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"Gott" und "*deiwos"Bearbeiten

Unter "Indogermanischer Ursprung" im Abschnitt "Etymologie im germanischen Sprachraum" steht, dass das Wort "Gott" zurückgeht auf das indogermanische "*deiwos". Ist es in Wahrheit aber nicht so, dass der Name des Gottes *Tiwaz auf das indogermanische Wort "*deiwos" für "Gott" zurückgeht?

Da ist wohl was durcheinandergekommen. Natürlich geht nicht das germanische "god", "Gott", "gud" usw. auf *deiwos zurück (was ja, wie das Sternchen kenntlich macht, eh nur eine erschlossene, nicht eine in irgendwelchen Quellen bezeugte Form ist), sondern deus, Zeus, deity, deva etc. Gott hat eine andere Herkunft, wie auch der nächste Absatz klar macht. --Johannes Rohr (Diskussion) 21:36, 20. Jan. 2019 (CET)

So oder ähnlich stand es auch in älteren Versionen des Artikels. Weiter unten unter "Indogermanischer Ursprung" steht dann auch tatsächlich, dass das Wort "Gott" vom indogermanischen "*ghuto-m" abstammt.

Folgende Verbesserung schlage ich vor:

1 Geschichte der „Gottesidee“ ...Hinweis auf Gottheiten interpretiert werden können[17]

Hier ergänzt um: Das „Gottkalkül“ ist ein die Menschheit bis heute begleitendes Lenkwerkzeug. Mit dieser vielfältig nutzbaren Ersatzwahrheit füllten Interessierte fehlendes Wissen. Ihr fortschreitend erweitertes Übernatürliches ermöglichte es ihnen, damit emotional zu lenken. Dies wurde zum wesentlichen Treibmittel des kulturellen Menschen. Heutiges Wissen entzieht diesem Jahrtausende alten Verführungsinstrument jede Grundlage. Drei einfache Beweise nüchternen Wissens enttarnen unsere wichtigste, entwicklungstreibende aber auch konflikttreibende Kulturlüge:

1. Das All, die Planeten und die Erdnatur einschließlich des Menschen, wurden durch Gesetzmäßigkeit und durch Zufall. Zufall aber schließt jedes planende oder steuernde „Göttliche“ aus. 2. Es waren Männer, die sich lenkende und dominierende Männergötter erfanden. 3. Einer schrieb vom andern kreativ ab.

Der Physiker Hawking zeigt in „Kurze Antworten auf große Fragen“[134] aus physikalischer Sicht, dass es ein Konstrukt Gott nicht geben kann. Rembold zeigt in „wohin treibt die kulturelle evolution?“[136] aus darwin'scher Sicht[135] das Entstehungsmuster der Götterlügen. Es ist ein Fakt, dass „Gott“ ein emotional sehr wirksam nutzbares fake ist.


2 Begriffsbestimmung und -abgrenzung 3 Etymologie im germanischen Sprachraum 3.1 Indogermanischer Ursprung 3.2 Bedeutungsverschiebung zu christlicher Zeit 4 Klassifikation von Gottesvorstellungen ...

Literatur: [134]Charles Darwin: The Origin of Species by Means of Natural Selection, 6. Auflage,--Bopserle (Diskussion) 14:27, 20. Jan. 2019 (CET) John Murray, London 1872 [135]Stephen Hawking: Kurze Antworten auf große Fragen, 13. Druckaufl. Klett-Cotta, Stuttgart 2018, ISBN: 978-3-608963762 [136]Rudi Rembold: wohin treibt die kulturelle Evolution?, rationalverlag, Gerlingen 2018, ISBN: 978-3-981386592

Wow, du wagst dich an den "Kein-Gott-Beweis", an dem schon hunderte Philosphen gescheitert sind! Ich muss dich allerdings enttäuschen, denn deine Beweiskette ist in vielfältiger Hinsicht nicht ausreichend und beweist definitiv nicht, dass es nichts "Göttliches" gibt. Vorweg: Ich glaube nicht an Gott im christlichen Sinne ... und genau da geht das Dilemma schon los, denn der Begriff "Gott" schließt neben der "Vater im Himmel-Idee" viele weitere Vorstellungen ein – etwa auch die pantheistische. Wenn der Gegenstand, der widerlegt werden soll, nicht einmal klar definiert werden kann, ist die Widerlegung von vorn herein absurd. Da es im Universum nicht nur die zunehmende Entropie gibt, die aus den Naturgesetzen abgeleitet werden kann, sondern ebenso die umgekehrte Entwicklung zu höheren Energieformen und komplexeren Strukturen – und vor allem – weil die Frage, wieso das alles existiert, niemals naturwissenschaftlich beantwortet werden kann (mag TF sein, ist für mich aber absolut logisch), ist es weder zu widerlegen, noch zu beweisen, ob es etwas "übernatürliches, nicht den Gesetzen des existierenden Universum gehorchendes Göttliches" gibt oder nicht. Da kommt auch ein Hawking nicht dran vorbei. Punkt.--Fährtenleser (Diskussion) 19:21, 20. Jan. 2019 (CET)

Hallo Fährtenleser, von Einstein stammt wohl der Ausspruch, dass er zwar Atheist sei, aber hinter allem ein Ur-Prinzip sehe. Und dieses „Urprinzip“ erinnert (mich) an das Eine im Neuplatonismus. Deshalb vermute ich, dass viele Physiker, die weiter denken als gerade nur um ihre eigene Ecke, ähnlicher oder vergleichbarer Meinung sind.--Imruz (Diskussion) 11:58, 21. Jan. 2019 (CET)

Hallo @Imruz:, das hoffe ich auch! "Das Eine" des Neuplatonismus erinnert mich übrigens verdächtig an das chinesische Dao. Gruß --Fährtenleser (Diskussion) 18:55, 22. Jan. 2019 (CET)

Ergänzung des Abschnitts 'Deismus' durch einen letzten AbsatzBearbeiten

Es gibt moderne Denkansätze, die man als Neodeismus bezeichnen könnte. Letzterer ist dadurch charakterisiert, dass er versucht, dem Begriff 'Gott' einen neue Deutung zu geben, indem er das Wesen, dass viele Religionen als Gott bezeichnen, im Anschluss an Samuel Alexander als emergentes Phänomen auffasst. [1] Gott wird in dieser Deutung nicht als statisches Wesen angesehen, sondern als das Resultat einer dynamischen Entwicklung, die in einem einheitlichen Weltbewusstsein kulminiert (mit einer deutlichen Analogie zur Noosphäre von Pierre Teilhard de Chardin, ohne dessen christologischer Deutung). Mit diesem Konzept lässt sich eine Brücke bauen zwischen Wissen und Glauben und eine Versöhnung herstellen zwischen Naturwissenschaft und Theologie einerseits sowie zwischen den verschiedenen Religionen andererseits, s. hierzu den Artikel'Gott (Christentum).

--2003:D4:1F11:5726:36E6:D7FF:FE30:4373 18:49, 3. Feb. 2019 (CET)

  1. Hermann Helbig: Welträtsel aus Sicht der modernen Wissenschaften - Emergenz in Natur, Gesellschaft, Psychologie, Technik und Religion, Springer, 2018, ISBN 978-3-662-56288-8, Kap. 9 und 10
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