Fernstraßen-Bundesamt

deutsche Bundesbehörde

Das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) ist eine unabhängige Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die Bundesautobahnen und sonstige Bundesfernstraßen im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie wurde zum 1. Oktober 2018 als Obere Bundesbehörde im Zuständigkeitsbereich des BMVI errichtet.[2]

Fernstraßen-Bundesamt
— FBA —

Fernstraßen-Bundesamt logo.svg
Staatliche Ebene Bund
Stellung Obere Bundesbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Gründung 1. Oktober 2018
Hauptsitz Leipzig
Präsidentin Doris Drescher
Bedienstete 400
Haushaltsvolumen 35,4 Mio. EUR (2020)[1]
Netzauftritt https://www.fba.bund.de/

Erste Präsidentin des Fernstraßen-Bundesamtes ist seit dem 1. März 2020 Doris Drescher.

HintergrundBearbeiten

Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen wurde im Jahr 2017 eine Neuordnung der Bundesfernstraßenverwaltung beschlossen.[3] Das Gesetz zur Errichtung eines Fernstraßen-Bundesamtes (FStrBAG) trat am 18. August 2017 in Kraft. Das BMVI hat einen Organisationserlass zur Errichtung des Fernstraßen-Bundesamtes erlassen.[2]

Die Bundesautobahnen sind zum 2021 von der Auftragsverwaltung der Länder in eine eigene Bundesverwaltung übergegangen. Der Bund allein plant, baut, betreibt, erhält und verwaltet seitdem die Bundesautobahnen selbst. Dazu bedient er sich der Autobahn GmbH, einer Infrastrukturgesellschaft des Bundes in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Die hoheitlichen Aufgaben, die weder dem BMVI selbst obliegen noch der Autobahn GmbH durch Beleihung zugewiesen werden, werden vom FBA wahrgenommen. Das FBA hat zum 1. Januar 2021 seine Tätigkeit aufgenommen. Bis dahin entwickelte ein Aufbaustab den Hauptsitz und die weiteren Standorte.[4]

AufgabenBearbeiten

Das FBA ist im Einzelnen zuständig für[5]:

Das Fernstraßen-Bundesamt ist in vier Abteilungen gegliedert[6]:

  • Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde
  • Straßenrecht/Aufsicht
  • Bau- und Verkehrstechnik
  • Zentralabteilung

StandorteBearbeiten

Hauptsitz der Behörde ist Leipzig. Zudem hat das FBA Standorte in Hannover, Bonn und Gießen. Am Hauptsitz entstehen 250 Arbeitsplätze;[7] an den Standorten kommen rund 150 hinzu.

WeblinksBearbeiten

  • Webseite Fernstraßen-Bundesamt
  • Reform der Bundesfernstraßenverwaltung. In: Internetauftritt. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 28. Dezember 2020, abgerufen am 29. Dezember 2020 (Stichwortartige Sachinformationen zu folgenden Fragen: „Was ist das Ziel der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung?“ – „Ist die Reform im Plan?“ – „Was ist der Kern der Reform?“ – „Was sind die Vorteile gegenüber der derzeitigen Verwaltung durch die Länder?“ – „Was genau macht das FBA?“ – „Was genau macht die Autobahn GmbH?“ – „Was waren die bisherigen Reformschritte?“).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bundeshaushalt.de: www.Bundeshaushalt.de. Abgerufen am 23. Oktober 2019.
  2. a b Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Organisationserlass zur Errichtung des Fernstraßen-Bundesamtes. 26. September 2018 (BAnz AT 28.09.2018 B4). Organisationserlass des BMVI vom 26. September 2018 zur Errichtung des Fernstraßen-Bundesamtes
  3. Reform der Bundesfernstraßenverwaltung. In: Internetauftritt. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 2018, abgerufen am 4. Oktober 2018.
  4. Pressemitteilung 078/2018. In: Internetauftritt. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 1. Oktober 2018, abgerufen am 2. Oktober 2018.
  5. Fernstraßen-Bundesamt. In: Internetauftritt. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 2018, abgerufen am 2. Oktober 2018.
  6. Organigramm. Fernstraßen-Bundesamt, 14. November 2019, abgerufen am 13. März 2020.
  7. Über das Fernstraßen-Bundesamt. In: Internetauftritt. Fernstraßen-Bundesamt, 2019, abgerufen am 4. September 2019.

Koordinaten: 51° 20′ 27,6″ N, 12° 21′ 35,6″ O