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Georg Wilhelm Sigismund Beigel

1753-1837

Georg Wilhelm Sigismund Beigel (auch Georg Wilhelm Siegmund Beigel) (* 25. September 1753 in Ippesheim; † 25. Januar 1837 in Dresden) war ein deutscher Diplomat, Bibliothekar, Naturforscher und Mathematiker.[1][2][3][4]

LebenBearbeiten

Georg Wilhelm Sigismund Beigel besuchte das Gymnasium in Windsheim beim Rektor Georg Wilhelm Dietz (1710–1786) und studierte anschließend an der Universität Altdorf und der Universität Leipzig; dort wurde er auch promoviert.

1786 trat er als Legationssekretär in sächsische Dienste und wurde dem königlich-sächsischen Gesandten in München zugeteilt, den er als Geschäftsträger bei dessen Abwesenheiten vertrat. 1802 kehrte er als Legationsrat nach Dresden zurück und wurde 1804 zum Geheimen Kabinettssekretär im Departement des Auswärtigen ernannt und begleitete den Kurfürsten Friedrich August III. (ab 1806 König Friedrich August I.) auf dessen Reisen. 1810 erfolgte seine Ernennung zum Geheimen Legationsrat, bei seiner Versetzung 1813 in eine neue Verwendung folgte ihm Friedrich Ludwig Breuer.

Am 13. Januar 1813 wurde Georg Wilhelm Sigismund Beigel Nachfolger des verstorbenen Oberbibliothekars Karl Wilhelm Daßdorf. Krankheitsbedingt wurde er am 11. November 1826 in den Ruhestand versetzt.

WirkenBearbeiten

Bereits in seiner Münchner Zeit hatte Georg Wilhelm Sigismund Beigel mathematische Untersuchungen durchgeführt; in Dresden wurde er aufgrund seiner Erfolge auf diesem Gebiet in die Kommission für Maße und Gewichte berufen. In mehreren Zeitschriften verfasste er nicht nur Abhandlungen über naturwissenschaftliche Fragen, sondern auch über orientalische Sprachen.

Er stand in Korrespondenz mit Franz Xaver von Zach, Friedrich Wilhelm August Vetter (1799–ca. 1843), Georg August von Breitenbauch, Friedrich Gottlieb von Busse, Ferdinand Wachter (1794–1861), Johann Christian Rosenmüller, August Ferdinand Möbius, Johann Severin Vater, Johann Friedrich Eule (1751–1827), Jonathan August Weichert, Johann Elert Bode, Karl Ernst Christoph Schneider, Freiherr Karl von Stutterheim (1774–1811) und Christian Friedrich Pfeffel von Kriegelstein (1726–1807).

MitgliedschaftenBearbeiten

Während seines Aufenthalts in Bayern betrieb Georg Wilhelm Sigismund Beigel naturwissenschaftliche Studien und wurde in die Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Im März 1782 wurde er Mitglied bei den Freimaurern und trat der Dresdener Loge Zu den drei Schwertern bei.[5]

1817 trat er der Gesellschaft für Mineralogie in Dresden bei.[6]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neuer Nekrolog der Deutschen, 15. Jahrgang, 1837, 1. Teil, S. 146–148. Voigt, 1839 (google.de [abgerufen am 2. Februar 2018]).
  2. Biografie von Georg Wilhelm Sigismund Beigel (1753-1837). Abgerufen am 21. Juli 2018.
  3. ADB:Beigel, Georg Wilhelm Sigismund – Wikisource. Abgerufen am 21. Juli 2018.
  4. Deutsche Biographie: Beigel, Georg Wilhelm Sigismund - Deutsche Biographie. Abgerufen am 21. Juli 2018.
  5. Georg Wilhelm Sigismund Beigel - Illuminaten-Wiki. Abgerufen am 21. Juli 2018 (englisch).
  6. Traugott Lebrecht Hasse: Denkschrift zur Erinnerung an die Verdienste des in Dresden am 30. Juni 1817 verstorbenen K. G. Bergrath's Werner und an die Fortschritte bei der Bergakademie zu Freiberg: nebst einer übersichtlichen Nebeneinanderstellung der Mineralsysteme Werners und seiner Nachfolger bei dieser Akademie, S. 151. Arnold, 1848 (google.de [abgerufen am 21. Juli 2018]).