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Detern

Gemeinde in Ostfriesland, Niedersachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Detern
Detern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Detern hervorgehoben
Koordinaten: 53° 13′ N, 7° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Leer
Samtgemeinde: Jümme
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 43,3 km2
Einwohner: 2766 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 26847
Vorwahl: 04957
Kfz-Kennzeichen: LER
Gemeindeschlüssel: 03 4 57 006
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausring 8-12
26849 Filsum
Webpräsenz: www.detern.de
Bürgermeister: Franz-Gerhard Brakenhoff (Bürger pro Jümme)
Lage der Gemeinde Detern im Landkreis Leer
BorkumLütje Horn (gemeindefrei)BundeWeenerWestoverledingenRhauderfehnLeer (Ostfriesland)OstrhauderfehnDeternJemgumMoormerlandNortmoorBrinkumNeukamperfehnHoltlandFirrelSchwerinsdorfFilsumUplengenHeselLandkreis LeerLandkreis Leer (Borkum)NiedersachsenLandkreis EmslandKönigreich der NiederlandeEmdenLandkreis AurichLandkreis WittmundLandkreis FrieslandLandkreis AmmerlandLandkreis CloppenburgKarte
Über dieses Bild

Detern ist eine kleine ostfriesische Gemeinde im Nordwesten Deutschlands. Sie gehört zur Samtgemeinde Jümme im Landkreis Leer in Niedersachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Der Ort liegt ca. 50 Kilometer von der Grenze zu den Niederlanden und 50 Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Die Jümme fließt durch die Gemeinde.

GemeindegliederungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Nahe Detern fand am 27. September 1426 die Schlacht von Detern statt. Die Ortsfeuerwehr wurde mit Stickhausen und Velde gebildet.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Amdorf, Barge, Neuburg, Stickhausen und Velde eingegliedert. Dabei verlor die Gemeinde den Zusatz Flecken.[2]

OrtsnameBearbeiten

Eine alte Bezeichnung Deterns war 1752 Dedarden/Detarden. Das Grundwort des Ortsnamens geht vermutlich auf „-ard“ für „Siedlung, Wohnstätte“ zurück. Der erste Teil des Ortsnamens hat in „thiotan“ für „rauschen, tönen“ seinen Ursprung, wahrscheinlich liegt ein Gewässername zu Grunde. Er hat die Bedeutung „die Lärmende, Rauschende“; also vermutlich „rauschendes Wasser“, da das Aper Tief in der Nähe liegt. Demnach steht der Ortsname für „Siedlung am rauschenden Wasser“.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Detern besteht aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 2001 und 3000 Einwohnern.[4] Die 13 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
CDU 37,6 % 5 −2,4 % 0
SPD 34,7 % 4 +12,5 % +1
Allgemeine Wählergemeinschaft (AWG) 13,9 % 2 −4,2 % 0
Bürger pro Jümme (BpJ) 13,8 % 2 +13,8 % +2

Die SPD verzeichnete die größten Gewinne. Trotz Verlusten blieb die CDU stärkste Partei. FDP und Grüne verpassten den Einzug in den Gemeinderat. Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 56,5 %[5] etwas über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[6] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 58,4 %.[7]

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 22. Oktober 2015 ist Franz-Gerhard Brakenhoff (Bürger pro Jümme) ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Detern.[8] Er löste seinen seit November 2006 amtierenden Vorgänger Klaus-Dieter Bleeker (Bürger pro Jümme) ab,[9] der zum 22. Oktober 2015 aus dem Gemeinderat ausschied.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St.-Stephani-und-Bartholomäi-Kirche

SehenswürdigkeitenBearbeiten

NaturschutzgebieteBearbeiten

Das Naturdenkmal Barger Meer steht seit 1941 unter Naturschutz und umfasst 6,3 Hektar.

SportBearbeiten

Der 1922 gegründete Turn und Sportverein Detern e. V. bietet die Sportarten Fußball, Tennis, Badminton, Leichtathletik, Gymnastik und Turnen an. Größte Sparte ist der Fußball, die erste Herrenmannschaft spielt in der Ostfrieslandklasse B und die zweite Mannschaft in der Ostfrieslandklasse C. Die Damen spielen ab der Saison 2010 / 2011 nach einjähriger Abstinenz wieder in der Bezirksliga.

VerkehrBearbeiten

Der Betriebsbahnhof Stickhausen-Velde liegt an der Bahnstrecke Oldenburg–Leer. Die Züge passieren den Bahnhof ohne Halt.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Detern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 262.
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 29. Dezember 2016
  5. a b Samtgemeinde Jümme – Gemeinderatswahl Detern 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016
  6. hna.de: Kommunalwahlen: Alle Infos, alle Ergebnisse, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  7. Samtgemeinde Jümme – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl Detern 2011, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  8. Gemeinderat Detern, abgerufen am 27. März 2016
  9. oz-online.de: OZ-Online: Bleeker entscheidet die Wahl in Detern für sich, abgerufen am 29. Dezember 2016.