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Fernmeldeturm Solling

Turm in Deutschland
Fernmeldeturm Solling
Bild des Objektes
Basisdaten
Ort: Hardegsen
Land: Niedersachsen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 422 m ü. NHN
Koordinaten: 51° 42′ 26,8″ N, 9° 45′ 16,6″ O
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Deutsche Funkturm
Turmdaten
Bauzeit: 1962
Betriebszeit: seit 1962
Gesamthöhe: 159 m
Betriebs­räume: 25 m, 43,8 m, 70,6 m, 81,2 m, 98,3 m, 110 m
Daten zur Sendeanlage
Letzter Umbau (Sender): Mai 2006
Wellenbereich: UKW-Sender
Sendetypen: DVB-T, Richtfunk
Positionskarte
Fernmeldeturm Solling (Niedersachsen)
Fernmeldeturm Solling
Fernmeldeturm Solling
Lokalisierung von Niedersachsen in Deutschland

Der Fernmeldeturm Solling ist ein 159 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Funkturm, der 1962 westlich von Espol im Solling, Niedersachsen (Deutschland) errichtet wurde. Der Fernmeldeturm Solling ist ein Typenturm vom Typ D und der älteste von insgesamt nur fünf gebauten Türmen dieser Klasse. Die Klasse zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Betriebskanzel gibt, sondern mehrere über den Turm verteilte Plattformen. Die unterste Plattform des Turms befindet sich auf 25 Meter Höhe. Auf 43,8, 70,6 und 81,2 Meter Höhe gibt es vier große Antennenplattformen. Zwei weitere Plattformen hat der Turm, dessen Betonschaft eine Höhe von 110 Metern besitzt, auf 98,3 und 110 Metern Höhe.

Fernmeldeturm Solling von Weper aus gesehen (entlang der K428)

Der Turm dient zur Abstrahlung von Richtfunk und Fernsehprogrammen. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde das Radioprogramm "Radio ffn" auf 102,8 MHz von hier abgestrahlt, welches dann zum Standort Göttingen-Osterberg verlagert wurde. Seit dem 29. Mai 2006 werden von diesem Turm Fernsehprogramme im DVB-T-Standard verbreitet. Am 8. November 2017 erfolgte die Umstellung auf DVB-T2 mit HEVC Bildcodierung.

Folgende DVB-T2-Bouquets werden ausgestrahlt:[1]

Kanal Frequenz 
(in MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(in kW)
Antennen-
diagramm

rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
SFN mit
23 490 ARD Digital (NDR) 50 ND H Braunschweig-Broitzem, Braunschweig-Innenstadt, Göttingen (Espol-Solling), Göttingen-Hetjershausen, Hannover (Telemax), Hannover-Hemmingen, Hildesheim (Sibbesse), Torfhaus (Harz-West)
35 586 Gemischter Multiplex von ZDF und freenet TV 50 ND H Göttingen (Espol-Solling), Habichtswald, Hoher Meißner, Kassel (Söhrewald)
40 626 ARD regional (NDR) Niedersachsen 50 ND H Braunschweig-Broitzem, Braunschweig-Innenstadt, Göttingen (Espol-Solling), Göttingen-Hetjershausen, Hannover (Telemax), Hannover-Hemmingen, Hildesheim (Sibbesse), Torfhaus (Harz-West)

Empfangsparameter

Verwendet von (HD-Programme pro Mux) Modulations-
verfahren
Coderate FFT-Modus Guard-
intervall
Pilottöne Datenrate
[Mbit/s]
ZDF (5) 64-QAM 3/5 16k extended 19/128 Pilot Pattern 2 22,0
ARD Digital (NDR) (5)
NDR regional (5)
64-QAM 1/2 16k extended 19/128 Pilot Pattern 2 18,2

Der Sender diente bis zur Einführung von DVB-T als analoger Grundnetzsender für folgende Programme:

Programme Kanal ERP / Polarisation
ZDF E21 160 kW, horizontal, rund
NDR Fernsehen (Niedersachsen) E59 250 kW, horizontal, rund

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Datenblatt DVB-T2 HD Niedersachsen. (PDF) NDR.de, abgerufen am 7. November 2017.

WeblinksBearbeiten