Friedrich Wilhelm Gaik

deutscher Filmproduzent und Produktionsleiter

Friedrich Wilhelm Gaik (* 9. Dezember 1896 in Berlin; † 4. Juni 1982 ebenda) war ein deutscher Filmproduzent, Produktions- und Herstellungsgruppenleiter.

LebenBearbeiten

Gaik hatte Theologie und Volkswirtschaft studiert und zunächst als Bankkaufmann bei einer Bank (zuletzt als Prokurist) gearbeitet. Ende der 1920er Jahre sammelte er erste Erfahrungen als Produktionsleiter im Ausland (England und Norwegen). 1929 kehrte er nach Berlin zurück, arbeitete kurzzeitig als Produktionsleiter für die „Memento-Film“ und gründete wenig später seine eigene Produktionsfirma, die „Algefa“, die ab 1935 abendfüllende Kinofilme herausbrachte.

Zeitgleich sorgte er mit dem russischstämmigen Kollegen Serge Otzoup im Rahmen einer gemeinsamen Firma dafür, dass diejenigen österreichischen Filme, die für den Export ins Deutsche Reich zugelassen werden sollten, den deutschen Kontingentbestimmungen im Rahmen eines deutsch-österreichischen Abkommens entsprachen. Das galt insbesondere für die geforderten Ariernachweise aller an diesen Produktionen Beteiligten. Nach der Verschmelzung der verbliebenen privaten Filmfirmen zur Berlin-Film wurde Gaik 1942 zum Herstellungsgruppenleiter bestellt.

Nach Kriegsende betätigte er sich zunächst als Im- und Exporteur von Filmen. 1952 gründete Gaik die „Algefa“ neu und stellte bis 1955 wieder eigene Produktionen her. Gaik-Produktionen waren durchgehend leichtestgewichtige Unterhaltungskost: operettenselige Musikromanzen und Edelschnulzen, zuletzt auch ein wenig seriösere Stoffe. Dabei zeigte der Produzent keinerlei künstlerische Ambitionen.

FilmografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 3: F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 168.

WeblinksBearbeiten