Jon Moxley

US-amerikanischer Wrestler
(Weitergeleitet von Dean Ambrose)

Jonathan David Good (* 7. Dezember 1985 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Wrestler und Schauspieler, der aktuell bei All Elite Wrestling (AEW) unter dem Ringnamen Jon Moxley antritt. Seine bisher größten Erfolge der Erhalt der WWE Championship, der AEW World Championship sowie die Vervollständigung des Grand Slams.

Jonathan Good Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Dean Ambrose December 2018 crop.jpg
Intercontinental Champion Ambrose im Dezember 2018.
Daten
Geburt 7. Dezember 1985
Cincinnati, Ohio, USA
Ringname(n) Dean Ambrose
Jon Moxley
Namenszusätze The Lunatic Fringe
Death Rider
Körpergröße 188 cm[1]
Kampfgewicht 102 kg[1]
Angekündigt aus Cincinnati, Ohio
Trainiert von Cody Hawk, Les Thatcher
Debüt Juni 2004[2]

PrivatlebenBearbeiten

Seit dem 9. April 2017 ist er mit der Ringkommentatorin und -interviewerin Renee Paquette alias Renee Young verheiratet.[3] Im Juni 2021 wurden sie Eltern einer Tochter mit dem Namen Nora Murphy.[4] Am 15. Juni 2021 kam seine Tochter auf die Welt.

Wrestling-KarriereBearbeiten

Independent-Ligen (2004–2011)Bearbeiten

Jonathan Good begann seine Wrestlingkarriere in der Heartland Wrestling Association (HWA), wo er unter dem Namen Jon Moxley im Juni 2004 sein Debüt feierte. Es folgten Verpflichtungen bei verschiedenen Independent Promotions. Im Jahr 2005 schloss sich Good mit Jimmy Turner zu dem Tag Team Necessary Roughness zusammen. Mit Turner gewann Good mit der HWA Tag Team Championship seinen ersten Titel. Nach dem Verlust des Titels trennte sich das Team. Später formte Good mit Ric Byrne die Heartland Foundation. Am 19. August 2005 besiegten Good und Byrne Foreign Intelligence und gewannen damit die HWA Tag Team Championship, mussten die Titel jedoch am selben Tag wieder abgeben.

Am 10. Mai 2006 konnte Good HWA Superstar Pepper Parks besiegen und wurde damit zum ersten Mal zum HWA Heavyweight Champion gekürt. Vier Monate später verlor er den Titel an Chad Collyer, konnte ihn aber am 30. Dezember 2006 ein weiteres Mal mit einem Sieg gegen Pepper Parks zurückerlangen. Schon drei Tage später musste Good den Titel an „Buffalo Bad Boy“ Brian Jennings abgeben.

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Trainer Cody Hawk bildete Good erneut ein Tag Team. Im Juni 2007 hielten die beiden Wrestler für wenige Tage die HWA Tag Team Championship. Mitte 2007 geriet Goods Wrestlingkarriere vorübergehend ins Stocken, bis 2010 sollte er jedoch als Royal Violence gemeinsam mit King Vu zwei weitere Male die HWA Tag Team Championship halten. Während seiner Regentschaft als eine Hälfte der HWA Tag Team Champions gewann Good am 6. Januar 2010 ein drittes Mal die Heavyweight Championship, die er bis 14. Juli 2010 erfolgreich verteidigen konnte.[5]

Bei der CZW 11th Anniversary Show am 13. Februar 2010 besiegte Good seinen Kontrahenten B-Boy und gewann damit die CZW World Heavyweight Championship. Am 7. August 2010 musste Good den Titel nach einer Niederlage in einem Ultraviolent Three Way Dance an Nick Gage abgeben. Bereits am 14. August 2010 konnte Good den Titel erneut erringen, indem er Nick Gage und Egotistico Fantastico in einem Three Way Dance besiegte.[6] Bei CZW – TWELVE (12th Anniversary Show) am 12. Februar 2011 unterlag Good seinem Gegner „The Ego“ Robert Anthony und musste die CZW World Heavyweight Championship erneut abgeben.[7]

Von Ende 2009 bis Anfang 2011 trat Good bei der Wrestling Promotion Dragon Gate USA in den Ring. Am 27. März 2010 feierte er sein Pay-per-view-Debüt mit einem Hardcore-Match gegen Tommy Dreamer, das Good gewann.

Bei Full Impact Pro gewann Good am 17. April 2010 bei einem Match gegen Roderick Strong die vakante FIP World Heavyweight Championship. Gemeinsam mit Hade Vansen errang Good die IWA World Tag Team Championship der International Wrestling Association. Mit seinem Tag-Team-Partner Sami Callihan gewann er die wXw World Tag Team Championship der deutschen Wrestling-Liga Westside Xtreme Wrestling. 2010 und 2011 trat Good bei Insanity Pro Wrestling in den Ring, wo er den IPW Grand Title, die IPW World Heavyweight Championship, und die IPW Mid-American Championship erringen konnte.

Anfang Mai 2010 debütierte Good bei Evolve Wrestling, wo er bei Evolve 3: Rise or Fall gegen Drake Younger verlor. Am 11. April 2011 trat Good ein letztes Mal für Evolve in den Ring und verlor sein Match gegen Austin Aries.[5]

WWE (2011–2019)Bearbeiten

Florida Championship Wrestling (2011–2012)Bearbeiten

Anfang April 2011 wurde bestätigt, dass Good einen Entwicklungsvertrag mit der WWE abgeschlossen habe.[8] Im Juli desselben Jahres gab er unter dem Ringnamen Dean Ambrose sein Debüt in der WWE-Entwicklungsliga Florida Championship Wrestling. Durch Fehden mit Seth Rollins und William Regal erlangte Good schnell einen relativ hohen Bekanntheitsgrad.[9]

The Shield (2012–2014)Bearbeiten

 
Seth Rollins, Roman Reigns und Dean Ambrose als The Shield im Jahr 2014.

Am 18. November 2012 debütierte Good an der Seite von Seth Rollins und Roman Reigns als The Shield bei der Survivor Series, als das neu formierte Stable zugunsten von CM Punk in dessen WWE-Championship-Match gegen Ryback und John Cena eingriff.[10] Daraufhin kam es bei TLC: Tables, Ladders & Chairs zu einem Six-Man-TLC-Match, in dem The Shield gegen Ryback und die amtierenden WWE Tag Team Champions Team Hell No (Daniel Bryan und Kane) als Sieger hervorging.[11] In den folgenden Monaten bestritt das Stable weitere Six-Man-Tag-Team-Matches gegen John Cena, Ryback und Sheamus bei Elimination Chamber sowie gegen Sheamus, Randy Orton und Big Show bei WrestleMania 29, die jeweils gewonnen werden konnten.[12][13] The Shield kämpfte nach eigenen Angaben gegen Ungerechtigkeit und attackierte regelmäßig renommierte Wrestler wie The Rock.[14]

Bei Extreme Rules am 19. Mai 2013 sicherte sich Good die WWE United States Championship, indem er Kofi Kingston besiegen durfte.[15] In der Raw-Episode vom 5. Mai 2014 musste Good seinen Titel nach 351 Tagen Regentschaft an Sheamus abgeben, nachdem sich der Ire in einer 20 Man Battle Royal durchsetzen konnte.[16]

Fehde gegen Rollins und WWE World Champion (2014–2016)Bearbeiten

 
WWE World Champion Ambrose im Jahr 2016.

Am 2. Juni 2014 trennte sich The Shield, nachdem Seth Rollins Good und Roman Reigns hinterrücks attackierte und sich der Authority anschloss. Good und Rollins bestritten anschließend eine Fehde.

Bei TLC: Tables, Ladders & Chairs am 13. Dezember 2015 erhielt Good die WWE Intercontinental Championship von Kevin Owens. An diesen verlor er den Titel wieder am 15. Februar 2016 bei Raw.

Am 20. Juni 2016 gewann Good bei Money in the Bank das Money-in-the-Bank-Leiter-Match gegen Chris Jericho, Alberto del Rio, Sami Zayn, Kevin Owens und Cesaro und erhielt so ein Match um die WWE World Heavyweight Championship. Noch am selben Abend löste er seinen Vertrag ein, um das Match um den Titel zu bekommen und bestritt dieses gegen Seth Rollins, welcher den Titel Minuten zuvor von Roman Reigns gewonnen hatte. Good siegte durch Pinfall und wurde somit zum ersten Mal in seiner Karriere WWE Champion.[17]

Bei Raw am 18. Juli 2016 wurde Good bei der erneuten Trennung der beiden Hauptshows Raw und SmackDown in zwei separate Kader ("Brand Extension") als erster Draft-Pick zu SmackDown geschickt und führte seitdem die „blaue Show“ als WWE World Champion an. Bei Backlash am 13. September 2016 verlor er den Titel an AJ Styles.

Wiedervereinigung mit The Shield und zweite Fehde gegen Rollins (2017–2019)Bearbeiten

 
Intercontinental Champion Ambrose im Jahr 2017.

Am 3. Januar 2017 bei SmackDown besiegte Good The Miz und gewann somit zum zweiten Mal die WWE Intercontinental Championship. Beim Superstar Shake-up am 10. April wechselte er mit dem Titel zu Raw. Am 4. Juni 2017 bei Extreme Rules verlor er seinen Titel an The Miz, der ebenfalls zu Raw gewechselt war. Beim SummerSlam am 20. August 2017 gewann Good zusammen mit seinem ehemaligen Shield-Mitstreiter Seth Rollins die WWE Raw Tag Team Championship in einem Match gegen The Bar (Sheamus und Cesaro). An diese verloren sie den Titel wieder am 6. November 2017 bei Raw. In einem Match der Raw-Ausgabe vom 22. Oktober 2018 gewannen Good und Seth Rollins die Raw Tag Team Championship von Dolph Ziggler und Drew McIntyre erneut. Nach dem Sieg attackierte Good Seth Rollins und das Team trennte sich. Seth Rollins verlor die Raw Tag-Team-Championship in der Raw-Ausgabe vom 5. November 2018 gegen die Authors of Pain (Akam & Rezar) in einem 2-on-1-Handicap-Match. Bei TLC: Tables, Ladders & Chairs am 16. Dezember 2018 durfte Good zum dritten Mal die WWE Intercontinental Championship gewinnen, indem er seinen Kontrahenten Seth Rollins besiegte. Diesen Titel verlor er bereits wenige Wochen danach in einem Triple-Threat-Match mit Seth Rollins und Bobby Lashley in der Raw-Sendung vom 14. Januar 2019 an Lashley. Good verließ nach Wrestlemania 35 im April 2019 die WWE.[18] Er sagte, er wäre nicht zufrieden mit seinem Charakter Dean Ambrose und mag es nicht, vorgeschriebene Dialoge zu sprechen, weshalb er seinen Vertrag nicht verlängerte.

All Elite Wrestling (seit 2019)Bearbeiten

Beim ersten Event von All Elite Wrestling Double Or Nothing am 25. Mai 2019 gab Good sein AEW-Debüt, erneut unter dem Ringnamen Jon Moxley, als er im Main Event zwischen Chris Jericho und Kenny Omega eingriff, welche er nach Ende des Matches abfertigte. Noch am selben Tag veröffentlichte All Elite Wrestling eine Pressemitteilung. In dieser wurde bestätigt, dass Good einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnet hat.[19] Am 29. Februar 2020 bei Revolution durfte er Chris Jericho besiegen und somit die AEW World Championship gewinnen. Den Titel hielt er bis zum 2. Dezember 2020, als er ihn in der Dynamite-Sonderausgabe Winter Is Coming an Kenny Omega abgab.

New Japan Pro Wrestling (2019)Bearbeiten

New Japan Pro Wrestling bestätigte offiziell, dass Good am 5. Juni 2019 in Tokyo bei Best Of The Super Juniors XXVI im Finale debütieren werde.[20] Im Finale der Show gewann Good als Jon Moxley seinen ersten IWGP United States Heavyweight Championship von Juice Robinson.[21] Am 13. Oktober 2019 wurde der Titel für vakant erklärt, da Good aufgrund des Taifuns Hagibis, welcher am Wochenende vor dem geplanten Rückmatch bei King of Pro-Wrestling über Tokio wütete, nicht anreisen konnte. Bei Wrestle Kingdom 14 am 4. Januar 2020 traf Good in einem Texas Deathmatch auf Lance Archer, in dem er zum zweiten Mal IWGP United States Champion wurde.

Außerhalb des WrestlingsBearbeiten

Good machte sein Videospiel-Debüt in WWE 2K14 und ist seitdem als spielbare Figur in allen Spielen bis WWE 2K19 erschienen. Sein Film-Debüt gab er in dem Actionfilm 12 Rounds 3: Lockdown im Jahr 2015, in der Rolle des Detektivs John Shaw.

Titel und AuszeichnungenBearbeiten

TitelBearbeiten

 
United States Champion Ambrose im Jahr 2013.
  • Full Impact Pro
    • FIP World Heavyweight Championship (1×)
  • Heartland Wrestling Association
    • HWA Heavyweight Championship (3×)
    • HWA Tag Team Championship (1× mit Jimmy Turner, 1× mit Ric Byrne, 1× mit Cody Hawk, 2× mit King Vu)
  • Insanity Pro Wrestling
    • IPW World Heavyweight Championship (1×)
    • IPW Mid-American Championship (1×)
  • International Wrestling Association
    • IWA World Tag Team Championship (1× mit Hade Vansen)
  • Mad-Pro Wrestling
    • MPW Heavyweight Championship (1×)
    • MPW Tag Team Championship (1× mit Dustin Rayz)

AuszeichnungenBearbeiten

FilmografieBearbeiten

  • 2015: 12 Rounds 3: Lockdown
  • 2020: Cagefighter: Worlds Collide

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Jon Moxley. In: Profile. New Japan Pro-Wrestling. Auf NJPW1972.com (englisch), abgerufen am 25. Juni 2021.
  2. Statistics. dean-ambrose.net. Abgerufen am 22. Januar 2013.
  3. James Wortman: Renee Young and Dean Ambrose get married in Las Vegas. In: Smackdown › Article, 12. April 2017. Auf WWE.com (englisch), abgerufen am 24. Juni 2021.
  4. sport1.de: Moxley und Paquette: Baby ist da! 16. April 2021, abgerufen am 28. Juni 2021.
  5. a b Official Dean-Ambrose.net Biography. dean-ambrose.net. Abgerufen am 22. Januar 2013.
  6. Combat Zone Wrestling – 2010. Online World of Wrestling. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  7. Combat Zone Wrestling – 2011. Online World of Wrestling. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  8. WWE/DGUSA News: Dragon Gate USA wrestler signs developmental deal with WWE. In: Pro Wrestling Torch. 4. April 2001. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  9. WWE: Ambrose, Reigns und Rollins – Die Neuen im Kurzprofil. cagematch.de. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  10. James Caldwell: SURVIVOR SERIES NEWS: NXT stars debut in PPV main event angle, plus other news from annual PPV. In: Pro Wrestling Torch. Abgerufen am 19. November 2012.
  11. James Caldwell: CALDWELL'S WWE TLC PPV RESULTS 12/16: Complete "virtual-time" coverage of final 2012 PPV – Cena vs. Ziggler main event, Shield makes a statement PPV. In: Pro Wrestling Torch. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  12. James Caldwell: CALDWELL'S WWE ELIMINATION CHAMBER PPV RESULTS 2/17: Complete "virtual-time" coverage of Rock-Punk II, Elimination Chamber match, Shield beats Team Cena. In: Pro Wrestling Torch. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  13. James Caldwell: CALDWELL'S WWE WRESTLEMANIA 29 PPV RESULTS: Complete "virtual-time" coverage of live PPV from MetLife Stadium – Rock-Cena II, Taker-Punk, Lesnar-Hunter, more. In: Pro Wrestling Torch. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  14. Luis Campos: WWE News: The Rock Injured by the Shield After Last Night’s Raw. bleacherreport.com. 22. Januar 2013. Abgerufen am 23. Januar 2013.
  15. WWE Extreme Rules 2013. cagematch.de. Abgerufen am 6. Mai 2014.
  16. Tim Keeney: Sheamus Named New United States Champion After Winning 20-Man Battle Royal. bleacherreport.com. 5. Mai 2014. Abgerufen am 6. Mai 2014.
  17. Dean Ambrose Cashes in Money in the Bank on Seth Rollins, Wins WWE Championship (Video). In: Daily DDT. 19. Juni 2016, abgerufen am 20. Juni 2016.
  18. Martin Hoffmann: Jon Moxley (Dean Ambrose): Wie Moxley mit WWE abrechnete. In: Kampfsport › Wrestling, 21. August 2020. Auf Sport1.de, abgerufen am 25. Juni 2021.
  19. Jon Moxley unterzeichnete mehrjährigen AEW Vertrag – wrestling-point.de | Online-Magazin & Community. Abgerufen am 27. Mai 2019.
  20. Jon Moxley debütiert bei NJPW. Abgerufen am 27. Mai 2019
  21. NJPW „Best Of The Super Juniors XXVI – Tag 15: Finale“ Ergebnisse aus Tokyo, Japan vom 05.06.2019. Abgerufen am 6. Juni 2019

WeblinksBearbeiten

Commons: Jon Moxley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien