Fresach

Gemeinde in Österreich
Fresach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Fresach
Fresach (Österreich)
Fresach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Villach-Land
Kfz-Kennzeichen: VL
Fläche: 38,8 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 13° 42′ OKoordinaten: 46° 42′ 44″ N, 13° 41′ 33″ O
Höhe: 715 m ü. A.
Einwohner: 1.216 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 9712
Vorwahl: 04245
Gemeindekennziffer: 2 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 160
9712 Fresach
Website: www.fresach.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Altziebler (FPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(15 Mitglieder)
7
5
3
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Fresach im Bezirk Villach-Land
ArnoldsteinArriachBad BleibergFeistritz an der GailFeld am SeeFerndorfFinkenstein am Faaker SeeFresachHohenthurnNötsch im GailtalPaternionRoseggSankt Jakob im RosentalStockenboiTreffen am Ossiacher SeeVelden am Wörther SeeWeißensteinWernberg (Kärnten)Afritz am SeeVillachKärntenLage der Gemeinde Fresach im Bezirk Villach-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Fresach ist eine Gemeinde mit 1216 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Villach-Land in Kärnten. Fresach ist Luftkurort.[1]

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet liegt zur Gänze in den Nockbergen (Mirnock-Verditz) zwischen unterem Drautal und Gegendtal. Lediglich im Südwesten bildet die Drau die Grenze.

GemeindegliederungBearbeiten

 
Evangelisches Diözesanmuseum (früher Toleranzbethaus) in Fresach
 
Aufschrift über dem Eingang des Evangelischen Bethauses in Fresach
 
Evangelisches Pastorenhaus in Fresach

Die Gemeinde umfasst drei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2019[2]):

  • Fresach (1.053,89 ha)
  • Mooswald (1.694,86 ha)
  • Tragenwinkl (1.131,21 ha)

Das Gemeindegebiet ist in sechs Ortschaften gegliedert (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[3]):

  • Amberg (35)
  • Fresach (565)
  • Laas (96)
  • Mitterberg (155)
  • Mooswald (262)
  • Tragenwinkel (103)

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend im Uhrzeigersinn:

Feld am See, Afritz am See, Treffen, Weißenstein, Paternion und Ferndorf.

KlimaBearbeiten

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Fresach
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,5 5,3 9,8 13,9 19,2 22,4 24,9 24,1 19,6 14,1 7,1 2,5 Ø 13,8
Min. Temperatur (°C) −5,3 −4,3 −1,0 2,5 7,0 10,2 12,1 11,9 8,5 4,6 −0,3 −4,2 Ø 3,5
Temperatur (°C) −2,3 −0,6 3,3 7,4 12,6 15,8 17,8 17,0 12,8 8,1 2,5 −1,6 Ø 7,8
Niederschlag (mm) 28 28 50 66 93 112 129 138 94 99 81 54 Σ 972
Luftfeuchtigkeit (%) 60,2 50,4 47,0 47,5 46,2 48,8 47,2 50,0 53,2 58,8 65,3 67,9 Ø 53,6
T
e
m
p
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a
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u
r
2,5
−5,3
5,3
−4,3
9,8
−1,0
13,9
2,5
19,2
7,0
22,4
10,2
24,9
12,1
24,1
11,9
19,6
8,5
14,1
4,6
7,1
−0,3
2,5
−4,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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a
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28
28
50
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93
112
129
138
94
99
81
54
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

GeschichteBearbeiten

Erste Funde gibt es aus der Bronzezeit (Äxte). Um 590 n. Chr. ließen sich die Slawen im Gebiet nieder, im 8. Jahrhundert die Baiern.

Die Grafen von Ortenburg wurden um das 11. Jahrhundert mit dem Gebiet belehnt. Im 12. Jahrhundert wurde in Fresach die erste Kirche erbaut. 1478 wurde Fresach von den Türken zerstört. Nach dem Aussterben der Ortenburger 1518 kam das Gebiet unter habsburgische Herrschaft.

Im frühen 16. Jahrhundert wurde die Mehrheit der Bevölkerung protestantisch. Auch nach der Gegenreformation, die den Übertritt zur katholischen Kirche erzwang, blieben viele im Geheimen ihrem Glauben treu (Kryptoprotestanten). Nach dem Toleranzpatent Kaiser Joseph II. wurde 1782 wieder eine evangelische Pfarre Fresach gegründet. 1787 wurde das erste Schulhaus erbaut.

1849 wurden die beiden Gemeinden Mooswald und Fresach gegründet, Mooswald wurde 1964 aufgelöst, der Großteil des ehemaligen Gemeindegebietes kam zu Fresach.

Im Mai 1978 fand in Fresach das 7. Ost-West-Literaturgespräch statt, an dem Schriftsteller und Übersetzer aus elf Ländern von beiden Seiten des „Eisernen Vorhanges“ teilnahmen.[4]

BevölkerungBearbeiten

Die Gemeinde Fresach hatte 1316 Einwohner (2001), davon waren 99,3 % österreichische Staatsbürger.

Als Religionszugehörigkeit gaben 66,6 % evangelisch, 30,0 % römisch-katholisch, 0,2 % islamisch an. 2,5 % waren ohne religiöses Bekenntnis.

 
Evangelische Kirche in Fresach
 
Katholische Kirche St. Blasius in Fresach

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Evangelische Kirche in Fresach. Altarraum mit Engel, Bildhauer Domenig
 
Engel, Lindenholz. Bildhauer Max Domenig
  • Katholische Pfarrkirche Hl. Blasius (1565)
  • Krebsenwandermeile (Steinkrebse)[5]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 33 Arbeitsstätten mit 98 Beschäftigten in der Gemeinde und 449 Auspendler. Es gab 104 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 35 im Haupterwerb), die zusammen 3.502 ha bewirtschafteten (1999).

Fresach ist ein „heilklimatischer Luftkurort“, wodurch der Fremdenverkehr eine Rolle spielt.

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Landesstraßen L 37, L 39 und L 40.

Seit April 2001 befindet sich in Fresach ein Stützpunkt (Station „RK-1“) der ARA Flugrettung.[6]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl 2015 verteilen sich die Mandate wie folgt:

Bürgermeister ist Gerhard Altziebler (FPÖ).

WappenBearbeiten

Das Wappen von Fresach zeigt vorne ein grünes Birkenblatt, das für den Ortsnamen steht (von slowenisch breže = bei denen im Birkengehölz), im hinteren Teil einen goldenen Abendmahlskelch mit darüber schwebender Hostie als Symbol des evangelischen Glaubens. Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet:

„In gespaltenem Schild vorne in Gold ein hängendes grünes Birkenblatt, hinten in Grün ein goldener Abendsmahlkelch, darüber eine silberne Hostie.“

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 31. August 1978 verliehen. Die Gemeindeflagge ist Gelb-Grün mit eingearbeitetem Wappen.[7]

EhrenbürgerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Fresach – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. fresach auf 50plu.at abgerufen am 31. Mai 2010
  2. Regionalinformation, bev.gv.at (1.094 kB); abgerufen am 10. Jänner 2020.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  4. Übersetzertreffen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Juni 1978, S. 25.
  5. Wanderkarte im Detail@1@2Vorlage:Toter Link/www.fresach.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 554 kB)
  6. Station Fresach drf-luftrettung.de
  7. alle Angaben nach Wilhelm Deuer: „Die Kärntner Gemeindewappen.“ Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 104.