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Stickhausen

Ort in Ostfriesland, Niedersachsen, Deutschland

Stickhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Detern in der Samtgemeinde Jümme im Landkreis Leer in Ostfriesland.

Stickhausen
Gemeinde Detern
Koordinaten: 53° 12′ 55″ N, 7° 39′ 3″ O
Höhe: 3 m ü. NN
Einwohner: 173
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 26847
Karte
Lage von Detern im Landkreis Leer }
Turm der ehemaligen Burg Stickhausen

GeschichteBearbeiten

Zwischen 1432 und 1435 wurde die Burg Stickhausen von den Hamburgern zur Sicherung ihres Handels angelegt. Im Jahr 1453 wurde sie mit anderen Burgen im Emsiger- und Moormerland an den Häuptling Ulrich Cirksena übergeben. 1461 machen der Graf Gerd von Oldenburg und der Bischof Johann von Münster den Versuch die Burg einzunehmen. Im Jahr 1478 wurde die Oberburg ausgebaut und 1498 veranlasste Graf Edzard I. der Große die Errichtung des großen Turmes. In der Sächsischen Fehde wurde die Burg von den Braunschweigern eingenommen. Versuche Edzards im Jahr 1514 und 1516 die Burg zurückzuerobern schlugen fehl. Nach Ende der kriegerischen Auseinandersetzung, dem Frieden zu Zetel, wurde die Burg Stickhausen an den Grafen zurückgegeben.

In der Folgezeit wurden Steine der Burg Uplengen und der Kommende Hasselt zum Bau des Zwingers verwandt.

Im Dreißigjährigen Krieg (1622) wurde Stickhausen durch die Mansfelder besetzt. In der Zeit von 1637 bis 1649 wurde sie von hessischen Truppen als Stützpunkt genutzt.

Nach dem Aussterben des ostfriesischen Fürstenhauses im Jahr 1744, fiel Ostfriesland an Preußen, in deren Folge die Burg geschleift wurde.[1]

Der Turm der Burg ist erhalten geblieben und dient heute als Museum.

Am 1. Januar 1973 wurde Stickhausen in die Gemeinde Detern eingegliedert.[2]

Bei Stickhausen liegt das Urlaubsgebiet am Jümmesee, auch Stickisee genannt.

VerkehrBearbeiten

Der Betriebsbahnhof Stickhausen-Felde liegt an der Bahnstrecke Oldenburg–Leer. Die Züge passieren den Bahnhof ohne Halt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dettmar Coldewey: Frisia Orientalis – Daten zur Geschichte des Landes zwischen Ems und Jade.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 262.