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Favourite Worst Nightmare

Album von Arctic Monkeys
Favourite Worst Nightmare
Studioalbum von Arctic Monkeys

Veröffent-
lichung(en)

20. April 2007

Label(s) Domino Records

Format(e)

CD

Genre(s)

Indie-Rock

Titel (Anzahl)

12

Laufzeit

37:34

Besetzung
  • Gitarre: Jamie Cook
  • E-Bass: Nick O'Malley

Produktion

James Ford, Mike Crossey

Studio(s)

The Garden Studio (Miloco Studios), Eastcote Studios, Konk Studios, Motor Museum

Chronologie
Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006) Favourite Worst Nightmare Humbug (2009)

Favourite Worst Nightmare ist das zweite Studioalbum der britischen Band Arctic Monkeys. Vor der weltweiten Veröffentlichung wurde es am 18. April 2007 bereits in Japan veröffentlicht.[1] Der Titel des Albums stammt aus einer Songzeile von „D is for Dangerous“[2].

Nach dem Ausstieg von Andy Nicholson war es das erste Album der Arctic Monkeys mit dem neuen Bassisten Nick O'Malley.

TitellisteBearbeiten

Texte und Musik wurden von Alex Turner geschrieben, wenn nicht gesondert angegeben.

  1. „Brianstorm“ – 2:50 (Singleauskopplung, Video von Huse Monfaradi[3])
  2. „Teddy Picker“ – 2:43 (Singleauskopplung, Video von Roman Coppola[4])
    Der Titel „Teddy Picker“ bezieht sich auf ein mechanisches Spiel, bei dem Stofftiere und andere Gegenstände mit einem Greifarm, den der Spieler steuert, ergriffen werden sollen. Der Song beinhaltet eine Anspielung auf „Save a prayer“ von Duran Duran.[5]
  3. „D is for Dangerous“ – 2:16
  4. „Balaclava“ – 2:49
  5. „Fluorescent Adolescent“ (Text: Alex Turner, Johanna Bennett) – 2:57 (Singleauskopplung, Video von Richard Ayoade[6])
    Den Text schrieb Turner zusammen mit seiner Ex-Freundin über Leute an ihrer ehemaligen Schule.[7]
  6. „Only Ones Who Know“ – 3:02
  7. „Do Me a Favour“ – 3:27
  8. „This House is a Circus“ – 3:09
  9. „If You Were There, Beware“ – 4:34
  10. „The Bad Thing“ – 2:23
  11. „Old Yellow Bricks“ (Musik: Alex Turner, Jon McClure) – 3:11
  12. „505“ – (4:13)
    Enthält ein Sample aus Ennio Morricones Zwei glorreiche Halunken und ist nach Angaben von Turner das erste richtige Liebeslied der Band. Miles Kane, mit dem Turner später die Band The Last Shadow Puppets gründete, spielt bei 505 zusätzliche Gitarre.[8]

„Da Frame 2R“ (2:20) und „Matador“ (4:57) waren Bonustracks einer japanischen Auflage.

Resonanz in den MedienBearbeiten

StilbeschreibungBearbeiten

Auch das Zweitwerk der Arctic Monkeys wurde mit klanglichen Vorbildern wie The Libertines und The Strokes, aber auch mit The Jam, The Clash und The Smiths in Verbindung gebracht[9].

Kritische WürdigungBearbeiten

„Favourite Worst Nightmare“ erhielt einen Metascore von 82.[10] laut.de vergab 4/5 Punkte und lobte, dass die Band es sich nicht dadurch einfach gemacht habe, den erfolgreichen Vorgänger zu kopieren und lediglich Erwartungshaltungen zu befriedigen, sondern möglicherweise etwas weniger eingängige Songs geschaffen habe. Das sei „aller Ehren wert.“ (Mathias Möller: Arctic Monkeys: Favourite Worst Nightmare[11])

Der NME bezeichnete Favourite Worst Nightmare als das meisterwartete Album seit dem Zweitling von The Stone Roses, das aber die Erwartungen erfüllen könne. Dem Album wurde Größe attestiert, und es bekam dort 9/10 Punkte.[12] Q äußerte, dass nicht nur die Songs besser geworden seien, sondern auch ihr Vortrag.[13] The Guardian vergab mit 5/5 Punkten die volle Punktzahl und verortete die Band an der Spitze der eigenen und jeder anderen Liga.[14] Die Spex würdigte das Album als „gelungener Nachwurf mit gleichzeitiger musikalischer Erweiterung.“ (René Hamann: Arctic Monkeys – Favourite Worst Nightmare[15])

Es gab jedoch auch Kritik. So stellte Plattentests.de fest, dass Favourite Worst Nightmare weder das Gefühl der Unbesiegbarkeit des Debütalbums ausstrahle, noch der Band nennenswert Neues eingefallen sei.[16] Noripchord bemerkte Toben und Enthusiasmus, vermochte aber wenig Substanz zu finden und vergab lediglich 4/10 Punkte.[17]

StatistikenBearbeiten

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[18][19][20][21][22][23]
Favourite Worst Nightmare
  DE 2 07.05.2007 (1 Wo.)
  AT 6 04.05.2007 (8 Wo.)
  CH 6 06.05.2007 (14 Wo.)
  UK 1 05.05.2007 (48 Wo.)
  US 7 12.05.2007 (7 Wo.)
Singles
Brianstorm
  DE 64 30.04.2007 (3 Wo.)
  UK 2 14.04.2007 (13 Wo.)
Fluorescent Adolescent
  DE 68 23.07.2007 (3 Wo.)
  UK 5 05.05.2007 (29 Wo.)
505
  UK 74 05.05.2007 (1 Wo.)
Teddy Picker
  UK 20 15.12.2007 (8 Wo.)

Kommerzieller ErfolgBearbeiten

Am ersten Tag nach der Veröffentlichung verkaufte „Favourite Worst Nightmare“ im Vereinigten Königreich 85.000 Exemplare, was das Album dort zum schnellstverkauften Album des Jahres machte. Das Album verkaufte in der ersten Woche mehr als der Rest der Top 20 zusammen. Wegen der allgemeinen Aufregung über die Arctic Monkeys konnten sich in dieser Woche 18 Songs der Band in den Top 200 der UK-Charts platzieren. Insgesamt konnte es nicht ganz an die 360.000 verkauften Tonträger des Debütalbums anschließen, das bereits am ersten Tag 118.501 Exemplare verkaufen konnte.[24] Auch bezogen auf Vorbestellungen war das Album das meistverkaufte Album des Jahres 2007 in Großbritannien.[25]

In den USA konnte das Album in der ersten Woche 44.000 Exemplare verkaufen, womit der Erfolg des Debüts um 10.000 Exemplare übertroffen wurde.[26]

AuszeichnungenBearbeiten

Das Album erhielt in Großbritannien Doppelplatin,[27] in Kanada Platin, ebenso wie in Deutschland, Frankreich, Italien und Brasilien. „Favourite Worst Nightmare“ wurde bei den Brit Awards 2008 als bestes britisches Album ausgezeichnet. Im gleichen Jahr gewannen die Arctic Monkeys auch den Preis als beste britische Band.[28] „Favourite Worst Nightmare“ war für den Mercury Music Prize 2007 nominiert, konnte sich aber nicht gegen das Album „Myths of the near future“ von den Klaxons durchsetzen.[29]

Auch in der Jahresrangliste des NME musste sich „Favourite Worst Nightmare“ den Klaxons geschlagen geben und belegte Platz 2.[30] Beim Leserpoll des Musikexpress belegte das Album Platz 4[31], während es im Jahresrückblick der Redaktion Platz 7 belegte.[32] Im Leserpoll der Spex belegte das Album Platz 21[33] und beim Leserpoll der Intro Platz 14.[34]

In der Rangliste der besten britischen Album aller Zeiten, die Q im Mai 2008 veröffentlichte, belegte „Favourite Worst Nightmare“ Platz 42.[35] In der Jahresliste des Mojo kam das Album auf Platz 4[36] und bei Uncut auf Platz 2.[37] Im Jahrespoll von Spin erreichte es Platz 19,[38] und im Pazz & Jop Poll 2007 der Village Voice belegte es Platz 65.[39]

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Land/Region Auszeichnung Verkäufe
Australien  Australien (ARIA)[40]   Gold 35.000
Japan  Japan (RIAJ)[41]   Gold 100.000
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI)[42]   3× Platin 900.000
Insgesamt   2× Gold
  3× Platin
1.035.000

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Simon Bartz: Planet of the apes auf japantimes.co.jp (englisch)
  2. Insiders' guide to Arctic Monkeys auf bbc.co.uk (englisch)
  3. Arctic Monkeys – Brianstorm video (Memento vom 1. November 2010 im Internet Archive)
  4. Video auf youtube.com (englisch)
  5. Teddy Picker by Arctic Monkeys (englisch)
  6. Warp News August 2007 (Memento vom 21. November 2008 im Internet Archive) Warprecords.com (englisch)
  7. Fluorescent Adolescent by Arctic Monkeys(englisch)
  8. 505 by Arctic Monkeys auf songfacts.com (englisch)
  9. Arctic Monkeys – Favourite Worst Nightmare (Memento vom 4. August 2008 im Internet Archive) auf themodernmusic.com (englisch)
  10. Arctic Monkeys: Favourite Worst Nightmare (2007) auf metacritic.com (englisch)
  11. Mathias Möller: Rezension auf laut.de
  12. Rezension auf nme.com (englisch)
  13. Q, Mai 2007, S. 115 (englisch)
  14. Jon Savage: Rezension auf guardian.co.uk (englisch)
  15. René Hamann: Rezension (Memento vom 1. September 2013 im Internet Archive) auf spex.de
  16. Daniel Gerhardt: Rezension auf Plattentests.de
  17. Rezension auf noripcord.com (englisch)
  18. musicline.de: Chartverfolgung / Arctic Monkeys / Longplay (Memento vom 1. Mai 2011 im Internet Archive) Abgerufen am 3. Februar 2010
  19. musicline.de: Chartverfolgung / Arctic Monkeys / Single (Memento vom 2. Januar 2014 im Internet Archive) Abgerufen am 3. Februar 2010
  20. austriancharts.at: Discographie Arctic Monkeys Abgerufen am 3. Februar 2010
  21. hitparade.ch: Discographie Arctic Monkeys Abgerufen am 3. Februar 2010
  22. Favourite Worst Nightmare in den Official UK Charts (englisch)
  23. billboard.com: Arctic Monkeys Album & Song Chart History Abgerufen am 3. Februar 2010 (englisch)
  24. Arctics album flies off shelves auf bbc.co.uk (englisch)
  25. Arctic Monkeys LP Is Best Seller On Release@1@2Vorlage:Toter Link/www.lifestyleextra.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf lifestyleextra.com (englisch)
  26. Arctic Monkeys – Billboard gets worst nightmare auf contactmusic.com (englisch)
  27. IMPALA SALES AWARD WINNERS: June 2005 – September 2010@1@2Vorlage:Toter Link/www.impalamusic.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf impalamusic.org (englisch, .pdf-Datei). Abgerufen am 12. September 2012
  28. Die Abräumer der Brit Awards 2008 (Memento vom 24. April 2008 im Internet Archive) auf mtv.de
  29. Klaxons scoop Mercury album prize auf bbc.co.uk (englisch)
  30. NME Albums Of 2007 (Memento vom 7. Dezember 2008 im Internet Archive)
  31. Musikexpress, März 2008, S. 43 (vgl. Jahrescharts (Musikexpress), 2007 bei indiepedia.de)
  32. Musikexpress, Januar 2008 (vgl. Jahrescharts (Musikexpress), 2007 bei indiepedia.de)
  33. Lesercharts 2007: Die 50 wichtigsten Alben (Memento vom 20. Januar 2008 im Internet Archive)
  34. Jahrescharts (Intro), 2007 bei indiepedia.de
  35. Readers Best British Albums Q Readers Best British Albums auf rocklistmusic.co.uk (englisch)
  36. MOJO End Of Year Lists: 2007 auf rocklistmusic.co.uk (englisch)
  37. Uncut 50 Best Albums Of 2007 auf rocklistmusic.co.uk (englisch)
  38. Spin End of Year Album List: 2007 auf rocklistmusic.co.uk (englisch)
  39. Pazz & Jop End of Year Critics’ Polls: 2007 auf rocklistmusic.co.uk (englisch)
  40. Auszeichnung in Australien
  41. Auszeichnung in Japan
  42. Auszeichnung im Vereinigten Königreich