Fritz Hintze

deutscher Ägyptologe und Sudanarchäologe

Fritz Hintze (* 18. April 1915 in Berlin; † 30. März 1993 ebenda) war ein deutscher Ägyptologe und Sudanarchäologe. Er war der Begründer der Sudanarchäologie in Deutschland.

Hinze studierte von 1933 bis 1940 an der Universität Berlin bei Hermann Grapow und arbeitete ab 1936 für das Wörterbuch der ägyptischen Sprache. 1944 erfolgte seine Promotion. Nach dem Kriegsdienst arbeitete er wieder für das Wörterbuch. 1947 erfolgte seine Habilitation an der Humboldt-Universität, dort wurde er 1947 zum Dozenten ernannt, 1951 zum Professor. 1957 begründete er dort das Institut für Ägyptologie, das 1968 in Institut für Sudanarchäologie und Ägyptologie umbenannt wurde. 1980 wurde er emeritiert. 1956 bis 1959 war er daneben Direktor des Instituts für Orientforschung der Akademie der Wissenschaften, deren Mitglied er ab 1959 war.

Hintzes Hauptforschungsgebiet war die Erforschung der meroitischen Kultur in Nubien. Feldforschungsprojekte unternahm er in Butana (1957–58) und Musawwarat es Sufra (1960–1970). Zu seinen Schülern und Schülerinnen gehörte eine ganze Generation von DD-Ägyptologen, die sich zu einem Gutteil auf den Sudan der Antike spezialisierten, darunter Erika Endesfelder, Liselotte Honigmann-Zinserling, Irene Shirun-Grumach, Karl-Heinz Priese, Walter-Friedrich Reineke und Steffen Wenig.

LiteraturBearbeiten

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