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Elleben

Gemeinde in Thüringen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Elleben führt kein Wappen
Elleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elleben hervorgehoben

Koordinaten: 50° 52′ N, 11° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Riechheimer Berg
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 17 km2
Einwohner: 879 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99334
Vorwahl: 036200
Kfz-Kennzeichen: IK, ARN, IL
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 012
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Mönchsgasse 81
99334 Kirchheim
Gemeinde Amt Wachsenburg
Website: www.riechheim.de
Bürgermeister: Rudolf Neubig (FWG)
Lage der Gemeinde Elleben im Ilm-Kreis
AlkerslebenAmt WachsenburgAngelrodaArnstadtBösleben-WüllerslebenDornheimElgersburgEllebenElxlebenGeratalGroßbreitenbachIlmenauMartinrodaGehrenOsthausen-WülfershausenPlaueRockhausenStadtilmWitzlebenThüringenLandkreis Schmalkalden-MeiningenSuhlLandkreis HildburghausenLandkreis SonnebergLandkreis Saalfeld-RudolstadtLandkreis Weimarer LandErfurtLandkreis GothaKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Elleben befindet sich im Ilm-Kreis, etwa 15 km südlich von Erfurt und 10 km östlich von Arnstadt. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Riechheim und Gügleben. Im Gebiet des Ortsteils Riechheim liegt der Riechheimer Berg (513 m ü. NN), der Namensgeber der Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg ist. Elleben gehört dieser Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Amt Wachsenburg an.

GeografieBearbeiten

 
Am Brunnen bei der Kirche

Die Gemeinde Elleben liegt im südlichen Teil des Thüringer Beckens am Westhang des Riechheimer Berges, der den Übergang zum Landschaftsschutzgebiet Mittleres Ilmtal. Das Gebiet ist landwirtschaftlich geprägt.

NachbargemeindenBearbeiten

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Amt Wachsenburg, Klettbach, Hohenfelden, Osthausen-Wülfershausen, Alkersleben, Elxleben

OrtsteileBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Elleben wurde am 24. Oktober 1259 erstmals urkundlich genannt.[2] Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils am 31. Dezember des angegebenen Jahres):

  • 1843 - 309[3]
  • 1910 - 575
  • 1939 - 383[4]
  • 1989 - 352[5]
  • 1994 - 508
  • 1995 - 596
  • 1996 - 715
  • 1997 - 791
  • 1998 - 827
  • 1999 - 876
  • 2000 - 892
  • 2001 - 917
  • 2002 - 937
  • 2003 - 943
  • 2004 - 972
  • 2005 - 967
  • 2006 - 958
  • 2007 - 958
  • 2008 - 937
  • 2009 - 920
  • 2010 - 906
  • 2011 - 898
  • 2012 - 885
  • 2013 - 881
  • 2014 - 865
  • 2015 - 857
  • 2016 - 863
  • 2017 - 870
  • 2018 - 879

Mit einem Bevölkerungszuwachs von fast 100 % zwischen 1994 und 2004 war Elleben in diesem Zeitraum die schnellstwachsende Gemeinde des Ilm-Kreises. Der Anstieg der Einwohnerzahl schlägt sich ausschließlich im Ortsteil Riechheim nieder. Dort wurde ein neues Wohngebiet erschlossen, welches viele Menschen aus der etwa 15 km entfernten Stadt Erfurt anzog. In Riechheim stieg die Einwohnerzahl von etwa 150 auf etwa 600, sodass der Ort nun sowohl größter Ortsteil der Gemeinde als auch der Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg ist.

 

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Elleben besteht seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren, die alle der Freien Wählergemeinschaft Riechheim-Elleben-Gügleben angehören. Die ebenfalls angetretene SPD konnte keinen Sitz besetzen.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister ist seit 2004 Rudolf Neubig, er wurde zuletzt bei der Wahl am 5. Juni 2016 im Amt bestätigt.[7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Elleben ist besonders die barocke Dorfkirche Elleben aus dem Jahr 1729 sehenswert. Ein Flügelaltar von Valentin Lendenstreich von 1498 und zwölf Apostelfiguren schmücken dieses Gotteshaus. Die erste Innensanierung ist aus dem Jahre 1884 überliefert. Das Mondglasfenster aus dem Jahre 1436, ein kreisförmig verziertes Kirchenfenster, ist heute noch die Attraktion.

Der noch bestehende Männerchor wurde 1746 gegründet und ging aus der Initiative der evangelischen Kantorei hervor.[8]

Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde gehört zum Kirchspiel Elxleben.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Elleben hat keinen Bahnanschluss und auf dem Gebiet der Gemeinde gibt es auch keine Bundesstraße. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Erfurt West und Erfurt Ost der Autobahn A4 bzw. Arnstadt Süd der A71. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Erfurt, Arnstadt und Kranichfeld.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Elleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 68
  3. Quelle für schwarzburgische und sächsische Orte: Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books. Quelle für preußische Orte: Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Einwohnerzahlen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Bevölkerungsentwicklung ab 1989 (TLUG) (Memento des Originals vom 29. Oktober 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tlug-jena.de (PDF; 18 kB)
  6. Thüringer Landesamt für Statistik: Wahlen in Thüringen, Gemeinderatswahl 2019 in Thüringen - endgültiges Ergebnis, Elleben. Abgerufen am 13. August 2019.
  7. Thüringer Landesamt für Statistik: Wahlen in Thüringen, Bürgermeisterwahl 2016 in Thüringen, Elleben. Abgerufen am 13. August 2019.
  8. Evangelischer Kirchenkreis Arnstadt - Ilmenau-Elleben - Abgerufen im Internet im Oktober 2013
  9. Wilhelm von Gümbel: Emmerling, Ludwig August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 6, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 87 f.