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Eidgenössisch-Demokratische Union Aargau
Logo der Eidgenössisch-Demokratischen Union
Gründungsdatum: 1991
Gründungsort: Aarau
Präsidium: Roland Haldimann
Vizepräsidium: Martin Bossert
Generalsekretär: Franziska Müller (Aktuarin)
Wähleranteil: 1,7 %
(Stand: Grossratswahlen 2012)
Kantonale Parlamente: 2 Sitze[1]
Parteigliederung: 9 Bezirksparteien
Website: www.ag.edu-schweiz.ch

Die Eidgenössisch-Demokratische Union Aargau (französisch Union Démocratique Fédérale UDF, italienisch Unione Democratica Federale UDF, rätoromanisch Uniun democratica federala UDF), kurz EDU Aargau, ist eine christliche und wertkonservative politische Partei. Als Aargauer Kantonalpartei der EDU Schweiz setzt sich vor allem für ethische Anliegen ein und engagiert sich für ausgeglichene Staatsfinanzen.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Von 1997 bis 2001 war die EDU mit Erwin Plüss aus Rothrist im Aargauischen Grossen Rat – welcher damals aus 200 Mitgliedern bestand – vertreten. Nach der Verkleinerung des Grossen Rates von 200 auf 140 Mitglieder verloren die EDU dieses Mandat. Erst als 2009 das doppelte Pukelsheim Wahlverfahren eingeführt wurde war die EDU mit zwei Mandaten erneut im kantonalen Parlament vertreten. 2012 konnte die EDU ihre Sitze bestätigen.

Inhaltliches ProfilBearbeiten

Die EDU Aargau orientiert ihre Politik an biblischen Grundwerten. Sie sieht in der Ehrfurcht und Verantwortung vor dem Schöpfer die Grundlage für «wahre Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenwürde».

Wirtschaftspolitisch positioniert sie sich liberal und tritt für soziale Marktwirtschaft und einen schlanken, starken und sicheren Staat ein. Um die Kantonsfinanzen im Gleichgewicht zu halten, will die EDU konsequent sparen, Schulden abbauen und dann Steuern senken. Zudem will die EDU Aargau, dass Steuerbetrüge und -hinterziehungen unattraktiv gemacht werden.

Gesellschaftspolitisch sieht sie sich als konservativ. Sie sieht die Ehe und Familie als «Grundzelle» der Gesellschaft, welche es vor dem Zerfall zu schützen gilt und finanziell entlasten werden muss. Ein grosses Anliegen der EDU Aargau ist das Leben und die Menschenwürde. Dazu müssen so viele Selbstmorde und Abtreibungen wie möglich durch vorbeugende Massnahmen und Hilfsangebote für Gefährdete verhindert werden.

Um die soziale Gerechtigkeit zu erhöhen, möchte die EDU keine weiteren Steuererleichterungen für die obersten Einkommen und keine Senkung der Prämienverbilligung bei den Krankenkassen. Zudem lehnt die EDU die Subventionierung der familienexternen Kinderbetreuung durch Kanton und Gemeinden ab. Aus ihrer Sicht ist Kinderbetreuung keine Staats-, sondern Elternaufgabe und führe zu höheren Steuern. Weiter möchte die EDU eine Anpassung der Kinder- und Ausbildungszulagen an die Teuerung.

Sicherheitspolitisch setzt die EDU Aargau auf die Kantonspolizei, deren Sollbestand aufgefüllt werden soll. Zusätzlich müsste sowohl die Ausschaffungs- wie auch die Verwahrungsinitiative konsequent umgesetzt werden und das Asylverfahren beschleunigt werden.

OrganisationBearbeiten

Die EDU Aargau gliedert sich in die neun Bezirksparteien Aarau, Baden, Brugg, Kulm, Laufenburg, Lenzburg, Rheinfelden, Zofingen und Zurzach.

Der Vorstand setzt sich aus der Präsident, Vize-Präsident, Aktuarin, Kassier und je einer Vertretung jeder Bezirkspartei zusammen.

MandateBearbeiten

Grosser RatBearbeiten

Im Grossen Rat ist die EDU Aargau mit Martin Lerch aus dem Bezirk Zofingen und Rolf Haller aus dem Bezirk Kulm vertreten.

WähleranteilBearbeiten

Die EDU Aargau hat bei den letzten Grossratswahlen (2016) um 0,09 Prozentpunkte auf 1,77 Prozent gesteigert.

Ergebnis der letzten Grossratswahlen nach Bezirken.[2]

Bezirk EDU-Wähleranteil Anzahl zu vergebende Sitze Anzahl erhaltene Sitze
Aarau 1.95 (+0.12) 16 0
Baden 0.49 (-0.06) 30 0
Bremgarten 1.08 (+0.45) 16 0
Brugg 1.65 (+0.54) 11 0
Kulm 5.35 (+0.12) 9 1
Laufenburg 1.61 (+0.58) 7 0
Lenzburg 0.99 (-0.36) 12 0
Muri 0.93 (+0.26) 7 0
Rheinfelden 1.98 (-0.08) 10 0
Zofingen 4.54 (-0.21) 15 1
Zurzach 1.01 (+0.14) 7 0

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1]@1@2Vorlage:Toter Link/www.ag.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Definitive Schlussresultate des statistischen Amt Kanton Aargau
  2. Gesamterneuerungswahlen des Grossen Rats 2016. In: www.ag.ch. Abgerufen am 2. Dezember 2016.