Das Kreuz am Jägersteig

Film von Hermann Kugelstadt (1954)

Das Kreuz am Jägersteig ist ein deutsches Heimatfilmdrama aus dem Jahre 1954 von Hermann Kugelstadt mit Jester Naefe und Armin Dahlen in den Hauptrollen.

Film
OriginaltitelDas Kreuz am Jägersteig
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Hermann Kugelstadt
Drehbuch Johannes Kai
Hermann Kugelstadt
Produktion Richard König
Musik Werner Bochmann
Kamera Günther Rittau
Schnitt Luise Dreyer-Sachsenberg
Besetzung

HandlungBearbeiten

Andreas Haller ist ein junger und strebsamer Holzbauer, der gerade plant, ein Sägewerk hochzuziehen. Das benötigte Geld hofft er vom Kreditgeber Kobbe zu bekommen, doch der zieht sein Angebot überraschenderweise zurück. Dahinter steckt der verschlagene Gastwirt Michael Weidinger, der lieber selbst in den Genuss von Kobbes Finanzspritze kommen möchte, da er den Bau einer Bergbahn plant. Da Weidinger für seine Bergbahn jedoch wiederum ein Wiesenstück benötigt, das Haller gehört, kommt er mit seinem Bergbahn-Plan ebenfalls nicht weiter. Denn unter diesen Umständen verkauft Andreas natürlich nicht. Auf diesem Wiesenstück müsste jedoch unbedingt ein die Bergbahn absichernder Pfeiler errichtet werden, da sonst massiv Erdrutschgefahr bestünde.

Da er sein gesamtes Projekt gefährdet sieht, greift der skrupellose Weidinger zum letzten Mittel: Er plant einen Mordanschlag auf seinen Widersacher. Sein Hausdiener Philipp soll für ihn diesen hinterhältigen Plan durchführen. Da Philipp aber zur Geschwätzigkeit neigt und etwas von seiner beabsichtigten Bluttat durchgesickert ist, eilt Weidinger sogleich zum Kreuz am Jägersteig, wo der Anschlag stattfinden soll, um selbigen zu verhindern. In der Dämmerung angekommen, verwechselt Philipp aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse Andreas mit seinem Arbeitgeber und schubst Weidinger den Abgrund hinab. Der kann sich nur mit Mühe festhalten, wird aber dank des beherzten Eingriffs seitens Haller vor dem sicheren Tod gerettet. Am Ende siegt allenthalben die Vernunft: Haller bekommt von Knobbe nicht nur den benötigten Kredit, sondern auch noch dessen hübsche Tochter Dagmar als Zukünftige, und Gastwirt Weidinger kann nun doch noch seinen Stützpfeiler auf Andreas’ Wiesenstück errichten.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Das Kreuz am Jägersteig entstand zwischen dem 28. Juni und dem 2. August 1954 im Behelfsatelier der Jägerkaserne in Mittenwald, in Mittenwald selbst, im Zugspitzgebiet und im Karwendelgebirge. Die Uraufführung erfolgte am 24. September 1954 in Wien. Die deutsche Erstaufführung war am 1. Oktober 1954 in Wasserburg, die Berliner Premiere am 30. Oktober 1955.

Edgar Roell übernahm die Produktionsleitung. Max Seefelder entwarf die Filmbauten. Die Kostüme stammen von Hildegard Bornkessel.

KritikBearbeiten

Im Lexikon des Internationalen Films heißt es: „Heimatdrama, das durch die Anhäufung von dramatischen Konflikten ins Lächerliche abrutscht.“[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Kreuz am Jägersteig. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 1. September 2020.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 

WeblinksBearbeiten