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Dido während der Still-on-My-Mind-Tour in Zürich (2019)

Dido (Aussprache: [ˈdaɪdoʊ]; * 25. Dezember 1971 in Kensington, London; eigentlich: Dido Florian Cloud de Bounevialle O'Malley Armstrong[1]) ist eine britische Sängerin und Songwriterin französisch-irischer Abstammung.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Dido besuchte zunächst die City of London School for Girls und danach die Westminster School (beides historische Privatschulen). Nachdem ihr Interesse für Musik geweckt war, ging sie auf die Londoner Guildhall School of Music und lernte dort, Klavier und Geige zu spielen. Sie ist die Schwester des Musikproduzenten Rollo Armstrong (Faithless, Dusted). Dido ist seit 2010 mit dem britischen Drehbuchautor Rohan Gavin verheiratet. 2011 wurde der gemeinsame Sohn geboren.[2]

Künstlerischer WerdegangBearbeiten

Vor ihrer Solokarriere war Dido Background-Sängerin bei Faithless, der Band ihres Bruders Rollo. In dieser Zeit nahm sie einige Stücke auf, die auf dem Album Odds and Ends von ihrer Plattenfirma zu Promo-Zwecken veröffentlicht wurden. Diese Stücke sind auch auf ihrem Debütalbum No Angel (1999) zu finden. Der kommerzielle Erfolg blieb zunächst aus und Dido tingelte durch Amerika. Das Lied Thank You wurde 1998 zum Soundtrack des Films Sliding Doors. Den endgültigen kommerziellen Durchbruch hatte Dido, als Eminem – mit ihrer Einwilligung – ein Sample ihres Liedes Thank You als Grundlage für seinen Hit Stan benutzte. Daraufhin wurden das Album sowie die Singles Here with Me (der Titelsong der Fernsehserie Roswell) und Thank You zu Millionensellern. 2002 nahm Dido zusammen mit Carlos Santana das Lied Feels Like Fire auf, das auf Santanas Album Shaman veröffentlicht wurde.

Didos zweites Album Life for Rent erschien im September 2003. Die erste Singleauskopplung White Flag wurde im Herbst 2003 ein Nummer-eins-Hit in Deutschland, Österreich und Italien. Life for Rent war im August 2004 bereits mehr als 40 Wochen in den Top-100-Albumcharts vertreten und wurde in Deutschland mit Vierfach-Platin[3] ausgezeichnet (für 800.000 in Deutschland verkaufte Exemplare).

2004 ging Dido auf Welttournee und trat auch in Deutschland und Österreich auf. Auf dem Live-8-Konzert am 2. Juli 2005 sang sie im Duett mit Youssou N’Dour in London und in Versailles. Ebenfalls im Juli 2005 erschien das erste Livealbum Live at Brixton Academy.

In der zweiten Jahreshälfte 2006 begann Dido mit der Produktion eines dritten Albums, das 2007 erscheinen sollte. Am 22. Dezember 2006 verstarb jedoch ihr Vater William Armstrong, so dass sich die Veröffentlichung verzögerte. Das Album Safe Trip Home erschien dann erst Mitte November 2008. Bei diesem Album, das in Deutschland auf Platz 3[4] der Albumcharts einstieg, arbeitete Dido eng mit dem Produzenten Jon Brion zusammen. Dieser ermutigte sie dazu, bei den Aufnahmen die Tonspuren für Schlagzeug und Klavier selbst einzuspielen.[5] Auf dem Soundtrack zu dem Kinofilm Sex and the City 2 erschien 2010 ein neuer, bislang unveröffentlichter Dido-Song: Everything to Lose.

2013 veröffentlichte Dido ihr viertes Album Girl Who Got Away mit den Singles No Freedom und End of Night. Im gleichen Jahr erschien auch die Kompilation Greatest Hits.

Ihr fünftes Studioalbum mit dem Titel Still on My Mind erschien am 8. März 2019.[6]

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1999 No Angel
2
 Dreifachgold

(57 Wo.)
1
 Platin

(39 Wo.)
2
 Dreifachplatin

(78 Wo.)
1
 Zehnfachplatin

(147 Wo.)
4
 Vierfachplatin

(69 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juni 1999
Verkäufe: 21.000.000
2003 Life for Rent
1
 Dreifachplatin

(54 Wo.)
2
 Platin

(46 Wo.)
1
 Dreifachplatin

(54 Wo.)
1
 Neunfachplatin

(63 Wo.)
4
 Doppelplatin

(47 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 2003
Verkäufe: 13.000.000
2008 Safe Trip Home
3
 Gold

(14 Wo.)
11
(8 Wo.)
1
 Platin

(17 Wo.)
2
 Gold

(10 Wo.)
13
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 2008
Verkäufe: 1.200.000
2013 Girl Who Got Away
2
(8 Wo.)
6
(4 Wo.)
2
(11 Wo.)
5
 Silber

(12 Wo.)
32
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 2013
Verkäufe: 800.000
2019 Still on My Mind
6
(11 Wo.)
5
(2 Wo.)
4
(11 Wo.)
3
(13 Wo.)
45
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2019

AuszeichnungenBearbeiten

ECHO:

  • 2002: Künstlerin international

BRIT Awards:

  • 2002: Bestes britisches Album (für No Angel)
  • 2002: Beste britische Solokünstlerin
  • 2004: Beste britische Single (für White Flag)
  • 2004: Beste britische Solokünstlerin

Goldene Himbeere:

LiteraturBearbeiten

  • 2001: Maximum Dido – The Unauthorised Biography of Dido (Audio-Biografie)
  • 2001: Maximum Dido – The Unauthorised Biography of Dido in Words and Pictures

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zitat aus einem Interview in der Sharon Osbourne Show am 16. Oktober 2003. Auf die Frage, wie ihr richtiger Name sei: It's Dido Florian Cloud de Bounevialle O'Malley Armstrong
  2. Dido interview: why I've returned to performing. In: The Telegraph. 3. März 2013, abgerufen am 27. Oktober 2014.
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 22. Dezember 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sonybmg.at
  4. Musiknachrichten vom 25. November 2008 bei musik-base.de
  5. Künstlerbeschreibung bei musik-base.de
  6. [1], abgerufen am 17. November 2018.
  7. Chartquellen: DE AT CH UK US

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dido – Sammlung von Bildern