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Die Schule der Diktatoren

Die Schule der Diktatoren ist eine Komödie von Erich Kästner aus dem Jahr 1956, die sich kritisch mit Diktaturen auseinandersetzt.

Daten
Titel: Die Schule der Diktatoren
Gattung: Eine Komödie in neun Bildern
Originalsprache: Deutsch
Autor: Erich Kästner
Erscheinungsjahr: 1956
Uraufführung: 1957
Ort der Uraufführung: Münchner Kammerspiele, München
Personen
  • Der Kriegsminister
  • Der Premier
  • Der Leibarzt
  • Der Professor
  • Der Inspektor
  • Der Präsident
  • Seine Frau
  • Sein Sohn
  • Der Major
  • Der Stadtkommandant
  • Der Vierte
  • Der Fünfte
  • Der Sechste
  • Der Siebente
  • Der Achte
  • Der Neunte
  • Paula
  • Doris
  • Stella
  • Eine Wirtin
  • Ein Matrose
  • Ein Hausierer
  • Ein Buchhalter
  • Ein Halbwüchsiger
  • Ein junges Mädchen
  • Der Nuntius
  • Der Doyen
  • Der Zehnte, der Elfte, der Zwölfte, der Dreizehnte, der Vierzehnte, ein Panzerleutnant, ein Unteroffizier, zwei Soldaten

Das Stück hatte seine Uraufführung 1957 in München.

HandlungBearbeiten

Die groteske Komödie entstand vor dem Hintergrund der Erfahrungen Kästners während der nationalsozialistischen Diktatur: Anonyme Drahtzieher – verkörpert durch den Kriegsminister, Premier, Leibarzt und Stadtkommandanten – etablieren eine Zwangsherrschaft mit austauschbaren Diktatoren-Marionetten.

Eine Schule der Diktatoren, konzipiert und geleitet durch einen gewissenlosen Professor, hält eine Reihe an dressierten Präsidenten bereit, die den amtierenden Staatschef nach einem Attentat ersetzen können. Die Präsidentenfabrik bildet eine Reihe von Doppelgängern aus; in Gestik, Sprache und Aussehen immer gleichartige Staatsoberhäupter. Das Volk merkt nichts.

Die Präsidenten-Mimen werden geschickt trainiert und dressiert – werden durch leichte Mädchen bei Laune gehalten und müssen totalen Gehorsam gegen die eigentlichen Drahtzieher der Macht zeigen. Leisten sie sich Zeichen von Eigenwilligkeit, werden sie beseitigt und durch einen Nachfolger aus der Präsidentenfabrik ersetzt.

Doch nicht alle dressierten Marionetten spielen das Spiel mit. Der Siebente aus der Reihe der Ersatz-Staatsoberhäupter plant einen Putsch, der die Demokratie bringen soll, dann aber vereitelt wird. Im Endeffekt wird ein Regierungsumschwung vorgespielt. Die Verschwörer werden jedoch nur durch neue ersetzt.

LiteraturBearbeiten