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Europäische Umweltagentur

eine Agentur der Europäischen Union

Die Europäische Umweltagentur (EUA, englisch European Environment Agency, EEA) ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie ist eine 1990 mit der Verordnung (EWG) Nr. 1210/1990 vom Europäischen Rat gegründete Agentur. 1994 nahm die Agentur ihre Arbeit am Sitz in Kopenhagen, Dänemark, auf. Seit 2013 ist der Belgier Hans Bruyninckx Exekutivdirektor der Agentur. Vorsitzende des Verwaltungsrats ist seit September 2014 die Österreicherin Elisabeth Freytag-Rigler.

Europäische Umweltagentur
EUA
 

Die EEA am Kongens Nytorv 6 in Kopenhagen
Englische Bezeichnung European Environment Agency
Französische Bezeichnung Agence européenne pour l'environnement
Dänische Bezeichnung Det Europæiske Miljøagentur
Organisationsart Agentur der Europäischen Union
Status Einrichtung des europäischen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit
Sitz der Organe Kopenhagen, Dänemark
Vorsitz Hans Bruyninckx
Gründung

1990

eea.europa.eu

Ihre Aufgabe ist es, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit sachdienliche Informationen und Daten im Bereich der Umwelt zu liefern. Dazu betreibt die EUA auch das Europäische Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz (EIONET) und koordiniert das Projekt CORINE Land Cover.

Die Agentur beschäftigt 216 Mitarbeiter (Stand: Juni 2019)[1] und hat im Fiskaljahr 2019 ein Budget von 54,5 Millionen Euro (nach 70,6 Mio im Jahr 2017 und 65,8 Mio Euro 2018), davon stammen 45,2 Mio (2017: 43 Mio; 2018: 41,6 Mio) Euro aus EU- und EFTA-Beiträgen und 9,3 Mio (2017 29 Mio; 2018: 22,7 Mio) Euro aus zweckgebundenen Mitteln, wie die des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.[2]

AufgabeBearbeiten

Aufgabe der EUA ist das rechtzeitige Zusammentragen, Aufbereiten und Bereitstellen von sachdienlichen und zuverlässigen themenspezifischen Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Umwelt auf europäischer Ebene.

Dazu betreibt die Agentur u. a. eine Datenbank, aus der sie auf definierten Indikatoren beruhende Informationen bezieht, die als Basis für umweltpolitische Entscheidungen dienen können. Dabei werden zunehmend die Wechselwirkungen zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekten von Lebensqualität berücksichtigt.

Grundlegend für die verwendeten Indikatoren (CSIs) ist das DPSIR-Modell. Dieses Modell dient der Darstellung von Umweltbelastungen und Umweltschutzmaßnahmen. In ihm werden auf die Umwelt einwirkende treibende Kräfte, Belastungen, Zustände, Auswirkungen und Reaktionen als kausale Kette beschrieben.

Die Gründungsverordnung sieht ebenfalls vor, dass die EUA alle fünf Jahre einen „Bericht [...] über den Zustand der sowie die Tendenzen und Aussichten für die Umwelt“ veröffentlicht. Vom 3. bis 6. März 2015 wurde der Bericht des Jahres 2015 bei einer Reihe von Veranstaltungen in Brüssel vorgestellt.[3]

 
Mitglieds- und Kooperationsstaaten der Europäischen Umweltagentur
  • Mitgliedsstaat
  • Kooperationsstaat
  • Im Rahmen des Wasser-Informationssystem für Europa veröffentlicht die Agentur regelmäßig Informationen zur Qualität von Gewässern.

    MitgliederBearbeiten

    Die Agentur hat zurzeit (Stand 2017) 33 Mitgliedstaaten, darunter die 28 EU-Mitgliedstaaten, sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei.[4] Außerdem kooperiert die EUA mit den sechs südosteuropäischen Ländern Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien.[4]

    Laut Gründungsverordnung steht die Agentur auch Nichtmitgliedstaaten der EU offen, die auf dem Gebiet des Umweltschutzes ähnliche Ziele verfolgen wie die Gemeinschaft. So nehmen Island, Liechtenstein und Norwegen bereits seit der Gründung der Agentur an ihren Tätigkeiten teil, und im Jahre 2002 sind 12 der 13 Kandidatenländer hinzugekommen, so dass die Agentur die erste Gemeinschaftseinrichtung ist, die diese Länder als neue Mitglieder begrüßen konnte. Seit dem 1. April 2006 ist auch die Schweiz Mitgliedsstaat der EUA. Außerdem arbeitet die Agentur aktiv mit internationalen Einrichtungen und Organisationen auf dem Gebiet des Umweltschutzes zusammen.

    Siehe auchBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

      Commons: European Environment Agency – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
     Wiktionary: Europäische Umweltagentur – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. EUA Organigramm. In: Website der Europäischen Umweltagentur. 17. Juni 2019, abgerufen am 30. Juni 2019.
    2. Administrative document No 1/2019 – Statement of revenue and expenditures. Europäische Umweltagentur, 15. Mai 2019, abgerufen am 30. Juni 2019 (englisch).
    3. SOER 2015 events in EEA countries — European Environment Agency. Abgerufen am 5. April 2017 (englisch).
    4. a b Länder und Eionet. European Environment Agency (EEA), 26. Juli 2012, abgerufen am 25. Juli 2013.


    Koordinaten: 55° 40′ 52,2″ N, 12° 35′ 12,2″ O