Felix Pfitzner

deutscher Filmproduzent

Felix Paul Carl August Pfitzner (* 4. August 1883 in Wiesbaden; † um 1945) war ein deutscher Filmproduzent und Funktionär der Filmwirtschaft.

LebenBearbeiten

Pfitzner machte zunächst eine Ausbildung zum Versicherungsfachmann und hielt sich anschließend einige Jahre im Ausland auf, unter anderem in den USA. Dort war er ab 1918 als Produktionsleiter tätig. Ab 1921 übernahm er diesen Aufgabenbereich auch beim deutschen Film. Zwischenzeitlich trat er überdies als Funktionär in Erscheinung; so zog Pfitzner am 24. Oktober 1929 als Chef der Europäischen Film-Allianz (EFA) in den Vorstand der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft ein.

Mit Anbruch der Tonfilm-Ära gründete Pfitzner die eigene Produktionsfirma Cicero-Film G.m.b.H. Gemeinsam mit seinem Partner Ilja Salkind produzierte er bis 1934 eine Fülle von leichtgewichtigen Unterhaltungsfilmen. 1934 musste der russische Emigrant und Kompagnon Salkind aus „rassischen“ Gründen das nationalsozialistische Deutschland verlassen. Pfitzner produzierte zunächst bis zur Auflösung der Cicero-Film 1935 allein weiter. Nach längerer Zeit der Untätigkeit im Bereich der aktiven Filmherstellung konnte Pfitzner erst wieder nach Kriegsausbruch Filme produzieren, diesmal in der Funktion eines Produktions- und Herstellungsleiters. Zuletzt stand er als Herstellungsgruppenleiter im Dienst des Firmenkonglomerats Berlin-Film.

Möglicherweise starb Pfitzner in den letzten Kriegstagen in Berlin, seine Spur verliert sich bei Kriegsende.

FilmografieBearbeiten

als Produzent, Produktionsleiter oder Herstellungsgruppenleiter
  • 1930: Eine Stunde Glück
  • 1930: Seitensprünge
  • 1931: Ich geh’ aus und du bleibst da
  • 1931: Ehe m.b.H.
  • 1931: Der Frauendiplomat
  • 1932: Eine von uns
  • 1932: Moderne Mitgift
  • 1932: Die Herren vom Maxim
  • 1932: Der große Bluff
  • 1933: Die kleine Schwindlerin
  • 1933: Zwei im Sonnenschein
  • 1933: Konjunkturritter

WeblinksBearbeiten