Dissenchen

Ortsteil von Cottbus

Dissenchen, niedersorbisch Dešank, ist ein Ortsteil der Stadt Cottbus in der brandenburgischen Niederlausitz.[2] Dissenchen ist mit einer Fläche von 30,7 Quadratkilometern der flächenmäßig größte Stadtteil von Cottbus.

Stadt Cottbus
Koordinaten: 51° 45′ 48″ N, 14° 23′ 36″ O
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 30,7 km²
Einwohner: 1140 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner/km²
Eingemeindung: 6. Dezember 1993
Postleitzahl: 03052
Vorwahl: 0355
Karte
Lage von Dissenchen in Cottbus
Feuerwehr Dissenchen
Feuerwehr Dissenchen

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt vier Kilometer östlich von Cottbus. Auf der Gemarkung von Dissenchen befindet sich zudem der Wohnplatz Schlichow.[3] Zur (heutigen) Gemarkung Dissenchen gehören große Teile des Tagebaus Cottbus-Nord.

Nachbarorte sind im Norden Neuendorf und Bärenbrück, im Osten auf kurze Erstreckung Heinersbrück, Grötsch, Gosda und Kathlow, im Süden an Haasow und Branitz, und im Westen an Sandow, Merzdorf und Willmersdorf. Zur heutigen Gemarkung von Dissenchen gehören die ehemaligen Gemarkungen und Ortslagen der devastierten Orte Groß Lieskow, Klein Lieskow, Lakoma und Tranitz.[3]

GeschichteBearbeiten

Am 6. Dezember 1993 wurde Dissenchen in die kreisfreie Stadt Cottbus eingemeindet.[4]

BevölkerungBearbeiten

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Lausitz ermittelte Arnošt Muka in den 1880er Jahren eine Bevölkerungszahl von 298 Einwohnern, davon waren 291 Sorben (98 %) und sieben Deutsche.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Ort befindet sich die Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Dissenchen/Dešank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohner nach Ortsteilen. In: cottbus.de. Stadtverwaltung Cottbus – Fachbereich Bürgerservice, 31. Dezember 2017, abgerufen am 30. Januar 2018.
  2. Kreisfreie Stadt Cottbus – Ortsteile nach § 45 Kommunalverfassung – Wohnplätze. In: service.brandenburg.de. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, abgerufen am 4. Mai 2016.
  3. a b BrandenburgViewer der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB)
  4. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1993 StBA
  5. Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.