Deutsche Handballmeisterschaft 1960

Endrunde um die
Deutsche Handballmeisterschaft 1960
Meister TC Frisch Auf Göppingen
Mannschaften 6
Spiele 11
Tore 145 (ø 13,18 pro Spiel)
Deutsche Handballmeisterschaft 1959

Die Deutsche Handballmeisterschaft 1960 war die elfte vom Deutschen Handballbund (DHB) ausgerichtete Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Hallenhandball der Männer. Sie wurde am 5. und 6. März in der Killesberghalle in Stuttgart ausgespielt, in einem Endrundenturnier mit Gruppenphase in der Vorrunde.

Nach dem Finalsieg gegen den THW Kiel (6:3) war zum dritten Mal in Folge und zum insgesamt fünften Mal der TC Frisch Auf Göppingen neuer Deutscher Meister; die SV Polizei Hamburg war damit als Rekordmeister abgelöst.

Die mittlerweile erfahreneren Göppinger befanden sich 1960 auf dem Zenit ihrer Erfolgsgeschichte: innerhalb von 14 Tagen gewann Frisch Auf die Süddeutsche Meisterschaft, diese Deutsche Meisterschaft und abschließend als erste deutsche Mannschaft den Europapokal der Landesmeister (seit 1993 EHF Champions League) im Endspiel gegen den dänischen Meister Aarhus GF[1] im Stade Pierre de Coubertin in Paris.[2]

Modus Bearbeiten

Teilnahmeberechtigt an der Endrunde waren die Meister der fünf Regionalverbände sowie der Vizemeister des gastgebenden Verbandes, in diesem Jahr des Süddeutschen Handballverbands. In zwei Vorrundengruppen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Mannschaften für das Halbfinale, die jeweils Gruppenletzten spielten um Platz fünf.

In der Vorrundengruppe A spielten der Titelverteidiger TC Frisch Auf Göppingen (Regionalverbandsmeister Süd), der Berliner SV 1892 (Regional-/Landesverbandsmeister Berlin) und der SV Bayer 04 Leverkusen (Regionalverbandsmeister West).

In der anderen Gruppe trafen der THW Kiel (Regionalverbandsmeister Nord), der TSV 1860 Ansbach (Vizemeister Regionalverband Süd) und die TSG Haßloch (Regionalverbandsmeister Südwest) aufeinander.

Die Spieldauer betrug 2 × 20 Minuten.

Turnierverlauf Bearbeiten

Nach den mühsameren Siegen in der Vorrunde gegen den Berliner SV und Leverkusen sowie im Halbfinale gegen Ansbach beherrschte Göppingen den Norddeutschen Meister aus Kiel im Endspiel nach Belieben und gewann verdient; die Göppinger spielten einen kontrollierten Handball und warteten im Angriff mit langen, zweckmäßigen Ballstafetten geduldig auf ihre Chancen zum erfolgreichen Torwurf.[3]

Vorrunde Bearbeiten

Vorrundenspiele Gruppe A, 5. März

TC Frisch Auf Göppingen – Berliner SV 1892: 9:8
Berliner SV 1892 – SV Bayer 04 Leverkusen: 10:8
TC Frisch Auf Göppingen – SV Bayer 04 Leverkusen: 11:7
Abschlusstabelle Gruppe A Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1. TC Frisch Auf Göppingen 2 2 0 0 20:15 +5 4:0
2. Berliner SV 1892 2 1 0 1 18:17 +1 2:2
3. SV Bayer 04 Leverkusen 2 0 0 2 15:21 −6 0:4

Vorrundenspiele Gruppe B, 5. März

TSV 1860 Ansbach – TSG Haßloch: 6:2
THW Kiel – TSG Haßloch: 9:9
THW Kiel – TSV 1860 Ansbach: 6:1
Abschlusstabelle Gruppe B Sp. S U N Tore Diff. Punkte
1. THW Kiel 2 1 1 0 15:10 +5 3:1
2. TSV 1860 Ansbach 2 1 0 1 7:8 −1 2:2
3. TSG Haßloch 2 0 1 1 11:15 −4 1:3

Finalrunde Bearbeiten

Halbfinale, 6. März

TC Frisch Auf Göppingen – TSV 1860 Ansbach: 7:6
THW Kiel – Berliner SV 1892: 4:3

Spiel um Platz fünf, 6. März

SV Bayer 04 Leverkusen – TSG Haßloch: 9:4

Spiel um Platz drei, 6. März

Berliner SV 1892 – TSV 1860 Ansbach: 12:5

Finale, 6. März

TC Frisch Auf Göppingen – THW Kiel: 6:3 (Halbzeit: 3:2)

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Webpräsenz Frisch Auf Göppingen: Die Europapokal-Triumphe 1960 und 1962 (Memento vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive), abgerufen am 5. Dezember 2013.
  2. Eggers (Hg.), Handball, Göttingen 2004, S. 128
  3. Hamburger Abendblatt, 7. März 1960, S. 10 (s. Weblinks)