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Ernst Rattenhuber (* 4. August 1887 in München; † 16. November 1951 ebenda) war ein deutscher Politiker und Gründungsmitglied der CSU.

LebenBearbeiten

Ernst Rattenhuber schloss 1910 ein Studium in Weihenstephan als Diplom-Landwirt ab. Anschließend übernahm er den elterlichen Hof in Englschalking.

Er war seit 1907 Mitglied im Corps Donaria zu Freising-Weihenstephan.

Während des Ersten Weltkriegs war Rattenhuber Ordonnanzoffizier des Prinzen Franz Maria Luitpold von Bayern. Diese Positionen ermöglichte ihm nach dem Krieg die Stelle des Verwalters von Schloss Leutstetten. Im Zweiten Weltkrieg war Rattenhuber im Dienstrang eines Majors landwirtschaftlicher Berater. Ernst Rattenhuber war an der Planung des Unternehmens Walküre beteiligt.

Nach Kriegsende wurde er von der US-amerikanischen Besatzungsmacht als Direktor des Bayerischen Landesamtes für Ernährung und Landwirtschaft eingesetzt. Von 1946 bis 1947 war er zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG.

In den Jahren 1947 bis 1949 vertrat Rattenhuber die Arbeitgeberverbände in der Bizone, der Zweizonenverwaltung des damaligen Wirtschaftsgebietes.

ParteiBearbeiten

Vor 1933 war Ernst Rattenhuber zwar nicht Mitglied der Bayerischen Volkspartei, stand ihr jedoch sehr nahe. 1945 war er Gründungsmitglied der CSU und des Bayerischen Bauernverbandes.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

  • Vom 28. Mai bis 28. September 1945 bekleidete Ernst Rattenhuber das Amt des Bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten.
  • 1949–1951 war er bis zu seinem Tod der erste Leiter der Bayerischen Vertretung in Bonn, dem späteren Staatsministerium für Bundesangelegenheiten.