Diedrich Bischoff

1866 bis 1946 Geburtsort Bremen Sterbeort Gaschwitz bei Leipzig Beruf/Funktion Freimaurer ; Versicherungsfachmann Konfession reformiert Namensvarianten Adam Ego (Pseudonym) Ego, Adam (Pseudonym) Bischoff, Diedrich Adam Ego (Pseudonym) adam ego Ego, A

Diedrich Bischoff, Pseudonym: Adam Ego, (* 15. Februar 1866 in Bremen; † 8. Februar 1946 in Gaschwitz) war ein deutscher Freimaurer und Schriftsteller.

LebenBearbeiten

Er war der Sohn des Bremer Architekten Bischoff und dessen Ehefrau Clara geborene Mahncken. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bremen studierte Diedrich Bischoff Jura, Volkswirtschaft und Philosophie an der Universität Freiburg im Breisgau, wechselte dann an die Universität Berlin und zum Schluss an die Universität Göttingen. Er wurde Versicherungsfachmann und Direktor der Lebensversicherung Teutonia in Leipzig, nachdem er 1896 in die Messestadt umgezogen war.

Bischoff war Mitglied der Johannisloge „Phoenix“ in Leipzig sowie Ehrenmitglied von Johannislogen in Leipzig, Bremen, Worms, Dresden, Gera und ab 1912 der Loge Zur Eule auf der Warte in Eilenburg.[1] 1910 übernahm er die Leitung des Vereins Deutscher Freimaurer.[2]

1933 wurde von den Nationalsozialisten seine 1919 in München erschienene Schrift Sozialismus als Religion verboten.[3]

Diedrich Bischof war Mitglied des Commenius-Gesellschaft und des Vereins für Versicherungs-Wissen.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Echte und falsche Gerechtigkeit. Ein Wort wider den Sozialismus. Hesse, Leipzig 1898.
  • Einiges über die Geschichte und die Bestrebungen des Vereins Deutscher Freimaurer. Eröffnungsrede und Begrüßungsansprache zum 50jährigen Jubiläum des Vereins. Zechel, Leipzig 1911 (Digitalisat).
  • Wie kam's und wohin geht's? Kriegsbetrachtungen. Zechel, Leipzig 1914.
  • Sozialismus als Religion. Reinhardt, München 1919.
  • Freimaurerische Vaterlandsliebe. Ein Vorwort zur 55. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Freimaurer. Leipzig 1923.
  • Der Verein deutscher Freimaurer und seine Gegner. Ein Wort zur Wehr und Lehr. Leipzig 1925.
  • Internationalismus und Freimaurerei. Eine Zeitbetrachtung. Leipzig 1929.
  • Nationalsozialismus und Freimaurerei, Leipzig o. J. [1931].
  • Die neue Wirtschaftsidee und die Freimaurerei, Leipzig 1932.
  • Der Ruf unserer Zeit nach Menschwerdung. Die deutsche Schicksalsfrage im Lichte der Freimaurerei, Gotha 1932.
  • Idealismus und Wirtschaft. Ein Vortrag. Gotha 1933.
  • Revolution des Geistes. Vortrag, Leipzig 1935.

ProsaBearbeiten

  • Masonia – Ein Blick in eine andere Welt. Max Hesses Verlag, Leipzig 1905.

FamilieBearbeiten

Diedrich Bischoff heiratete in zweiter Ehe 1894 Hildegard geborene Nolte, Tochter des Baumeisters Adolf Nolte. Aus der Ehe gingen drei Söhne und zwei Töchter hervor.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geschichte der St. Johannis-Loge Zur Eule auf der Warte zu Eilenburg, Offenhauer, Eilenburg 1912
  2. Verein Deutscher Freimaurer
  3. Verbrannte und Verbannte