Friedhelm Merz Verlag

Verlag und Veranstaltungsausrichter in Deutschland
Friedhelm Merz Verlag
Rechtsform GmbH
Gründung 1985
Sitz Bonn
Leitung Rosemarie Geu,
Dominique Metzler[1]
Branche Veranstaltungsorganisation,
Zeitschriftenverlag (ehemals)
Website http://www.spiel-essen.com/
http://merz-verlag.com (Weiterleitung)

Der Friedhelm Merz Verlag ist ein deutsches Veranstaltungsunternehmen mit Sitz in Bonn, das sich vor allem auf die Organisation der jährlich stattfindenden Internationalen Spieltage in Essen sowie die Vergabe des Deutschen Spiele Preises konzentriert. Das Unternehmen wurde 1985 von dem Journalisten und Spielekritiker Friedhelm Merz als Verlag gegründet.

GeschichteBearbeiten

Der Gründer des Unternehmens, Friedhelm Merz, war Verlagsleiter im Argo-Verlag und Chefredakteur der Spielefachzeitschrift Spielbox, daneben war er Leiter der sozialdemokratischen Zeitung Vorwärts.[2] 1983 hatte Merz die die Idee, im amerikanischen Club in Plittersdorf ein Treffen für Spieler zu organisieren, zu der sich überraschend 700 Leser der Spielbox anmeldeten. Da diese Anzahl von Spielern den Club sprengte, bekam Merz über seine Kontakte zu dem damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, das Gelände der Essener Volkshochschule vermittelt, um seine „Deutschen Spielertage“ durchzuführen. Nach einer Ankündigung im Morgenmagazin des WDR 2 kamen 5000 Besucher zu der Veranstaltung. Im Folgejahr erschienen bereits 15.000 Besucher und das Treffen wurde Austragungsort der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel. 1985 zog die Veranstaltung in die Messe Essen um.[2]

Die Gründung des Friedhelm Merz Verlages erfolgte ebenfalls im Jahr 1985 in dessen Wohnung in Mehlem, einem Ortsteil von Bonn, als Fachverlag für Spiel und Kommunikation. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Rosemarie Geu veröffentlichte Merz Entsorgungsliteratur und den SpielReport als Spielefachzeitschrift. Zudem übernahm der Verlag die Veröffentlichung der Zeitschrift Die Pöppel-Revue[3], deren Chefredaktion Merz 1989 übernahm. 1986 wurden die deutschen Spielertage umbenannt in Internationale Spieltage SPIEL,[2] der Name wurde bis heute beibehalten. Nach dem Tod von Friedhelm Merz im Jahr 1996[3] übernahmen Frau Geu und ihre Tochter Dominique Metzler die Leitung des Unternehmens, das sich seitdem vollständig auf die Organisation der Internationalen Spieltage, zu denen 2016 mehr als 160.000 Besucher kamen, und den Deutschen Spiele Preis konzentriert.[2]

BelegeBearbeiten

  1. Friedhelm Merz Verlag EN: About us – Friedhelm Merz Verlag EN (Memento des Originals vom 30. Oktober 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.merz-verlag-en.com, abgerufen am 29. Oktober 2017
  2. a b c d Kölnische Rundschau: Merz war Verlagsleiter im Argo-Verlag und Chefredakteur der Fachzeitschrift „Spielbox“, Leiter der sozialdemokratischen Zeitung „Vorwärts“ und schrieb zwischenzeitlich sogar Reden für Willy Brandt. – Quelle: https://www.rundschau-online.de/24904002 ©2017, abgerufen am 29. Oktober 2017
  3. a b Biografie WHO'S WHO: SpielReport, abgerufen am 29. Oktober 2017

WeblinksBearbeiten