Erich Petersen

deutscher Regierungsbeamter und Abgeordneter

Erich Wilhelm Alexander Petersen (* 4. Oktober 1871 in Breslau; † 1. März 1942 in Berlin-Schmargendorf)[1] war ein deutscher Regierungsbeamter und Abgeordneter.

Von 1906 bis 1917 war Erich Petersen Landrat des preußischen Kreises Fischhausen in Ostpreußen und von 1917 bis 1937 des Kreises Minden in Westfalen.

LebenBearbeiten

Erich Petersen legte 1890 am Askanischen Gymnasium in Berlin das Zeugnis der Reife ab und studierte danach in Berlin Rechtswissenschaften. Er war als Freiwilliger Soldat im Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 und Leutnant der Reserve dieses Regiments. Erich Petersen legte die Prüfungen zum Gerichts-Referendar (1894) und Regierungs-Assessor (1899) ab. Von 1894 bis 1906 war er bei verschiedenen Gerichten und Regierungsbehörden in Preußen tätig, unter anderem von 1896 bis 1900 bei der Bezirksregierung in Minden. Im Jahr 1906 wurde Erich Petersen mit der Verwaltung des Landratsamtes im Kreis Fischhausen beauftragt und am 18. Februar 1907 zum Landrat ernannt. Im Jahr 1917 erfolgte die Beauftragung mit der Verwaltung des Landratsamtes im Kreis Minden und nachdem der Kreistag mit der Bitte um Ernennung Petersens auf sein Vorschlagsrecht verzichtet hatte, am 6. Juni 1918 die endgültige Ernennung zum Landrat, dieses Amt übte er bis zu seiner Pensionierung am 1. April 1937 aus. Nach 1918 war Erich Petersen Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Westfalen. Er war Mitglied des Landeseisenbahnrats Hannover und Mitglied des Versicherungsverbandes Deutscher Kleinbahnen, außerdem übte er verschiedene Aufsichtsratsmandate in kommunalen Unternehmen aus (wahrscheinlich Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg und Mindener Kreisbahnen).

Erich Petersen war evangelisch und verheiratet.

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sterberegister des Standesamtes Berlin-Schmargendorf Nr. 215/1942.
VorgängerAmtNachfolger
Franz CornelsenLandrat des Kreises Minden
1917–1937
Hermann Meyer-Nieberg