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Franz-Josef Holzenkamp

deutscher Politiker (CDU), MdB
Franz-Josef Holzenkamp (2013)

Franz-Josef Holzenkamp (* 8. Januar 1960 in Kamperfehn) ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit Juli 2017 Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes.

Leben und BerufBearbeiten

Nach der Mittleren Reife machte Holzenkamp eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Siemens in Friesoythe, die er 1980 abschloss. Anschließend besuchte er das Wirtschaftsgymnasium Cloppenburg und legte hier 1983 das Abitur ab. Danach absolvierte er eine Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister und ist seitdem selbständiger Landwirt.

Holzenkamp war von 1993 bis 2006 Vorsitzender des Kreisverbandes Cloppenburg des Landvolks und war bis 2013 Vizepräsident des Niedersächsischen Landvolks. Seit Juli 2017 ist er Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes.

Franz-Josef Holzenkamp ist seit 1984 verheiratet und hat vier Kinder.

ParteiBearbeiten

Holzenkamp trat 1996 in die CDU ein. Seit Juli 2008 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Cloppenburg. Am 25. April 2009 wählte ihn der Landesparteitag Oldenburg zum Landesvorsitzenden des CDU-Landesverbandes Oldenburg.

AbgeordneterBearbeiten

Von 2005 bis 2017 war Franz-Josef Holzenkamp Mitglied des Deutschen Bundestages. Er zog stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Cloppenburg – Vechta in den Bundestag ein.

Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte er 62,3 % der Erststimmen und war seit dem Ausscheiden Karl-Theodor zu Guttenbergs aus dem Bundestag der Abgeordnete mit dem höchsten Erststimmenergebnis. Bei der Bundestagswahl 2013 wurde er mit 66,3 % wieder mit dem bundesweit besten Erststimmenergebnis in den Bundestag gewählt. Holzenkamp war ordentliches Mitglied im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft.[1]

Er war Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Holzenkamp ist Aufsichtsratvorsitzender bei der AGRAVIS Raiffeisen AG und Mitglied in verschiedenen Gremien des LVM.

Am 29. September 2016 teilte Holzenkamp mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen bei der nächsten Bundestagswahl nicht wieder kandidieren werde.[2]

Mögliche InteressenkonflikteBearbeiten

Bei der Diskussion um eine neue Düngeverordnung zur Eindämmung der Nitratbelastung des Grundwassers durch übermäßige Gülleverwendung soll Franz-Josef Holzenkamp in den Ausschussdiskussionen in den Jahren 2016 und 2017 sich strikt gegen eine Verschärfung der von Wissenschaftlern empfohlenen Grenzwerte ausgesprochen haben. Zur gleichen Zeit war Holzenkamp Vorsitzender im Aufsichtsrat der Agravis AG, einem der größten Händler von Agrargütern in Deutschland, u. a. auch von Düngemitteln.[3] Sein dortiges monatliches Gehalt soll während des Verhandlungszeitraums der Gülleverordnung am 1. Juni 2016 von € 7.000 auf € 15.000 angehoben worden sein. Holzenkamp, nach diesen Zahlen befragt, antwortete, er könne sie „nicht nachvollziehen“.[4][5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft (Memento des Originals vom 27. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014
  2. Holzenkamp kandidiert nicht erneut für Bundestag, NWZ Online vom 30. September 2016
  3. Agravis AG: Düngeprodukte Agravis. Abgerufen am 29. April 2019.
  4. Gekaufte Agrarpolitik?. tagesschau.de, 28. April 2019
  5. Jan Grossarth: Lobbyismus - Wohl verdient. 10. August 2017, abgerufen am 30. April 2019.