Hauptmenü öffnen

Fritz Helke

deutscher Literaturfunktionär, Schriftsteller und Übersetzer

Fritz Helke (Pseudonym: Ruby Cross, * 1. Mai 1905 in Biesenthal; † 13. September 1967 in Kriftel) war ein deutscher Literaturfunktionär, Schriftsteller und Übersetzer.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Fritz Helke war der Sohn eines Handwerkers. Nach dem Besuch der Schule war er in der Stadtverwaltung und als kaufmännischer Angestellter tätig. Ab 1926 engagierte er sich beim paramilitärischenJungstahlhelm“ und ab 1927 beim „Jugendkorps Scharnhorst“. Ab 1929 gehörte Helke der NSDAP an und war als Oberbannführer in der Hitlerjugend aktiv. Ab 1934 war er Mitarbeiter des Kulturamtes der Reichsjugendführung und dort ab 1937 im Hauptreferat Schrifttum zuständig für die Erstellung von Listen empfohlener Jugendbücher. Daneben veröffentlichte er ab 1935 eigene literarische Werke.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wirkte Fritz Helke als freier Schriftsteller. Zwischen 1954 und 1958 unternahm er mehrere Reisen in die Vereinigten Staaten. Er lebte zuletzt im hessischen Kriftel.

Fritz Helke war Verfasser von Romanen, Erzählungen, Sachbüchern und Theaterstücken. Während seine während bis 1945 erschienenen Werke meist historische Themen aus nationalsozialistischer Sicht behandeln, schrieb er nach 1945 vorwiegend unpolitische Jugendbücher, die der Abenteuerliteratur zuzurechnen sind. Daneben übersetzte er Unterhaltungsliteratur aus dem Englischen ins Deutsche.

Fritz Helke wurde 1937 mit dem Kurmärkischen Schrifttumspreis ausgezeichnet. In der Sowjetzone bzw. der frühen DDR standen elf seiner während des Dritten Reiches erschienenen Werke auf der „Liste der auszusondernden Literatur“.

WerkeBearbeiten

  • Degen und Scholle. Berlin 1935
  • Preußische Rebellion. Stuttgart [u. a.] 1935
  • Der Soldat auf dem Thron. Berlin [u. a.] 1935
  • Wollt ihr wohl! Stuttgart [u. a.] 1935
  • Fehde um Brandenburg. Stuttgart [u. a.] 1936
  • Der junge Reichsbürger. Berlin 1936 (zusammen mit Georg Usadel und Heinz Wiers)
  • Der Prinz aus Frankreich. Oldenburg 1936
  • Jürgen Holle. Leipzig 1937
  • Die Kietzmühle. Oldenburg [u. a.] 1937
  • Das Ehrenwort. Leipzig 1938
  • Der Herzog von Enghien. Leipzig 1938
  • Der Schöppenmeister. Leipzig 1939
  • Die große Stunde. Stuttgart 1941
  • Die Nacht von Queretaro. Berlin 1941
  • Der Ring des Kurfürsten. Berlin 1941
  • Dunkle Nächte, helle Sterne. Leipzig 1942
  • Der Hansel vom Moorhof. Berlin 1942
  • Maximilian von Mexiko. Leipzig 1942 (von Herbert Waniek am Burgtheater 1943 uraufgeführt)
  • Die Quitzows. Berlin 1942
  • Der Sumpfreiher. Celle 1950
  • Das Blockhaus am Biberfluß. München [u. a.] 1953
  • Das kalifornische Abenteuer. Stuttgart 1954
  • Die letzte Bastion. Stuttgart 1954
  • Der weiße Biber. München [u. a.] 1954
  • Aufruhr im Dschungel. Reutlingen 1955
  • Biber-John. München [u. a.] 1955
  • Gold am Sacramento. Stuttgart 1955
  • Die letzte Stunde. Berlin 1955
  • Die Biber-Söhne. München [u. a.] 1956
  • Die Federschlange. Stuttgart 1956
  • Hiawatha. Stuttgart 1956 (unter dem Namen Ruby Cross)
  • Stud. med. Hiawatha. Stuttgart 1957 (unter dem Namen Ruby Cross)
  • Abends um neun. Stuttgart 1958 (unter dem Namen Ruby Cross)
  • Gefangen – entronnen. Stuttgart 1959
  • Die grünen Götter. Stuttgart 1959
  • Flammenkreuz am Potomac. Stuttgart 1960
  • Der Klassentag. Stuttgart 1960 (unter dem Namen Ruby Cross)
  • Juanita. Stuttgart 1961 (unter dem Namen Ruby Cross)
  • Juanita und Miguel. Stuttgart 1962 (unter dem Namen Ruby Cross)
  • Das ferne Licht. Stuttgart 1963
  • Das Gesetz von Oaksville. Stuttgart 1964
  • Die Jason-Bande. Stuttgart 1966

HerausgeberschaftBearbeiten

ÜbersetzungenBearbeiten