BoardGameGeek

englischsprachige Online-Datenbank, die Spiele, Spieleautoren und Spieleverlage katalogisiert

BoardGameGeek ist eine englischsprachige Website zum Thema Brett- und Kartenspiele. Sie umfasst unter anderem eine Online-Datenbank, die Spiele, Spieleautoren und Spieleverlage katalogisiert, und Foren sowie weitere Beteiligungsmöglichkeiten für eine Online-Community.

Globus-Icon der Infobox
BoardGameGeek
Web-Spieledatenbank
Sprachen englisch
Betreiber BoardGameGeek, LLC.
(Scott Alden)
Online 2000
https://boardgamegeek.com/

GeschichteBearbeiten

Die Website wurde im Januar 2000 von Scott Alden[1] und Derk Solko gegründet.

AngebotBearbeiten

Als registrierter Benutzer kann man seine eigene Spielesammlung verwalten, eigene Partien statistisch erfassen und Spiele bewerten. Aus den Einzelbewertungen wird eine Rangliste der Spiele abgeleitet, die täglich neu berechnet wird. Registrierte Nutzer können durch Funktionen ähnlich einem Wiki an der Erweiterung der Spieledatenbank mitarbeiten, indem sie zum Beispiel neue Spiele vorschlagen, Daten aktualisieren und Bilder und Videos zu Spielen hochladen. Es gibt ein Forum und einen Online-Marktplatz. Auf der Website sind bisher über 100.000 Spiele eingetragen.

Seit 2006 wird jährlich der Golden Geek Award für herausragende Autorenspiele vergeben. Die Website erzielt Einnahmen durch Werbung, die Onlinewährung „GeekGold“ und freiwillige jährliche Geldspenden.

Rezeption und AuszeichnungenBearbeiten

  • Seit 2005 wird in Dallas jährlich die „BGG.CON“ eine Brettspiel-Convention veranstaltet, die zahlreiche Besucher anzieht und so für eine Rückbesinnung auf Brett- und Kartenspiele sorgte.[2]
  • Im Jahr 2010 kam das Spiel The BoardGameGeek Game auf den Markt, das von Richard Breese entworfen und gestaltet wurde. Dabei können bis zu sechs Spieler in die Rolle der Spieleverlage oder der Geeks schlüpfen.[3]
  • Die Website wurde 2010 mit dem „Diana Jones Award for Excellence in Gaming“ ausgezeichnet.[4]
  • Im selben Jahr erhielt die Website die Auszeichnung Inno-Spatz des Göttinger Spieleautorentreffens für „besonders innovative Leistungen im Spielebereich“.[5]
  • 2015 wurde BoardGameGeek: The Card Game veröffentlicht, das ebenfalls für bis zu sechs Spieler konzipiert ist.[6]
  • Die New York Times bezeichnete im Jahr 2019 BoardGameGeek als „den Knotenpunkt für Gesellschaftsspiele im Internet.“[7]

LiteraturBearbeiten

  • Stewart Woods: Hobby Gamers. In: Eurogames: The Design, Culture and Play of Modern European Board Games. McFarland, Jefferson / London 2012, ISBN 978-0-7864-9065-3, S. 121 ff. (books.google.de – Bericht zur Geschichte von BoardGameGeek).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Members – Scott Alden. International Gamers Awards, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  2. Texas Plays Its Role in America’s Board-Game Comeback. Reporting Texas, 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  3. The BoardGameGeek Game spieletest.at.
  4. The 2010 Award. dianajonesaward.org, 2015, abgerufen am 10. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch).
  5. 29. Spieleautorentreffen in Göttingen. In: goettinger-tageblatt.de. 20. April 2010, abgerufen am 9. Januar 2021.
  6. BoardGameGeek The Card Game spieletest.at.
  7. Kevin Draper: Should Board Gamers Play the Roles of Racists, Slavers and Nazis? In: The New York Times. 1. August 2019, abgerufen am 9. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).