www.100-schalker-jahre.de/stichtag_040625_abel.php
  2. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2005. ISBN 3-89533-506-1. S. 291
  3. Reviersport 85/2011, S. 61
  4. Abel: Ein Düsseldorfer daheim in Liechtenstein. Rheinische Post, 4 September 2008. Memento aus dem Internet Archive vom 8. März 2016