Die Bibel – Esther

Fernsehfilm

Die Bibel – Esther ist ein TV-Film, der das Leben von Königin Ester erzählt. Auch ist diese Bibeladaption eine der seltenen, bei der eine Frau Hauptakteur ist.

Filmdaten
Deutscher TitelDie Bibel – Esther
OriginaltitelEsther
ProduktionslandUSA, Italien, Deutschland
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1999
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieRaffaele Mertes
DrehbuchSandy Niemand
ProduktionLorenzo Minoli
MusikCarlo Siliotto
KameraGiovanni Galasso
SchnittAlessandro Lucidi
Besetzung

HandlungBearbeiten

Der Film folgt der biblischen Erzählung im gleichnamigen Buch:

Die junge Jüdin Hadassa lebt zusammen mit ihrem Onkel Mordechai im Exil in Persien, das von Xerxes I. regiert, einem melancholischen König, der seine Frau, Königin Waschti verstößt, als diese ihm eines Tages nicht zu Willen ist. Doch es verlangt ihn bald darauf nach einer Frau. Darum lässt er junge Frauen aus allen Teilen des Königreiches zu sich an den Hof verschleppen. So gelangt auch die Waise Hadassa an den Königshof, die sich von nun an Esther nennt.

Esther gefällt dem König so gut, dass er sie bald darauf heiratet. Ein Mordanschlag auf den König wird durch die Aufmerksamkeit Mordechais vereitelt. Doch ihr Leben in Macht und Reichtum wird getrübt von der Tatsache, dass Haman, der königliche Berater, der sich auf die Stelle des Kämmerers gekauft und gemordet hat, plant, seine Feinde, die Juden, überall im Reich auszurotten. Er erlässt dazu ein Gesetz, das einen ausgelosten Tag zu deren Vernichtung bekanntgibt. Sein persönlicher Feind Mordechai kann die Nachricht davon Esther überbringen, die es wagt, gegen die Gesetze ungerufen zum König zu gehen.

Nachdem Haman große Schmach erlitten hat, als er Mordechai ehren muss, dem der König damit für seine Verdienste dankt, wird Xerxes mit Haman zum Gastmahl bei Esther eingeladen; Esther eröffnet ihrem Mann die Heimtücke Hamans, der daraufhin am von ihm für Mordechai errichteten Galgen gehängt wird.

Mordechai, der neue Kämmerer, und Esther können durch ein weiteres Gesetz den Verlust an Menschen in Grenzen halten; die jüdische Bevölkerung bleibt teils in Persien, teils kehrt sie in ihr Heimatland zurück.

HintergrundBearbeiten

Der Film markiert das Regiedebüt von Kameramann Raffaele Mertes und wurde in Marokko gedreht.

Das Ziel der Autoren war es, zu vermitteln, dass Frauen durchaus Hauptrollen in Bibelfilmen übernehmen können.

Ein geschickter Trick ist es, die Propheten Esra und Nehemia in die Geschichte einfließen zu lassen, obwohl es unwahrscheinlich ist, dass sie zur Zeit der Esther gelebt haben, geschweige denn, Mordechai gekannt.

KritikBearbeiten

„Farbenprächtige, um literarische Genauigkeit bemühte Adaption mit internationaler Starbesetzung, die den legendenhaften Charakter der biblischen Vorlage zugunsten parabelhafter Züge abschwächt und ironische Zwischentöne zum Klingen bringt.“

„Auch bei diesem Film der Reihe ist die Optik das größte Plus: Aufwändige, im Maßstab 1:1 errichtete, sehr ästhetische und realistische Kulissen stellen die antike Stadt Susa dar und führen dem Zuschauer eindrucksvoll die ganze Pracht des alten Persien vor Augen – eingefangen von einer wirklich schönen Kamera-Arbeit. Raffaele Mertes hat ein Händchen für kleine, lebendige und unterhaltsame Alltagsszenen, die den Film ungemein bereichern – der mit 90 Minuten auch genau die richtige Länge hat, um noch kurzweilig zu sein (...)“

SynchronisationBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Bibel – Esther. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet