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Fischbeck (Hessisch Oldendorf)

Stadtteil in der niedersächsischen Gemeinde Hessisch Oldendorf

Fischbeck ist ein Stadtteil in der niedersächsischen Gemeinde Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont. Der Ort liegt bei der Mündung des Nährenbachs in die Weser am Stromkilometer 142 auf einer Höhe von etwa 62 Metern über Normalnull und steigt in Richtung Nordosten zum Höhenzug Süntel kontinuierlich an. Das Zentrum von Hessisch Oldendorf sowie die Stadt Hameln befinden sich jeweils etwa sechs bis sieben Kilometer von Fischbeck entfernt

Fischbeck
Wappen von Fischbeck
Koordinaten: 52° 8′ 37″ N, 9° 17′ 55″ O
Höhe: 71 m
Fläche: 11,02 km²
Einwohner: 3238 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 294 Einwohner/km²
Eingemeindung: 29. Januar 1973
Postleitzahl: 31840
Vorwahl: 05152

GeschichteBearbeiten

Am 29. Januar 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Fischbeck (Weser) in die Stadt Hessisch Oldendorf eingegliedert.[1]

EreignisseBearbeiten

Am 19. Juli 1966 kam es zu einer Überflutung des Dorfkernes nach einer bis zu 4 Meter hohen Flutwelle, welche durch einen Dammbruch ausgelöst worden war. Menschenleben waren nicht zu beklagen, jedoch großer Sachschaden und totes Vieh.[2]

Infrastruktur und WirtschaftBearbeiten

Der Ort hatte eine eigene Bahnstation an der Weserbahn, die heute nicht mehr angefahren wird. Im ÖPNV verkehren Buslinien. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich im Hauptort und in Hameln. Durch Fischbeck führte bis zur Fertigstellung der Ortsumgehung die Bundesstraße 83. Eine der nächstgelegenen Autobahnabfahrten ist Rehren an der Bundesautobahn 2. Der nächste internationale Flughafen befindet sich bei Hannover. Obwohl der Ort noch eine eher ländliche Struktur besitzt, spielt die Landwirtschaft heute keine Rolle mehr. Das Gewerbeleben wird von mittelständischen Handwerksunternehmen geprägt.

Im Ort befinden sich zwei Einrichtungen des Deutschen Taubblinden-Hilfswerks mit Wohnheimen und Werkstätten für mehrfachbehinderte taubblinde erwachsene Menschen.[3]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die Stiftskirche zu Fischbeck

Die wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Fischbeck sind das Stift Fischbeck, ein bereits 955 gegründetes Kloster in der Ortsmitte und die Ruine der etwa einen Kilometer südöstlich gelegenen Burg Heineburg.

ReligionenBearbeiten

Zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Fischbeck gehört die Stiftskirche St. Johannis. Die Kirchengemeinde ist Mitglied im Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg.

Die katholische Kirche Maria Königin des Friedens wurde 1961 geweiht. Zuletzt gehörte die Kirche zur Pfarrgemeinde St. Bonifatius in Hessisch Oldendorf. 2008 erfolgte die Profanierung, seit 2009 befindet sich im Kirchengebäude der katholische Marienkindergarten. Heute befindet sich die nächstliegende katholische Kirche 5 km entfernt in Hessisch Oldendorf.

VereineBearbeiten

  1. Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e. V. (BdP), Stamm Helmburgis
  2. Dorfgemeinschaft
  3. DRK-Ortsverein
  4. Freiwillige Feuerwehr
  5. Heimatverein Fischbeck e. V.
  6. Jagdgenossenschaft
  7. Kirchenchor
  8. Männergesangverein 1876 Fischbeck/Weser e. V.
  9. Motorrad-Club
  10. Posaunenchor
  11. Reiterverein Stift Fischbeck e. V.
  12. Schützenverein Fischbeck/Weser v. 1871 e. V.
  13. Soldatenbund
  14. Sozialverband Reichsbund e. V. OV Fischbeck
  15. TSC Fischbeck
  16. Unimogfreunde Weserbergland
  17. Bogensportclub Weserbergland e. V. im Stift Fischbeck

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 192.
  2. dewezet.de
  3. Taubblindenwerk Fischbeck